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Trier: Kein Abschied vom Pumpspeicherkraftwerk

Die Stadtwerke Trier AöR halten weiterhin an dem geplanten Pumpspeicherkraftwerk Rio (PSKW Rio) in der Nähe von Ensch an der Mosel fest. Gemeinsam mit der Juwi-Gruppe gründeten die Stadtwerke eine Projektentwicklungsgesellschaft. Das Ziel: Das geplante Kraftwerk mit einer Leistung von 300 Megawatt zu realisieren. Dafür sind 600 Millionen Euro Kosten geplant. Das obere Becken soll auf dem Hummelsberg bei Bekond, das Unterbecken im 200 Meter tiefer gelegenen Kautenbachtal bei Ensch entstehen. Beide Becken sollen je sechs Millionen Kubikmeter Wasser fassen.

Eine grundsätzliche Machbarkeit des Kraftwerks hatte die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord bereits 2013 nach einjähriger Prüfung festgestellt. Damals hieß es von Seiten der Stadtwerke, Pumpspeicherkraftwerke seien im Hinblick auf den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien ein wichtiger Baustein der künftigen Energieversorgung.

Bislang haben SWT und Juwi insgesamt 3,5 Millionen Euro investiert. Geplant war der Baubeginn eigentlich für 2018, doch die Weiterführung des Projekts ist einstweilen gestoppt. SWT-Chef Olaf Hornfeck begründet dies mit veränderten Rahmenbedingungen: „Hauptzweck ist nicht mehr das Pumpen, sondern das Ausregeln.“ Bei der Neubewertung von Chancen und Risiken hätten sich die Stadtwerke auf Erkenntnisse des hanseatischen Arrhenius-Instituts gestützt. Der Auftrag an das Institut lautete, die „Energiewabe Region Trier“ zu bewerten.

SWT-Chef Hornfeck geht davon aus, dass bis zum Abschluss des Planfeststellungsverfahrens weitere sechs bis sieben Millionen Euro investiert werden müssen. Diese sollen indes nicht alleine aus Trier kommen. „Wir gehen in der ersten Jahreshälfte auf die Suche nach Partnern, die an unser Projekt glauben.“ Hoffnungen setzen die Stadtwerke auch in das 2016 in Kraft getretene Strommarktgesetz. „Es bringt uns zwar keine Förderung für unser Vorhaben, aber es hilft uns weiter.“ Denn jederzeit sollen Erzeugung und Verbrauch künftig austarierbar sein. Projektleiter Rudolf Schöller zufolge müsse jeder Stromproduzent künftig seine Bilanzkreise in Ordnung halten, und zwar alls 15 Minuten. „Im Klartext heißt das, es müssen jährlich 35.000 Messwerte eingehalten werden.“

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