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ASEW-Newsletter
Ausgabe Nr. 01/2017

ASEW-Projektgemeinschaft in Gründung

Die ASEW bietet seit Jahren Mitgliedsunternehmen die Möglichkeit, sich in mittlerweile neun thematische Arbeitskreise einzubringen. Die in den Arbeitskreisen ausgetauschten Erfahrungen und angestoßenen Produktideen kommen seither regelmäßig dem gesamten Netzwerk zugute. Unter anderem gehen etwa Musterverträge für verschiedene Contractingangebote sowie komplette White-Label-Produkte auf die Tätigkeit der ASEW-Arbeitskreise zurück.

Aktuell bereitet die ASEW die Gründung eines weiteren thematischen Netzwerkelements vor: Die Projektgemeinschaft „Geschäftsmodelle mit intelligenten Messsystemen“ widmet sich der Unterstützung kommunaler Energieversorger beim anstehenden Smart Meter-Rollout aus vertrieblicher Sicht. Im Fokus stehen die Herausforderungen, vor allem aber die Chancen, die der beginnende Rollout intelligenter Messsysteme ermöglicht. Ziel ist ebenfalls die Unterstützung der ASEW-Mitgliedsunternehmen bei der Entwicklung einer eigenen Digitalstrategie.

Ansprechpartner
Christoph Landeck
0221.931819-18
landeck@asew.de

Einsparcontracting: Viel ungehobenes Potenzial

Der Contractingmarkt in Deutschland ist äußerst vielfältig – und Energiedienstleistungen gehören heute selbstverständlich zum Standard-Portfolio kommunaler Energieversorger. Dabei haben es einige Contractingmodelle schwerer. Dazu gehört auch das Energieeinspar-Contracting. Dieses Phänomen ist indes nicht auf Deutschland beschränkt. Wie aus einer Marktstudie für das EU-Effizienzprojekt GuarantEE hervorgeht, haben 60 Prozent der Gebäudeexperten in der EU keine Erfahrung mit Energiespar-Contracting. Sie stehen entsprechenden Modellen zudem abwartend, teilweise skeptisch gegenüber.

Zugleich zeigt die Studie, dass es ein großes Potenzial für Kostensenkungen durch entsprechende Projekte in Europa gibt. Auch die ASEW versucht seit einiger Zeit, dem Markt Impulse zu geben. Unter anderem ist die ASEW am europäischen Forschungsprojekt Energy Performance Contracting Plus (EPC+) beteiligt. In diesem Rahmen werden standardisierte Lösungen entwickelt, die vor allem kleine und mittlere Stadtwerke-Kunden adressieren. „Mit solchen Angeboten erschließen sich Energieversorger die Möglichkeit, das noch weitgehend brachliegende Potenzial zu nutzen“, sagt Sarah Scholz, Kunden- und Produktmanagerin der ASEW. „Gerade Felder wie die Beleuchtungsoptimierung sind für entsprechende Modelle prädestiniert. Die hier erzielbaren Einsparungen liegen in der Regel deutlich über den Mindesteinsparungen, die übliche Einsparcontracting-Modelle garantieren. Insofern lassen sich bestehende Angebote im Bereich Beleuchtung vergleichsweise unkompliziert adaptieren – und die garantierte Einsparung kann als zusätzliches Verkaufsargument im Vertrieb dienen.“

Die ASEW sucht aktuell im Rahmen des Projektes EPC+ nach kommunalen Energieversorgern, die sich als Pilotprojektpartner in das Projekt einbringen.

Ansprechpartner
Stefan Schulze-Sturm 
+32 274016-58 
schulzesturm@asew.de

 

E-world 2017: Innovationen im Fokus

In gut drei Wochen startet die E-world energy & water 2017. Die Messe Essen wird diesmal zwischen dem 7. und 9. Februar 2017 zum Mekka der europäischen Energie- und Wasserwirtschaft. Auch 2017 begleitet der E-world-Kongress die Messe. Experten der Energiebranche geben an allen drei Messetagen ihr Wissen weiter – in rund 25 Konferenzen, Seminaren und Workshops.

Auch die ASEW ist natürlich in diesem Jahr wieder in Essen vertreten. Sie finden uns wie gewohnt am Gemeinschaftsstand zusammen mit VKU, ICG und ZfK: Halle 3, Stand 143. Im Fokus stehen unsere Beratungsleistungen für kommunale Versorgungsunternehmen sowie Aktivitäten rund um Contractingangebote und Mieterstrommodelle.

Als besonderes E-world-Angebot räumen wir bis Ende Februar allen ASEW-Mitgliedern einen Rabatt von zehn Prozent auf ausgewählte Angebote und Produkte aus dem ASEW-Portfolio ein.

Gerne beraten wir Sie auch zu allen weiteren Fragestellungen rund um die Themen Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Vereinbaren Sie einfach einen Termin mit unseren Mitarbeitern – auf Wunsch erhalten Sie natürlich ein Ticket für den freien Messeeintritt. Folgende ASEW-Mitarbeiter sind auf der E-world für Sie vor Ort:

Dienstag, 07.02.2017:
Daniela Wallikewitz (Geschäftsführerin), Torsten Brose, Robert Grossmann, Michael Kreusch, Florian Kettel, Christoph Landeck

Mittwoch, 08.02.2017:
Daniela Wallikewitz (Geschäftsführerin), Samy Gasmi, Sarah Scholz, Erdal Tosun

Donnerstag, 09.02.2017:
Hanno Ahlrichs, Christian Esseling, Daniela Gögl, Christoph Landeck

Zur Terminvereinbarung kontaktieren Sie uns gerne telefonisch unter 0221.931819-0 oder per E-Mail an info@asew.de.

Ansprechpartnerin
Tanja Kriesten 
0221.931819-23
kriesten@asew.de

Verstärkung für die ASEW

Das neue Jahr beginnt für die ASEW mit Zuwachs für das Team. Daniela Gögl ist künftig als Kunden- und Projektmanagerin für die Betreuung der ASEW-Forschungsprojekte zuständig. Frau Gögl studierte Wirtschaftsingenieurwesen mit dem Schwerpunkt Energie- und Umweltressourcen und bringt Erfahrung aus dem Bereich intelligente Messsysteme in die Arbeit mit ein.

Ansprechpartnerin
Daniela Gögl
0221.931819-24
goegl@asew.de

Regionale Grünstromvermarktung: ASEW-Seminar im März

Mit Inkrafttreten des EEG 2017 zum 1. Januar diesen Jahres besteht nun auch die Möglichkeit, EEG-Strom als regionalen Grünstrom zu vermarkten. Durch das neue Instrument ergeben sich unter anderem Optionen für die Kundenkommunikation sowie Neuakquisitionen. Auch wenn noch einige Details unsicher sind, lässt sich doch das hier schlummernde Potenzial gut einschätzen. Grund genug, um im ASEW-Seminar „EEG 2017 & Ökostromvertrieb. Vorteile der regionalen Grünstromvermarktung nutzen“ näher auf die Chancen für kommunale Energieversorger einzugehen. Neben dem rechtlichen Rahmen konzentriert sich unsere Veranstaltung insbesondere auf Praxisbeispiele für die Stromvermarktung. Dabei werden sowohl Ansätze aus der Stadtwerkewelt vorgestellt wie auch Lösungen aus dem Bereich der Bürgerenergie näher beleuchtet. Ein Entwicklungsworkshop nimmt das ideale Ökostromprodukt in den Fokus.

Ansprechpartner
Christian Esseling
0221.931819-31
esseling@asew.de

Sabrina Pieruschka
0221.931819-17
pieruschka@asew.de

Köln: Mieterstrom für`s Veedel

Die Rheinenergie AG hat gemeinsam mit der GAG Immobilien AG ein Mieterstromprojekt gestartet. Im Stadtteil Longerich werden ab sofort 72 Wohnungen mit „Veedel Energie“ versorgt. Der Strom stammt aus einem auf 20 Kilowatt ausgelegten Blockheizkraftwerk. Die Mieter der betreffenden Wohnungen zahlen für diesen Mieterstrom 23 Cent je Kilowattstunde bei einen jährlichen Grundpreis von 99 Euro. Wie GAG-Vorstand Uwe Eichner bei einer kleinen Feierstunde betonte, habe die GAG bislang rund 50 Prozent der Mieter für Veedel Energie als Kunden gewinnen können, „was nahe am wirtschaftlichen Optimum liegt.“ Ziel sei eine Quote von 70 Prozent.

Bei dem Pilotprojekt wollen es die beiden Partner nicht belassen. Laut dem GAG-Vorstand wolle das Unternehmen bis zum Jahr 2018 Mieterstrom für mehr als 800 Wohneinheiten in Neubauten anbieten. Dafür will die GAG den Strom auch mit Photovoltaikanlagen gewinnen. Zufrieden zeigte sich der GAG-Vorstandschef über die Zusammenarbeit mit der Rheinenergie: „Wir sind ein Wohnungsunternehmen, das weiß, wie Wohnungen zu bauen und zu vermieten sind. Aber energiewirtschaftliche Zusammenhänge gehören nicht zu unserer Kernkompetenz, weshalb wir gerne mit einem erfahrenen Partner zusammenarbeiten.“ Diese Zusammenarbeit wollen beiden Unternehmen intensivieren. Mit einem gemeinsamen Tochterunternehmen sollen Wohnungsgesellschaften in und außerhalb Kölns mit all den Dienstleistungen unterstützt werden, die für Mieterstromprojekte notwendig sind.

www.rheinenergie.com

 

Stuttgart: Netze gehen an Stadtwerke-Tochter

Die Stadtwerke Stuttgart GmbH verfügen künftig über das gesamte Strom- und Gasnetz in Stuttgart „auf allen Ebenen“. Das Landgericht Stuttgart gab einer Feststellungsklage der Stadtwerke gegen Netze BW statt. Damit muss der bisherige Netzbetreiber die Strom- und Gasverteilungsanlagen der Hochspannungs- und der Hochdruckebene − mit Ausnahme reiner Durchgangsleitungen − auf die Stadtwerke-Tochter Stuttgart Netze GmbH übertragen. Damit wurde ein mehrjähriger Streit um die Netze der baden-württembergischen Landeshauptstadt vorerst entschieden. Maßgeblich für die Entscheidung des Landgerichts war, dass die betreffenden Anlagen für den Betrieb der Netze der allgemeinen Versorgung notwendig sind, damit die Stuttgart Netze GmbH ihre Versorgungsaufgaben genauso erfüllen kann wie zuvor Netze BW. Die Stuttgart Netze GmbH ist seit dem 23. Oktober 2014 Vertragspartnerin der Strom- und Gas-Konzessionsverträge mit der Stadt Stuttgart. Der Strom- und Gaskonzessionsvertrag der Netze BW GmbH endete zum 31. Dezember 2013. Netze BW ist zu rund einem Viertel an der Stuttgart Netze GmbH beteiligt.

www.stadtwerke-stuttgart.de 

 

Karlsruhe: Ökostrom für Stadtbahnen

Die Stadtwerke Karlsruhe GmbH beliefern seit Jahresbeginn die Stadtbahnen der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) in Karlsruhe ausschließlich mit Ökostrom. Laut Stadtwerken macht dies rund 66 Millionen Kilowattstunden pro Jahr aus. Die AVG betonte, dass trotz der nicht erfolgten Festlegung einer langen Vertragslaufzeit die Zusammenarbeit mit den Stadtwerken langfristig angelegt sei.

Die Lieferung von Bahnstrom weist Besonderheiten auf. So hat etwa jede einzelne Bahn einen spezifischen Strombedarf. Dieser muss auf Viertel-Stunden-Basis bereitgestellt, anschließend mit dem tatsächlichen Verbrauch verglichen und abgerechnet werden. Dafür greifen die Stadtwerke online auf den Fahrplanrechner der AVG zu und koppeln diesen mit ihren Strombeschaffungs-Systemen.

www.stadtwerke-karlsruhe.de

 

Trier: Busflotte wird e-mobil

Die Stadtwerke Trier AöR testen im Rahmen der Förderung durch das Projekt „Elektromobiler ÖPNV im ländlichen Raum bei topographisch anspruchsvollen Linienverläufen“ des Bundesverkehrsministeriums Elektrobusse verschiedener Hersteller. Insgesamt wird die Testphase mit rund 400.000 Euro gefördert. Bereits im Dezember wurden drei Elektrobusse von Solaris, Sileo und VDL je eine Woche lang erprobt, zwei weitere Busse folgen noch diesen Monat. Ziel ist es, noch im laufenden Jahr drei E-Busse in den Linienbetrieb zu übernehmen.

Mit einer EU-weiten Ausschreibung suchten die Stadtwerke nach einem passenden Lieferanten. Wie der Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe betont, zeige das große europaweite Interesse der Hersteller an dem Projekt, „dass wir in Sachen elektromobiler ÖPNV zu den Vorreitern gehören.“ Nach Jan Liebhäuser, Abteilungsleiter Technik im Mobilitätsbereich der Stadtwerke, berücksichtige man als Auswahlkriterien neben dem Preis etwa „die Umsetzung von Umweltanforderungen, den Wirkungsgrad des Antriebs, Batterieauslegung oder auch die garantierte Verfügbarkeit von Ersatzeilen“. Die Testphase sei umfassend gewesen und habe gute Ergebnisse geliefert. „Von Probefahrten auf unserem Betriebshof und im Stadtgebiet, bei denen Mitarbeiter der Verwaltung die Rolle der Fahrgäste übernommen haben, bis hin zum Prüfstand in der Werkstatt, wo beispielsweise Schweißnähte, Schraubverbindungen oder Kabelführungen begutachtet wurden, haben wir die Busse ausgiebig getestet und anhand der vorab festgelegten Kriterien bewertet.“

Aufgrund zulassungsrechtlicher Gründe konnten die Busse nicht im Linienbetrieb getestet werden. Die Bewertung der Fahrzeuge und die Auswertung der Angebote soll im Januar 2017 abgeschlossen werden. Ziel ist, den Auftrag im Februar 2017 zu vergeben. „Unser Wunsch ist, dass die Fahrzeuge noch im Jahr 2017 den Liniendienst in Trier aufnehmen. Dabei sind wir natürlich von den Lieferzeiten der Bushersteller abhängig.“

www.swt.de

 

Dinslaken: Bürgerfonds stößt auf großes Interesse

Die Stadtwerke Dinslaken GmbH ermöglichen es den Bürgern der Region ab sofort, vom Ausbau erneuerbarer Energien und den damit verbundenen Einnahmen zu profitieren. Mit dem DINKlimafonds bietet die Stadtwerke-Tochter SD Solar GmbH Stromkunden der Stadtwerke eine Geldanlage mit einer Verzinsung von 2,05 Prozent. Die Mindestanlage beträgt 1.000 Euro, maximal sind 25.000 Euro Anlagesumme bei einer Laufzeit von fünf Jahren möglich. Bereits kurz nach dem Start des Fonds am 2. Januar haben die Stadtwerke mehr als eine Million Euro eingesammelt.

Zu den Erzeugungsanlagen der SD Solar GmbH gehört der Solarpark Heidenau. Mit seinen 1.750 Solarmodulen ist es die größte Photovoltaikanlage im Portfolio der Gesellschaft. Sollte der Solarpark die Planleistung von 1.727 MWh pro Jahr künftig übersteigen – was bei den sonnenreichen Sommern der letzten Jahre der Fall war – werden weitere 0,1 Prozent Zinsen pro überplanmäßig erfolgreichem Jahr ausgeschüttet.

Die regenerativen Erzeugungsanlagen der Stadtwerke Dinslaken sollen künftig in der Stadtwerke Dinslaken Solar GmbH gebündelt werden.

www.stadtwerke-dinslaken.de

 

Energie: Gesetzesänderungen zum 1. Januar 2017

Zum 1. Januar 2017 sind zentrale Gesetze, die die Arbeit in der Energiewirtschaft entscheidend prägen, in Kraft getreten. 

Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2017)
Das Bundeswirtschaftsministerium bringt es auf den Punkt: Mit dem EEG 2017 beginnt die nächste Phase der Energiewende. Dabei vollzieht die Bundesregierung in gewissem Sinne einen sich bereits 2016 deutlich abzeichnenden Paradigmenwechsel. Statt einer Förderung erneuerbarer Energien über feste Fördersätze wird deutlicher nach Technologien differenziert. Die Förderhöhe wird zudem künftig ab einer Anlagengröße von 750 Kilowatt über Ausschreibungen ermittelt. Ziel ist es, die Preisbildung so langfristig weiter an den Markt heranzuführen und deutlich günstiger zu gestalten.

Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG 2016)
Bereits zum 1. Januar 2016 in Kraft getreten, jedoch erst Ende des Jahres auch durch die EU-Kommission notifiziert, zeichnet sich auch beim Thema KWK ein deutlicher Einschnitt ab. Das BMWi betont, dass die „hocheffiziente und klimafreundliche Kraft-Wärme-Kopplung“ eine wichtige Rolle bei der weiteren Umsetzung der Energiewende in Deutschland spielt. Die Notifizierung machte indes Anpassungen notwendig. Auch die KWK-Förderung wird künftig im Segment zwischen 1 und 50 Megawatt in Form von Ausschreibungen ermittelt. Größere Anlagen werden jeweils durch die EU gesondert und als Einzelfallentscheidung geprüft. Darüber hinaus wird die Besondere Ausgleichsregelung des EEG 2017 auf das KWKG übertragen.

Effizienzlabel für Heizungsaltanlagen
Heizungsanlagen, die älter als 15 Jahre sind, müssen durch die Bezirksschornsteinfeger künftig ein „Energielabel“ erhalten. Das neue Label soll auf den ersten Blick Aufschluss über die Effizienzklasse des Heizkessels geben. Ziel ist es, Verbraucher für Energieeffizienz zu sensibilisieren. Immerhin entsprechen knapp 70 Prozent der Heizkessel in Deutschland nicht mehr dem Stand der Technik. Ein zum Label gehörendes kostenloses Faltblatt informiert auch über Beratungsangebote, die Hausbesitzern mögliche Lösungen für eine Heizungsoptimierung aufzeigen.

Smart Meter-Rollout startet
Gemäß dem im letzten Jahr in Kraft getretenen Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende staret mit Jahresbeginn der flächendeckende Smart Meter-Rollout in Deutschland. Verbraucher mit einem Jahresverbrauch bis 6.000 Kilowattstunden müssen bis 2028 mit einem intelligenten Messsystem ausgestattet werden.

www.bmwi.de

Netzentgelte: Angleichung offenbar vom Tisch

Das Bundeswirtschaftsministerium will das Netzentgeltmodernisierungs-Gesetz (NeMoG) in einem Eilverfahren durch den Bundestag bringen. Bereits am Mittwoch will Bundeswirtschaftminister Sigmar Gabriel den Gesetzentwurf in das Bundeskabinett einbringen und beschließen lassen. Danach soll das sich anschließende Gesetzgebungsverfahren zudem abgekürzt werden: Der Gesetzentwurf wird hierfür als „besonders eilbedürftig im Sinne von Artikel 76 Absatz 2 Satz 4 des Grundgesetzes“ definiert. Damit könnte das nicht zustimmungspflichtige Gesetz bereits nach drei statt der üblichen sechs Wochen, die dem Bundesrat für eine Stellungnahme zustehen, im Bundestag zur Lesung eingebracht werden. Ziel des NeMoG ist nach den Worten des Bundeswirtschaftsministers, „die Kosten- und Verteilungsgerechtigkeit bei den Netzentgelten zu stärken“. Von einer bundesweiten Angleichung der Netzentgelte, wie sie ursprünglich vorgesehen war, ist indes nicht mehr die Rede. Vorgesehen ist lediglich der schrittweise Abbau der „vermiedenen Netzentgelte“. Diese sollen für Neuanlagen, die als sogenannte volatile Erneuerbare (Solar, Wind) eingestuft sind, ab Inbetriebnahme im Jahr 2018, für andere dezentrale Anlagen (KWK) ab Inbetriebnahme 2021 ganz entfallen. Für Bestandsanlagen sollen die vermiedenen Netzentgelte entsprechend jährlich um 10 Prozent gesenkt werden.

Insbesondere die ostdeutschen Bundesländer sind mit diesem Vorgehen nicht zufrieden. Die thüringische Energieministerin Anja Siegesmund warf der Bundesregierung Wortbruch vor. Die Landesumweltministerin erklärte, es sei längst an der Zeit, Verbraucher und Wirtschaft in Thüringen durch eine neue Regelung zu entlasten. „Eine weitere Verzögerung ist nicht hinnehmbar.“ Erst im November habe der parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Uwe Beckmeyer, eine Angleichung der Netzentgelte in dieser Wahlperiode zugesichert. Auch Ministerpräsident Bodo Ramelow forderte in MDR Aktuell klare Worte des Bundeswirtschaftsministers. Nötig sei eine viel transparentere Form der Strompreiserstellung. Dagegen sieht die nordrhein-westfälische Landesregierung den Rückzieher des BMWi in Hinblick auf gleiche Netzentgelte in ganz Deutschland positiv. Landeswirtschaftsminister Garrelt Duin sagte der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“, die Entscheidung des Bundeswirtschaftsministers sei eine gute Nachricht für die Verbraucher in NRW. „Die Landesregierung hat sich damit erfolgreich für eine verursachungsgerechte Zuordnung der Netzkosten eingesetzt – denn gerade die nord- und ostdeutschen Regionen profitieren vom Ausbau der erneuerbaren Energien, der nun die Netzkosten in die Höhe treibt.“ Derzeit sind die Netzentgelte regional unterschiedlich. Nordrhein-Westfalen gehört zu den Bundesländern mit vergleichsweise niedrigen Preisen.

www.bmwi.de

Verzögerungen beim Rollout intelligenter Messsysteme?

Mit Beginn des Jahres ist auch der Startschuss für den Rollout intelligenter Messsysteme erfolgt. Nach dem im Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende niedergelegten Zeitplan sollen bis zum 1. Januar 2025 bzw. 2033 sämtliche Verbrauchsstellen mit einem Jahresverbrauch über 6.000 Kilowattstunden sowie Erzeugungsanlagen mit mehr als 7 Kilowatt Leistung mit einem intelligenten Messsystem ausgestattet sein. Branchenkenner gehen indes davon aus, dass der Rollout wohl erst Anfang 2018 startet.

Laut Robert Busch, Geschäftsführer des Bundesverbands Neue Energiewirtschaft (BNE), müssten Energieversorger, da der Einbau nicht zum Nulltarif erfolge, diesen mit einem gewissen Vorlauf ankündigen. „Die Anpassung der Preisblätter wird nicht unterjährig, sondern turnusgemäß zum 1. Januar des kommenden Jahres geschehen. Wir gehen davon aus, dass es mit dem flächendeckenden Rollout von Smart Metern erst Anfang 2018 losgeht.“

Auch wenn nicht alle eine derart ausgeprägte Skepsis an den Tag legen, besteht doch weitgehend Einigkeit darin, dass die Einbaupflichten frühestens ab Herbst umgesetzt werden. Grund sind hier umfangreiche Anpassungen der IT. Diese ist bislang auf von der Bundesnetzagentur festgelegte Regeln für die Marktkommunikation abgestimmt. Dort stehen bisher die Verteilnetzbetreiber im Mittelpunkt. Das Messstellenbetriebsgesetz sieht jedoch Smart Meter Gateway-Administratoren als zentrale Schaltstelle vor. Die Regeln für das neue Interimsmodell der Marktkommunikation hatte die BNetzA erst kurz vor Weihnachten veröffentlicht. Von Seiten des VKU heißt es, die notwendigen Anpassungen der Prozesse für die Kommunikation der einzelnen Marktrollen seien erst ab 1. Oktober 2017 von den Unternehmen verbindlich anzuwenden.

Für den Einbau der Smart Meter gibt es indes noch weitere Hürden. Unter anderem greifen die Vorgaben des Messstellenbetriebsgesetzes erst, wenn mindestens drei Hersteller von Smart Meter-Gateways nach den Schutzprofilen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifiziert sind. Die Hersteller der entsprechenden Systeme rechnen aktuell mit einem Abschluss laufender Zertifizierungen nicht vor dem Frühjahr. BNE-Geschäftsführer Busch geht sogar erst vom Sommer aus.

www.bmwi.de

BMUB: Quote zur Förderung der E-Mobilität?

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks will die E-Mobilität über ein Quotensystem für Autobauer voranbringen. Der „Stuttgarter Zeitung“ sagte Hendricks, sie halte nicht allzu viel von Verboten. Das Ende des mit fossilen Kraftstoffen betriebenen Verbrennungsmotors werde vor allem durch die Macht des Faktischen kommen. Wenn sie „die deutschen Automobilmanager auffordere, sich an die Spitze dieser Bewegung zu stellen, dann dient das nicht nur dem Umweltschutz, sondern vor allem dem künftigen Automobilstandort Deutschland und den vielen damit verbundenen Jobs.“ Deshalb sehe sie eher kein pauschales Verbot für Verbrennungsmotoren. Aber es sei gut möglich, „dass wir eine Quote für Elektroautos brauchen werden, um den Übergang ohne Brüche zu organisieren“. Eine Quote würde die Hersteller auch dazu bewegen, endlich Modelle anzubieten, die für Normalverdiener erschwinglich seien.

Zustimmung erhielt die Bundesumweltministerin unter anderem vom Bundesverband Neue Energiewirtschaft (BNE). BNE-Geschäftsführer Robert Busch sagte, angesichts der mehr als schleppenden Zulassungszahlen von Elektroautos sei eine Quote ein wichtiger Schritt, um zu höheren Stückzahlen und damit zu sinkenden Preisen für die Fahrzeuge zu kommen. Der BNE schlägt vor, die Hersteller darauf zu verpflichten, im Jahr 2025 mindestens 15 Prozent der von ihnen produzierten Wagen mit Elektroantrieb auszurüsten. Das würde – gemessen an aktuellen Zulassungszahlen − dazu führen, dass etwa 500.000 Elektroautos pro Jahr neu auf die Straße kämen.

Von den insgesamt 3,35 Millionen im vergangenen Jahr neuzugelassenen PKW waren indes lediglich rund 0,93 Prozent solche mit alternativem Antrieb. Dabei entfiel die Masse auf Plug-In-Hybride (0,41 Prozent oder 13.744). Diese konnten einen Zuwachs von 23,8 Prozent im Vergleich zu 2015 verzeichnen. Reine Elektrofahrzeuge machten lediglich 0,33 Prozent oder 11.140 PKW aus – ein Minus von 7,7 Prozent. Nach wie vor entfallen auf klassische Benziner und Diesel rund 98 Prozent aller Neuanmeldungen. Auch der 2016 eingeführte Umweltbonus scheint dem Segment keinen Schub zu geben. Bis zum 1. Januar 2017 wurden lediglich 9.023 Förderanträge gestellt. Insgesamt sind bei einem Gesamtbestand von rund 45,1 Millionen PKW in Deutschland knapp 25.500 E-Fahrzeuge gemeldet, was zwar einem Anstieg gegenüber 2015 um 34,6 Prozent entspricht, insgesamt aber nur einen Anteil von 0,057 Prozent ausmacht. Nur geringfügig besser sieht es bei Hybridantrieben aus: Knapp 130.400 solcher PKW waren 2016 in Deutschland angemeldet. Das sind 21 Prozent mehr als 2015, entspricht aber ebenfalls nur einem Anteil von 0,29 Prozent. Trotz des Abgasskandals um manipulierte Dieselmotoren konnten auch Dieselfahrzeuge einen Zuwachs verzeichnen: 2016 legte die Sparte im Vergleich zum Vorjahr um 4,8 Prozent zu.

www.bmub.bund.de

Energiewende: Bundesrechnungshof kritisiert BMWi

Der Bundesrechnungshof wirft der Bundesregierung eine mangelhafte Steuerung und schwerwiegende Mängel bei der Kontrolle der Energiewende vor. Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet, steht dabei das Bundeswirtschaftsministerium im Zentrum der Kritik. So heißt es in einem noch unveröffentlichten Prüfbericht an den Haushaltsausschuss des Bundestages, das BMWi habe keinen Überblick über die finanziellen Auswirkungen der Energiewende. „Elementare Fragen wie 'Was kostet die Energiewende den Staat?' oder 'Was soll die Energiewende den Staat kosten?' werden nicht gestellt und bleiben unbeantwortet“. Die Frage nach der Bezahlbarkeit der Energiewende habe „noch nicht den ihr zukommenden Stellenwert“. Es bestehe das Risiko, dass es immer teurer werde, die Energiewende nach vorne zu treiben.

Der Bundesrechnungshof regt an, Obergrenzen für die Ausweitung der Kosten der Energiewende aufzuzeigen. Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit müssten als begrenzende Faktoren für die Weiterentwicklung der Energiewende wahrgenommen werden. Die Prüfer bemängeln auch, dass weder im BMWi noch in der Bundesregierung oder mit den Bundesländern ausreichend koordinierte Absprachen zur Energiewende stattfänden. Doppelarbeit und doppelte Förderungen seien eine Folge.

Im BMWi gebe es zudem Organisationsmängel. Die organisatorische Umsetzung der Energiewende sei „nicht nachvollziehbar“. Neue Stellen seien ohne Bedarfsermittlung und ausreichende Begründung geschaffen worden. Es bestünden große Zweifel, ob „tatsächlich 131 zusätzliche Stellen erforderlich gewesen wären“. Es würden „ineffiziente Förderprogramme aufgesetzt, verlängert und aufgestockt“. Der Bundesrechnungshof ruft das BMWi auf, die ihm für die Energiewende zur Verfügung stehenden jährlich fast drei Milliarden Euro zielgerichtet und effizient einzusetzen. Mitnahmeeffekte müssten vermieden und ineffiziente Förderprogramme eingestellt werden. Bislang sei es nicht gelungen, „ein funktionierendes Fördercontrolling aufzubauen“.

www.bundesrechnungshof.de

Ausbau der erneuerbaren Energien stagniert

Im vergangenen Jahr ist der Ökostromanteil am deutschen Strommix faktisch stagniert. Das zeigen vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg veröffentlichte Daten. Mit 186 Terawattstunden Strom aus erneuerbaren Energien liegt 2016 in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Demnach stammen 34 Prozent des verbrauchten Stroms aus regenerativen Quellen. Zum Vergleich: 2015 waren es 35 Prozent. Nach dem Rekordjahr 2015 erleidet die Branche damit einen Dämpfer.

Vor allem für die Solarbranche war 2016 kein gutes Jahr. Insgesamt sank die Produktion von Solarstrom um 1,2 Terawattstunden auf 36,7 Terawattstunden – ein Minus von 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das liegt laut ISE vor allem an den vielen Wolkentagen und am schleppenden Zubau neuer Anlagen. Windstrom kam mit 78 Terawattstunden in etwa auf den Vorjahreswert. Zwar sank die Onshore-Erzeugung leicht, der Offshore-Anteil legte indes deutlich zu. 

Braun- und Steinkohlekraftwerke liefern noch immer mehr als 40 Prozent des deutschen Stroms. Der Anteil geht aber leicht zurück. Auch der Strom aus der Atomkraft sank 2016 um acht Prozent. Grund dafür ist die Abschaltung des AKW in Grafenrheinfeld Mitte des Jahres. Deutlich mehr Strom wurde 2016 indes in Gaskraftwerken erzeugt. Sie speisten 43 Terawattstunden ein und liegen damit rund 40 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Dieser neue Aufwärtstrend sei hauptsächlich durch die niedrigen Gaspreise begründet.

Die Strompreise für Haushalte dürften 2017 indes erstmals über 30 Cent je Kilowattstunde liegen. Das geht aus der aktuellen Auswertung von Agora Energiewende für das Jahr 2016 hervor. 2016 sei das Jahr der billigen Energie gewesen. Sowohl die Weltmarktpreise für Kohle, Öl und Gas als auch die Strompreise im Großhandel an der Börse seien gesunken. Die Börsenpreise hätten mit 26,60 Euro pro Megawattstunde auf einem Zehn-Jahres-Tief gelegen. Doch während Börsenstrom, Erdgas und Heizöl zuletzt billiger wurden, gelte dies wegen steigender Abgaben und Umlagen nicht für den Haushaltsstrompreis. Wie Agora-Direktor Patrick Graichen zu bedenken gibt, sei bis 2023 ein weiterer Anstieg der Strompreise absehbar, wenn „das System der Abgaben und Umlagen [bleibt], wie es ist.“ Erst danach kämen die „Ernte-Jahre“ der Energiewende. Das System der Steuern, Abgaben und Umlagen sollte überarbeitet werden. Denkbar sei es etwa, die Stromkosten zu senken und Abgaben sowie Umlagen auf klimaschädliche Energieträger zu verlagern.

Das kommt auch dem Klimaschutz nicht unbedingt zugute. Wie die Auswertung der entsprechenden Daten zeigt, war 2016 für den Klimaschutz in Deutschland ein schlechtes Jahr. Im Vergleich zum Vorjahr wurde sogar wieder mehr CO2 ausgestoßen. Nach ersten Schätzungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) stiegen die energiebedingten CO2-Emissionen gegenüber 2015 um 0,9 Prozent. Das ist der zweite Anstieg in Folge. 2015 betrug das Plus gegenüber 2014 bereits 0,7 Prozent. Der Zuwachs beruht nach Berechnungen der AGEB auf dem Einfluss von kälterer Witterung gegenüber dem Vorjahr, auf dem zusätzlichen Schalttag am 29. Februar, der wirtschaftlichen Konjunktur, dem Bevölkerungszuwachs und der Zunahme des Auto- und Flugverkehrs.

Insgesamt stieg in Deutschland der Energiebedarf 2016 um 1,6 Prozent. Diesen erhöhten Bedarf konnten die erneuerbaren Energien jedoch nur zu einem Teil auffangen und auch die Verbesserungen bei der Energieeffizienz reichten für den Klimaschutz nicht aus. Rund 90 Prozent von Deutschlands Klimagasen werden durch fossile Energien freigesetzt. Die kommen vor allem aus der Kohleverstromung, der Industrie, der Beheizung von Gebäuden und dem Verkehr. Der Anteil von erneuerbaren Energien am gesamten deutschen Energiemix stieg im vergangenen Jahr nur um 0,2 Prozent – und liegt somit nun bei 12,6 Prozent.

Ziel der Bundesregierung ist, die CO2-Emissionen bis 2020 im Vergleich zu 2016 um etwa 18 Prozent zu senken – im Durchschnitt also um etwa 4,5 Prozent pro Jahr. Zur Erfüllung des Pariser Klimaabkommens muss der Trend jedoch noch schneller gehen. Auch der schleppende Ausbau der Stromnetze trägt einen Anteil an dieser Entwicklung. Auch 2016 mussten die Übertragungsnetzbetreiber bei starkem Wind die Windkraftanlagen abschalten. Nach einer Analyse des schleswig-holsteinischen Energiewendeministeriums gingen so allein im Jahr 2015 rund zwei Prozent des Stroms in Deutschland verloren. Der Bundesverband Erneuerbarer Energien (BEE) fordert deshalb dringende Korrekturen: Die Betreiber von Kohlekraftwerken sollten ihre Anlagen entsprechend runterfahren. Ein weiteres Problem für den Klimaschutz ist auch der anhaltend hohe Stromexport: Rund neun Prozent des in Deutschland erzeugten Stroms wird in die Nachbarländer exportiert. Würden Kohlekraftwerke entsprechend dieser Strommenge abgestellt, sänke der CO2-Ausstoß in Deutschland schon um rund vier Prozent und der Anteil von erneuerbaren Energien im deutschen Strommix läge dann bei über 38 Prozent.

Ansprechpartner
Christian Esseling
0221.931819-31
esseling@asew.de

 

Energiewende: Steigende Förderkosten

Die Kosten für die Energiewende sind 2016 angezogen. Erstmals überstieg die Fördersumme aus der EEG-Umlage die Marke von 25 Milliarden Euro. EEG-Strom wurde im vergangenen Jahr mit insgesamt 25,4 Milliarden Euro gefördert. Dies stellt laut „Frankfurter Allgemeiner Zeitung“ eine neue Rekordmarke dar. Die EEG-Umlage machte dabei insgesamt 22,8 Milliarden Euro aus. Dem standen Einnahmen auf dem EEG-Konto von insgesamt 24,9 Milliarden Euro gegenüber. Es fehlten zur Deckung der laufenden Ausgaben 444 Millionen Euro, so dass hierfür die Rücklagen angegriffen werden mussten. Der Umfang betrug hier zum Jahresende 2,9 Miliarden Euro. Für 2017 wird ein weiterer Anstieg der Kosten erwartet. Im Hinblick darauf wurde die EEG-Umlage vergangenen Oktober auf 6,88 Cent je Kilowattstunde erhöht.

Ansprechpartner
Torsten Brose
0221.931819-26
brose@asew.de

 

Intensivseminar Energiedienstleistungen 2017

Der Verband für Wärmelieferung (VfW) hat ein neues Intensivseminar „Energiedienstleistung Contracting 2017“ im Angebot. Dieses findet vom 13. bis 15. Februar 2017 in Mannheim statt. Das Intensiv­seminar schult Einsteiger wie Experten in drei Tagen umfassend in rechtlichen, betriebswirtschaftlichen, steuerlichen und technischen Aspekten. Dabei werden unter anderem behandelt:

  • Energiedienstleistungen im rechtlichen Kontext
  • Wärmelieferungsvertrag
  • Kältelieferung
  • Grundzüge der dezentralen Stromlieferung
  • Energiedienstleistungen in der Wohnungswirtschaft
  • Kalkulationen
  • Plausibilitätsprüfung
  • Steuerliche Aspekte
  • Versicherungen im Contracting
  • BHKW-Anlagenplanung

Die Veranstaltung richtet sich an Energiedienstleister, Contractoren, Stadtwerke, Ingenieure und Firmen, die Contracting als Energiedienstleistung bereits anbieten oder in Zukunft anbieten möchten, sowie an Unternehmen, die sich mit dem Thema Contracting auf beratender Ebene oder Kundenseite beschäftigen. Ausführliche Informationen finden Sie unter www.energiecontracting.de.

E-world fördert Innovationen für die Energiebranche

Wie die Zukunft der Energiebranche aussieht, erleben die Fachbesucher vom 7. bis 9. Februar auf der E-world energy & water. In der Messe Essen rückt Europas führende Energiefachmesse neue Lösungen rund um die Energieversorgung der Zukunft in den Mittelpunkt. Mit Initiativen wie dem Energy App Award, einem Start-up Speed-Dating und dem Karriereforum fördert die E-world dabei ganz gezielt Innovationen und neue Kräfte der Branche.


Premiere feiert auf der E-world 2017 das Start-up Speed-Dating. Hiermit unterstützen die E-world und das Innovationsnetzwerk energieloft Firmengründer. Sie geben ihnen die Möglichkeit, ihr Konzept vor potenziellen Kapitalgebern, Investoren oder Kooperationspartnern zu präsentieren. Ab sofort können sich Start-ups unter http://eworld.energieloft.de für ihre Kurzpräsentation am 7. oder 8. Februar 2017 anmelden. Für diese beiden Tage erhalten die Jungunternehmer zwei kostenlose Tickets für die Messe.

Der Energy App Award geht 2017 in seine zweite Runde. Die Auszeichnung würdigt besonders kundenfreundliche, hilfreiche und spannende digitale Lösungen. Stattgefunden hat bereits die Finalrunde, bei der sich vielversprechende Kandidaten der Jury stellten. Am zweiten Messetag der E-world wird bekannt gegeben, welche Unternehmen die Jury überzeugen konnten und Preise wie einen App Promotion Workshop, einen Innovations-Workshop sowie ein Preisgeld von 5.000 Euro gewinnen.

1. Schweizerischer Stadtwerkekongress

Zum ersten Mal findet am 31. März 2017 der Schweizerische Stadtwerkekongress statt. Gemeinsam eröffnen der Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE), der Verband der Schweizerischen Gasindustrie (VSG), der Schweizerische Städteverband, die Organisation Kommunale Infrastruktur (OKI) und die Swisspower AG die branchen- und themenübergreifende Begegnungsplattform für den Austausch unter Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Bevölkerung.  Die Erstdurchführung des Schweizerischen Stadtwerkekongresses beleuchtet die Entwicklung der urbanen Zentren, die Herausforderungen in der Energiebranche Schweiz und die Perspektiven aus dem europäischen Umfeld. 

Auf dem Programm stehen Referate, Future Sessions und ein Roundtable-Gespräch mit Stadtwerke-CEOs. Mit Losinger Marazzi AG, ABB, Energie Service Biel/Bienne und Gasverbund Mittelland unterstützen starke Premiumsponsoren den Kongress.

Weitere Informationen finden Sie unter www.stadtwerkekongress.ch.

Wärmewende nicht in Sicht?

Der Absatz von Blockheizkraftwerken in Privathaushalten schwächelt aktuell. Laut Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung (B-KWK) sank der Zubau deutlich. Im Segment zwischen 2 und 10 Kilowatt wurden im vergangenen Jahr 739 Anlagen angemeldet. Zwei Jahre zuvor waren es 2.649 Anlagen. Im Sement unterhalb 2 Kilowatt wurden 2016 insgesamt 313 Anlagen gemeldet. Drei Jahre zuvor waren es hier noch 2.026. Betrachtet man große Anlagen, so schrumpfte die Zahl der Zulassungen von 7.476 im Jahr 2014 auf 1.728 im vergangenen Jahr.

Trotz dieser Entwicklung bietet der Wärmesektor nach wie vor gute Potenziale für kommunale Energieversorger. Insbesondere die seit Jahresbeginn geltende Verpflichtung für Bezirksschornsteinfeger, sämtliche über 15 Jahre alten Heizungsanlagen mit einem Effizienzlabel zu versehen, könnte dieses Potenzial aktivieren helfen. Nach wie vor gilt das im Entwurf zum Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) aufgestellte Diktum, dass die Energieeffizienz der schlafende Riese der Energiewende ist.

Der sich hier abzeichnende Markt lässt sich hervorragend mit Contractingangeboten erschließen. Die ASEW unterstützt dabei umfassend. Von der Analyse und Optimierung bestehender Produktportfolios über die Begleitung des Geschäftsfeldaufbaus bis zur Implementierung innovativer Contractingmodelle bieten wir eine Vielzahl an Angeboten.

Ansprechpartner
Christoph Landeck 
0221.931819-18
landeck@asew.de

Energieeffizienz-Netzwerke: Denkfabriken für Effizienzgewinne

Laut Nationalem Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) sollen in Deutschland bis 2020 insgesamt 500 Energieeffizienz-Netzwerke entstehen. Diese sollen bis zu 75 Petajoule Primärenergie einsparen. Ende 2016 wurde das 100. Netzwerk gegründet: Als Träger fungieren die Stadtwerke Bochum. Unter anderem beteiligt: Der VfL Bochum.

Die ASEW begleitet die Stadtwerke Bochum bei der Gestaltung der Netzwerkarbeit. Auch weitere Energieversorger unterstützen wir gerne dabei, sowohl im Bereich der Wirtschaft als auch auf kommunaler Ebene Netzwerke zu starten. „Aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung sowie der Kundennähe sind gerade Stadtwerke als Netzwerkinitiatoren prädestiniert“, sagt Florial Kettel, Kunden- und Produktmanager bei der ASEW. „Die Netzwerkarbeit selbst können Stadt- und Gemeindewerke mit zahlreichen Impulsen bereichern, die den teilnehmenden Unternehmen unmittelbar zugute kommen. Insofern ist das in die Netzwerkarbeit investitierte Geld gut angelegt.“

Die ASEW unterstützt interessierte Energieversorger sowohl in der Konzeption wie auch beim Aufbau der Netzwerke. Unter anderem stellen wir Marketingunterlagen bereit und unterstützen in der Durchführung von Informationsveranstaltungen, die bei der Aktivierung von möglichen Netzwerkpartnern helfen. Grundlage des Ist-Standes bei Netzwerkteilnehmern ist ein Energieaudit. Diese lassen sich noch optimaler durch die Einführung eines Energiemanagementsystems abbilden. Die ASEW erforscht gemeinsam mit Partnern die Potenziale für Energie- und Umweltmanagement im Projekt Living Lab Energy & Environment, in das sich die ASEW einbringt.

Ansprechpartner
Florian Kettel
0221.931819-14
kettel@asew.de

 

ASEW-Lehrgang nimmt Energieeffizienz in den Fokus

Der Ausbau erneuerbarer Energien wird gemeinhin mit dem Begriff Energiewende verbunden. Doch nicht umsonst ist auch die Erhöhung der Energieeffizienz eine der tragenden Säulen der Energiewende. Gleichwohl stellt es eine deutlich größere Herausforderung dar, entsprechend aus diesem Ansatz tragfähige Geschäftsmodelle abzuleiten und in das eigene Portfolio zu integrieren.

Für Abhilfe sorgt die ASEW mit dem neukonzipierten „Lehrgang Energieeffizienzmanager“. Die Entwicklung und Umsetzung eigener Geschäftsmodelle im Bereich der Energieeffizienz bringt neue, nachhaltige Wertschöpfung ins Unternehmen. Dies hilft zudem dabei, die Kundenbindung zu stärken. Unser Lehrgang gibt einen Überblick über den Effizienzmarkt und zeigt, in welchen Kundengruppen und Segmenten das Thema Energieeffizienz gewinnbringend und nachhaltig mit Produkten und Geschäftsmodellen zu einer neuen Positionierung beitragen kann.

Ansprechpartner
Samy Gasmi
0221.931819-13
gasmi@asew.de

Nächste ASEW-Veranstaltungen

15. Februar 2017, Köln:
ASEW-Seminar „Geschäftsfeld Beleuchtungs-Contracting“ >>

16. Februar 2017, Köln:
ASEW-Workshop „Digitale Transformation“ >>

07. März 2017, Dortmund:
ASEW-Seminar „Jahresrechnung gestalten“ >>

08. und 09. März 2017, Köln:
ASEW-Seminar „Mit EDL Geld verdienen“ >>

15. und 16. März 2017, Hannover:
ASEW-Seminar „Grundwissen Energiewirtschaft“ >>

21. und 22. März 2017, Dortmund:
ASEW-Seminar „EEG 2017 & Ökostromvertrieb“ >>

27. bis 29. März 2017, Kassel (Teil 1)
24. bis 26. April 2017, Wiesbaden (Teil 2):
ASEW-Qualifizierungslehrgang „Kundenberater Energie & Umwelt“ (Grundkurs) >>

04. April 2017, Stuttgart:
ASEW-Seminar „Kundenanschreiben verfassen“ >>

27. April 2017, Berlin:
ASEW-Seminar „Energierecht“ >>

 

Partnerveranstaltungen

ABWASSER.PRAXIS 2017
25. bis 26. Januar 2017, Messe Offenburg >>

E-world energy & water 2017
07. bis 09. Februar 2017, Essen >>

biogas – Messe & Kongress
08. bis 09. Februar 2017, Messe Offenburg >>

GeoTHERM
15. bis 16. Februar 2017, Messe Offenburg >>

1. Schweizerischer Stadtwerkekongress
31. März 2017, Biel >>

27. Symposium Thermische Solarenergie
10. bis 12. Mai 2017, Bad Staffelstein >>

 

Inhouse-Seminare

Die Inhouse-Schulungen der ASEW sind eine gute Form, möglichst kostengünstig und flexibel viele Mitarbeiter zu schulen. Denn die Schulungen werden auf je spezifische Bedürfnisse und Wünsche zugeschnitten.

Ihnen schwebt beispielsweise ein konkretes Thema vor oder Sie möchten Ihren Vertrieb oder Ihre Mitarbeiter aus dem Kundenzentrum zu wichtigen Themen fit machen? Dann sprechen Sie uns an. Wir stimmen mit Ihnen die Inhalte ab, suchen die passenden Referenten und begeben uns gemeinsam mit Ihnen auf die Suche nach weiteren Stadtwerken in Ihrer Region. Somit sparen Sie nicht nur Zeit und Geld – sie schaffen es auf effiziente Weise, Ihre Mitarbeiter weiterzubilden.

Ansprechpartnerin
Sabrina Pieruschka 
0221.931819-17
veranstaltungen@asew.de

Nächste ASEW-Arbeitskreise

24. und 25. Januar 2017, Unna:
Arbeitskreis Gewerbekunden >>

31. Januar und 01. Februar 2017, Köln:
Arbeitskreis Kundenbeziehungsmanagement >>

16. Februar 2017, Köln:
Arbeitskreis Licht >>

21. Februar 2017, Köln:
Projektgemeinschaft Mieterstrom >>

02. und 03. März 2017, Krefeld:
Arbeitskreis Vertrieb und Marketing >>

07. und 08. März 2017, Köln:
Arbeitskreis Energiedienstleistungen >>

22. und 23. März 2017, Köln:
Arbeitskreis IT-Sicherheit >>

29. und 30. März 2017, :
Arbeitskreis Innovative Energietechniken >>

Die Arbeitskreise der ASEW stehen allen ASEW-Mitgliedsunternehmen kostenfrei zur Verfügung. Sie sind herzlich eingeladen, an unseren Sitzungen teilzunehmen.

Ansprechpartner:

Markus Edlinger

E-Mail edlinger@asew.de
Fon 0221 / 93 18 19 - 21
Fax 0221 / 93 18 19 - 9

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