Ludwigsburg-Kornwestheim: Förderung für Ladekonzept

(vom 15.02.2021)

Die Anzahl von E-Fahrzeugen in Deutschland wächst stetig. Ein zentraler Aspekt für die weitere Marktdurchdringung ist der Ausbau der Ladeinfrastruktur. Diese kann das gewachsene Stromverteilnetz jedoch erheblichen Belastungen aussetzen. Das ist eine Herausforderung, die die Gesellschaft in Zukunft noch sehr beschäftigen kann. Bereits heute nehmen sich die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim dieser an. Gemeinsam mit dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) haben die Stadtwerke das Forschungsprojekt FlexCharge-LB gestartet. Dieses sorgt dafür, dass Versorgungsengpässe im Netz gar nicht erst entstehen. Das erreichen die Projektpartner durch die Vernetzung dezentraler Erzeugungseinheiten und eine steuerbare Ladeinfrastruktur. 

Die Innovationskraft des Projekts ist dem baden-württembergischen Umweltministerium eine Förderung wert. Im Rahmen einer virtuellen Veranstaltung Ende Januar übergaben Beauftragte des Ministeriums einen Förderbescheid in Höhe von rund 410.000 Euro. Auf die Stadtwerke entfallen davon rund 76.500 Euro. Die Förderung erfolgt im Rahmen des Programms „INPUT 2.0 – Intelligente Netzanbindung von Parkhäusern und Tiefgaragen“. Die Stadtwerke setzen die netzdienliche Integration der Ladesysteme in das Verteilnetzmanagement an zwei Standorten um. Stadtwerke-Geschäftsführer Johannes Rager zufolge werde die bereits bestehende Netzinfrastruktur der Stadtwerke durch die Erarbeitung intelligent vernetzter Strukturen noch effizienter. „Damit schaffen wir die Basis für eine zukunftsfähige, stetig wachsende Ladeinfrastruktur in der Region“.

Im Zentrum des Ansatzes stehen die langen Standzeiten von E-Autos an bzw. in Ladestationen. Das bietet wiederum ein großes Verschiebepotential. Durch die Entwicklung einer Schnittstelle zwischen der Netzleittechnik und dem Lastmanagement der Ladeinfrastruktur können die Stadtwerke als Betreiber des Verteilnetzes hier bedarfsorientiert eingreifen. Dabei wird der Energieverbrauch der Ladeinfrastruktur in Abhängigkeit zu der jeweiligen Auslastung des Netzabschnitts flexibel angepasst. Das Netz der öffentlichen Versorgung kann wiederum durch den vor Ort produzierten Strom der integrierten Energieerzeugungsanlagen, etwa den Blockheizkraftwerken der Stadtwerke, entlastet werden. Dahinter steckt eine Art virtuelles Kraftwerk, das die dezentralen Strom-Erzeugungseinheiten und Ladesysteme über die gemeinsame Schnittstelle vernetzt und deren Fahrpläne optimal aufeinander abstimmt.

www.swlb.de

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