Hier finden Sie die aktuellen Presseinformationen der ASEW. Wenn Sie Fragen haben, weitere Informationen benötigen oder auf der Suche nach Interviewpartnern aus den Themenbereichen Energieeffizienz, Erneuerbare Energien und Energiedienstleistungen aus dem kommunalen Umfeld sind, helfen wir Ihnen gern weiter.

Strompreise 2019: Umlagenlast sinkt

(vom 02.11.2018)

Die Übertragungsnetzbetreiber haben heute die letzten Umlagenhöhen für 2019 bekanntgegeben. Wie erwartet setzt sich der bisherige Trend zu deutlich geringeren Umlagen fort. Für Stromkunden heißt das jedoch nicht automatisch sinkende Strompreise. Die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW) rechnet wegen höherer Netzentgelte und gestiegener Beschaffungskosten eher nicht mit auf breiter Front sinkenden Strompreisen.

Insgesamt gibt die niedriger ausgefallene EEG-Umlage (2019: 6,405 Cent je Kilowattstunde) den Takt auch für die restlichen Umlagen vor: Die KWKG-Umlage sinkt um rund 18,8 Prozent von 0,345 auf 0,280 Cent je Kilowattstunde. Auch die §19 StromNEV(Sonderkunden-)Umlage fällt mit 0,305 Cent je Kilowattstunde rund 17,6 Prozent niedriger aus als 2018 (0,370 Cent je Kilowattstunde), ebenso wie die §18 AbLaV-Umlage, die deutlich von 0,011 auf 0,005 Cent je Kilowattstunde (-54,5 Prozent) sinkt.

Insgesamt ergibt sich für 2019 ein Gesamtumfang der Umlagen von 7,411 Cent je Kilowattstunde (minus 0,144 Cent oder 1,9 Prozent). Damit sinkt nunmehr das dritte Jahr in Folge die Umlagenlast (2018: 7,555; 2017: 7,684 Cent je Kilowattstunde) – und es ergibt sich damit in der Summe eine leichte Entlastung (0,129 Cent oder rund 1,7 Prozent). „Dieser Trend zeigt deutlich, dass die Kosten für die Energiewende einen Scheitelpunkt erreicht und offensichtlich auch überschritten haben“, sagt Daniela Wallikewitz, Geschäftsführerin der ASEW. „Auch in den kommenden Jahren ist vermutlich mit einer Fortsetzung dieses Trends zu rechnen.“

Auch wenn die Umlagenlast sinkt, bedeutet dies nicht unbedingt, dass die Strompreise dem folgen werden. „Die deutlich aus dem Trend ausscherende Offshore-Netzumlage (2019: 0,416 Cent je Kilowattstunde; plus 1.024 Prozent) zeigt: Gerade die Kosten für die Netze ziehen weiterhin an. Zusammen mit den deutlich gestiegenen Großhandelspreisen bringt das Energieversorger unter Druck, diese höheren Kosten auch entsprechend einzupreisen. Damit ist auch der Spielraum für sinkende oder zumindest stabil bleibende Strompreise eher gering.“

Für Energieversorger heißt das, die Kunden nun entschieden und möglichst frühzeitig zu informieren. Hierbei unterstützt die ASEW mit einer ganzen Bandbreite an Angeboten. Dazu gehören etwa Formulierungshilfen für Preisanpassungsbriefe, Informationsblöcke für Stadtwerke-Webseiten, verschiedene Flyer für die Endkundenkommunikation unter anderem auch zum Komplex Steuern, Abgaben und Umlagen sowie Erklärfilme zur Strompreiszusammensetzung. Darüber hinaus informieren wir Stadtwerke-Mitarbeiter auf Seminaren zu den Themen zielgruppengerechte Kundenberatung, Erstattungspotenziale bei der Energiebesteuerung und Energieeffizienzangebote. Weitere Leistungen und Angebote zeigt unsere Webseite unter www.asew.de.

 

ASEW-Profil
Die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW) ist mit bundesweit mehr als 290 Mitgliedern das größte deutsche Stadtwerke-Netzwerk für Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Die ASEW wurde 1989 aus dem Verband kommunaler Unternehmen (VKU) heraus gegründet. Das Ziel: Eine rationelle, sparsame und umweltschonende Energie- und Ressourcenverwendung zu fördern. Die ASEW berät und unterstützt ihre Mitglieder in diesen Bereichen und entwickelt innovative Produkte und Dienstleistungen, die zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen. Das ASEW-Portfolio umfasst Produkte für Vertrieb und Kundenberatung, außerdem Seminare und Qualifizierungsangebote sowie eine Kunden- und Fördermittelberatung.

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