Hier finden Sie die aktuellen Presseinformationen der ASEW. Wenn Sie Fragen haben, weitere Informationen benötigen oder auf der Suche nach Interviewpartnern aus den Themenbereichen Energieeffizienz, Erneuerbare Energien und Energiedienstleistungen aus dem kommunalen Umfeld sind, helfen wir Ihnen gern weiter.

Strompreise 2019: EEG-Umlage sinkt deutlich

(vom 02.11.2018)

Die Übertragungsnetzbetreiber haben heute die Höhe der EEG-Umlage für 2019 bekanntgegeben. Wie erwartet setzt sich der Trend einer insgesamt sinkenden EEG-Umlage fort. Für Stromkunden heißt das jedoch nicht automatisch sinkende Strompreise. Denn parallel ziehen Beschaffungskosten und Netzentgelte an. Die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW) rät gerade deshalb zu einer intensiven Kommunikation mit den eigenen Kunden.

Die EEG-Umlage fällt mit 6,405 Cent je Kilowattstunde rund 5,7 Prozent geringer aus als in diesem Jahr (6,792 Cent je Kilowattstunde). „Damit setzt sich nun bereits im dritten Jahr der Trend einer insgesamt sinkenden EEG-Umlage fort“, sagt Daniela Wallikewitz, Geschäftsführerin der ASEW. „Dies ist durchaus erfreulich, zeigt das doch letztlich, dass die Kosten der Energiewende einen Höhepunkt erreicht und überschritten haben. Auch in den kommenden Jahren dürfte sich dieser Trend fortsetzen – oder zumindest in eine Stabilisierung umschlagen.“

Die Senkung der EEG-Umlage wird indes fast völlig durch die deutliche Anhebung der Offshore-Netzumlage ausgeglichen. Diese steigt von 0,037 auf 0,416 Cent je Kilowattstunde (plus 1.024 Prozent). Im Laufe der Woche werden auch die restlichen Umlagen bekanntgegeben. Hier ist tendenziell eher mit weiteren Senkungen zu rechnen. Auf breiter Front sinkende Strompreise wird das jedoch eher nicht bedeuten. Denn während für dieses Jahr sinkende Netzentgelte und deutlich günstigere Großhandelspreise für Energie zu verzeichnen waren, zeigt sich hier für kommendes Jahr ein deutlich anderes Bild. Sowohl die Beschaffungskosten, als auch die Netzentgelte zeigen nach oben. Damit wird der Spielraum für niedrigere oder zumindest stabil bleibende Strompreise geringer.

Gerade deshalb sollten Energieversorger die eigenen Kunden nun eingehend über die Situation informieren. „Die Kunden haben im gesamten Jahr zwar stetig steigende Preise insbesondere an den Ölmärkten wahrgenommen, was sich in der gestiegenen Inflation bereits negativ bemerkbar gemacht hat“, so Wallikewitz. „Die erneut deutlich gesunkene EEG-Umlage könnte jedoch zur Erwartungshaltung führen, dass die Strompreise entsprechend sinken. Deshalb sollten Stadtwerkekunden bereits jetzt über möglicherweise bevorstehende Preisanpassungen informiert werden.“ 

Die ASEW unterstützt hierbei mit einer ganzen Bandbreite an Leistungen. Neben Formulierungshilfen für Preisanpassungsbriefe bieten wir Informationsblöcke für Stadtwerke-Webseiten, Flyer für die Endkundenkommunikation sowie einen Erklärfilm zur Strompreiszusammensetzung. Darüber hinaus informieren wir Stadtwerke-Mitarbeiter auf Seminaren zu den Themen zielgruppengerechte Kundenberatung, Erstattungspotenziale bei der Energiebesteuerung und Energieeffizienzangebote. Weitere Leistungen und Angebote zeigt unsere Webseite unter www.asew.de.

 

ASEW-Profil
Die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW) ist mit bundesweit mehr als 290 Mitgliedern das größte deutsche Stadtwerke-Netzwerk für Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Die ASEW wurde 1989 aus dem Verband kommunaler Unternehmen (VKU) heraus gegründet. Das Ziel: Eine rationelle, sparsame und umweltschonende Energie- und Ressourcenverwendung zu fördern. Die ASEW berät und unterstützt ihre Mitglieder in diesen Bereichen und entwickelt innovative Produkte und Dienstleistungen, die zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen. Das ASEW-Portfolio umfasst Produkte für Vertrieb und Kundenberatung, außerdem Seminare und Qualifizierungsangebote sowie eine Kunden- und Fördermittelberatung.

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