Erneuerbare: Norddeutschland fürchtet um Windkraft

(vom 02.12.2019)

Die norddeutschen Bundesländer fürchten um die Zukunft der Windkraftbranche. Aus diesem Grund haben die Ministerpräsidenten der fünf Küsten-Bundesländer einem gemeinsamen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel geschrieben. Darin warnen sie vor einer „existenziellen Krise. Zugleich legten sie einen Elf-Punkte-Plan vor.

In einer gemeinsamen Pressekonferenz erklärten die Ministerpräsidenten, die Windenergieindustrie befinde sich in einer dramatischen Lage. Sie fordern unter anderem einen starken Ausbau der Windenergienutzung auf See, die Privilegierung echter Bürgerwindparks, das Ausschöpfen aller möglichen Flächen für Anlagen, die Optimierung des Netzausbaus und die Beschleunigung von Genehmigungsverfahren.

In den vergangenen drei Jahren seien bereits mehr als 40.000 Arbeitsplätze abgebaut worden – „doppelt so viele, wie es insgesamt Arbeitsplätze in der Braunkohleindustrie gibt“. Dies führe in Norddeutschland zu regionalen Notlagen und in ganz Deutschland zu gravierenden energie- und industriepolitischen Problemen. Der Ausbau der Windenergie an Land sei in diesem Jahr praktisch zum Erliegen gekommen, der bundesweite Zubau um 82 Prozent eingebrochen. Wenn sich diese Entwicklung fortsetze, werde es in absehbarer Zeit keine deutsche Windkraftindustrie mehr geben. Viele der derzeit in Berlin diskutierten Pläne seien allerdings kontraproduktiv, etwa ein pauschaler Mindestabstand von 1.000 Metern für Windräder zur Wohnbebauung.

Verbrandvertreter sekundieren der Forderung aus der Politik. So sagte Hermann Albers, Präsident des Bundesverbands Windenergie, das Land verzichte auf Chancen in zukünftig großen Weltmärkten. Diesen Prozess müsse man stoppen.

Ansprechpartner
Torsten Brose
0221.931819-26
brose@asew.de

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