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Plastikmüll: Ozeane wieder saubermachen

17 Milliarden Einweg-Kunststoffflaschen werden in Deutschland gebraucht – Jahr für Jahr. Das sind mehr als 33.000 pro Minute oder 500.000 Tonnen Müll jedes Jahr. Würde man alle Flaschen aufeinanderstapeln, reichten diese 16 Mal bis zum Mond! Weltweit ist dies zudem keine Ausnahme. 2014 wurden allein in den USA 100,7 Milliarden Plastikflaschen verkauft. Diese Müllberge werden zunehmend zum Problem, denn Kunststoff ist, obwohl meist für den kurzfristigen Einsatz gedacht, äußerst langlebig. Bis zu 450 Jahre dauert es, bis Plastik zersetzt ist. Dies hängt damit zusammen, dass Plastik biologisch „inert“ ist, das heißt Plastik zerfällt zwar, jedoch in immer kleinere Mikroplastikpartikel, die nicht vollständig abgebaut werden.

Das wird zunehmend zu einem Problem für die Ozeane. Mehr als acht Millionen Tonnen Plastik gelangen pro Jahr in die Weltmeeere. Aufgrund der vorherrschenden Strömungen sammelt sich das Plastik dann in bestimmten Gebieten, am bekanntesten davon der Great Pacific Garbage Patch, zu Deutsch großer pazifischer Müllfleck. Dieser hat mittlerweile eine Ausdehnung, die in etwa Mitteleuropa entspricht. Nach Schätzungen besteht dieser Bereich aus 100 Millionen Tonnen Kunststoffmüll. Und das Problem liegt nur zu einem Teil an der sichtbaren Oberfläche. Der weitaus größte Teil des Plastikabfalls schwebt unterhalb der Wasseroberfläche oder sinkt bis auf den Meeresgund. Die Auswertung von Photografien vom arktischen Tiefseeboden zwischen Spitzbergen und Grönland ergab, dass sich hier „83 Müllteile pro Fußballfeld“ finden.

Ein großes Problem, dass jedoch zwangsläufig auch zu kreativen und innovativen Lösungsansätzen führt. Einer davon ist das Pacific Garbage Screening. Das Ziel des Projektes: Die Meere vom Plastik befreien. Grundlage der im Projekt verfolgten Idee ist eine Masterarbeit, für deren Realisierung aktuell intensive Grundlagenforschung betrieben wird. Die Idee dabei: Eine schwimmende Plattform soll es mit Hilfe eines passiven Sedimentierungsprinzips ermöglichen, Plastikpartikel aus dem Wasser zu filtern. Der Ansatz wurde 2016 mit dem Bundespreis EcoDesign im Bereich Nachwuchs ausgezeichnet. Detaillierte Informationen zum Projekt und dem Stand der Umsetzung liefert die Webseite http://pacific-garbage-screening.de.

Ansprechpartner
Sarah Scholz
0221.931819-28
scholz@asew.de

 



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Ansprechpartner:

Markus Edlinger

E-Mail edlinger@asew.de
Fon 0221 / 93 18 19 - 21
Fax 0221 / 93 18 19 - 9

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