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ASEW-Newsletter
Ausgabe Nr. 06/2017

Neuer ASEW-Mustervertrag verfügbar

Die ASEW bietet Mitgliedsunternehmen einen neukonzipierten Mustervertrag: Der Vertrag über Speicher-Pacht ergänzt das ASEW-Portfolio an Musterverträgen.

„Die Erfahrungen, die Anbieter von verschiedenen Contractingverträgen machten, haben ihren Niederschlag in der Konzeption unseres Vertrages gefunden“, sagt Daniela Wallikewitz, Geschäftsführerin der ASEW.

Mit auf dem neuen ASEW-Mustervertrag basierenden Angeboten sprechen Stadtwerke unkompliziert jene Kunden an, die eine bestehende PV-Anlage mit einem Speichersystem nachrüsten wollen. Auch die Kopplung mit einem PV-Angebot ist ohne großen Aufwand möglich. Die Konzipierung als Pachtvertrag adressiert letztlich vor allem jene Kunden, die diese Investition aufgrund der vergleichsweise hohen Kosten für einen Speicher aktuell noch scheuen.

Ansprechpartner
Christoph Landeck
0221.931819-18
landeck@asew.de

Mehrwertleistungen für ASEW-Mitglieder

Eine hohe Kundenzufriedenheit ist das A und O erfolgreicher Arbeit. Attraktive Mehrwertleistungen, die über den klassischen Energievertrieb hinausreichen, sind eine Möglichkeit, um Kunden zufriedenzustellen. Mit der zwischen der ASEW und der MEHRWERK GmbH geschlossenen Kooperation steht ASEW-Mitgliedern ab sofort eine ganze Bandbreite an solchen Angeboten offen.

Die Vereinbarung erlaubt ASEW-Mitgliedern den Zugriff auf ein weitgespanntes Portfolio von Mehrwertleistungen für die eigenen Kunden. Diese lassen sich ohne größeren Aufwand sowohl in bestehende Tarife integrieren, als auch in Form kostenpflichtiger Zusatzangebote umsetzen. Einige ASEW-Mitgliedsunternehmen machten mit entsprechenden Angeboten, etwa einer Handwerker-Soforthilfe, gute Erfahrungen. „Die Energiewelt wird immer dynamischer – selbst da, wo dies vor einigen Jahren noch kaum denkbar war“, sagt Daniela Wallikewitz, Geschäftsführerin der ASEW. „Damit müssen Energieversorger auch durchaus unkonventionelle Wege gehen, um Neukunden zu gewinnen und ihre Bestandskunden zu halten. Dank der Kooperationsvereinbarung mit unserem Partner MEHRWERK steht ASEW-Mitgliedern eine große Auswahl an interessanten Mehrwertleistungen bereit.“

ASEW-Mitglieder profitieren künftig von einem weitgespannten Portfolio an Dienstleistungen, die über energienahe Angebote hinausreichen. Neben dem klassischen Schlüsseldienst umfasst das Leistungsspektrum etwa auch Garantieverlängerungen, PC-Datenrettung oder Schlüsselfund- und andere Services. Das ASEW-Angebot stellen wir am 29. Juni 2017 in Bielefeld gemeinsam mit unserem Kooperationspartner vor. 

Ansprechpartner
Torsten Brose
0221.931819-26
brose@asew.de

Erfolgreiche Vernetzung von Stadtwerken

Intensive Diskussionen, angeregter Austausch und Neuigkeiten aus der Energiewelt: ASEW im Dialog 2017 vernetzte bereits zum zweiten Mal Mitarbeiter von Stadtwerken zum gemeinsamen Gedankenaustausch. Mehr als 100 Teilnehmer fanden diesmal nach Essen. Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen der Energiewelt und Möglichkeiten für Stadtwerke, die zukünftige Energielandschaft mitzugestalten.

Auf großes Interesse stießen die Impulsreferate zum Thema Blockchain sowie zum Anfang des Jahres gestarteten Förderprojekt WindNODE. Im World Café erarbeiteten die Teilnehmer Strategien und Lösungsansätze für innovative Dienstleistungen von E-Mobilität über Peer-to-Peer-Modelle bis zu Social Media-Aktivitäten.

Das Fazit nach zwei aufregenden und arbeitsreichen Tagen: Guter Austausch, ertragreiche Diskussionen und viele Vorsätze, beim nächsten Mal wieder dabei zu sein.

Eindrücke von unserer Veranstaltung erhalten Sie bald auch auf unserem Youtube-Channel. Schauen Sie doch einfach mal rein!

Ansprechpartner
Sabrina Pieruschka 
0221.931819-17
pieruschka@asew.de

Schwedt: Erfolgreich mit PV-Angebot

Die Stadtwerke Schwedt GmbH setzen auf den Vertrieb von PV-Pachtlösungen. Mit dem Angebot SDT SOLAR bieten die Stadtwerke Kunden die Möglichkeit, Strom zu erzeugen und sich zu einem hohen Grad selbst zu versorgen. Stadtwerke-Geschäftsführer Helmut Preuße zufolge sehen sich die Stadtwerke als Energiedienstleister. Das Unernehmen wolle nicht nur Energie verkaufen, sondern sei auch der lokale Partner, „wenn es um den schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen geht.“

SDT SOLAR ist vor allem als Pachtmodell ausgelegt. Interessierte Kunden können über einen Solarrechner das PV-Potenzial ihres Hauses abschätzen. Dies dient den Stadtwerken als Basis für die Generierung eines konkreten Angebots. Neben der kostengünstigen Pacht ist auch der Anlagenkauf möglich. Das Angebot erlaubt zudem die Einbindung bzw. Nachrüstung eines Speichersystems; dies kann die Eigenversorgungsrate auf bis zu 70 Prozent steigern. Die Stadtwerke legen großen Wert darauf, eine langfristige Partnerschaft mit den eigenen Kunden zu begründen. Die Einbindung des örtlichen Handwerks gewährleistet Fachkompetenz von der Planung bis zur Installation und Wartung.

Die Stadtwerke Schwedt beschäftigen sich bereits seit gut fünfzehn Jahren mit PV-Lösungen. Seit 2003 betreiben die Stadtwerke eine 4 kWp-PV-Anlage auf einer örtlichen Schule. Photovoltaik boomt in Schwedt wie in der gesamten Uckermark. Es gibt hier einige hundert PV-Anlagen.

www.stadtwerke-schwedt.de 

Rodgau: Mülleimer mit Solaranlage

Die Stadtwerke Rodgau setzen auf effiziente Müllbeseitigung – mit der Kraft der Sonne. Bürgermeister Jürgen Hoffmann weihte nun den ersten Solar-Papierkorb des Modells Econ Top, ein. Er steht auf dem Puiseauxplatz und hilft dort ab sofort, sowohl Müll auf dem Platz als auch überfüllte Mülltonnen zu vermeiden.

Wie Stadtwerke-Geschäftsbereichsleiterin Sabine Kretschmer betont, habe es in der Vergangenheit immer wieder Beschwerden gegeben, dass Restabfall nicht in der Mülltonne lande. „Dies und verstärkte Wegwerfmentalität bekommen wir auch mit einem doppelten oder dreifachverstärkten Leerungsrhythmus nicht dauerhaft in den Griff. Deshalb haben sich die Stadtwerke Rodgau auf den Weg gemacht, um mit einer neuen Idee zu punkten.“ Der „Intelligente Solar-Papierkorb mit Abfallpresse” verspricht ein optimiertes Behältermanagement.

Im Inneren befindet sich eine 120-Liter-Standardmülltonne, in der die Abfälle gesammelt werden. Weil im Gerät eine Presse den Inhalt auf etwa ein Siebtel der Menge zusammendrückt, kann der Innenbehälter bis zu 840 Liter Abfall aufnehmen. Dies entspricht dem Volumen von 14 kleinen 60-Liter-Restabfalltonnen. Damit muss die Solar-Mülltonne viel seltener geleert werden als übliche Straßenpapierkörbe. Der High-Tech-Mülleimer ist zudem vernetzt, das heißt Informationen über den Füllstand, damit verbunden notwendigen Leerungen und andere Messdaten werden den Kommunalen Diensten der Stadtwerke als E-Mail bzw. über die App zugesandt. So können diese etwa bedarfsgerechte Sammeltouren planen und Personalaufwand und Treibstoffverbrauch reduzieren.

Um Eingriffe hier auszuschließen, entspricht die eingesetzte Software den europäischen Sicherheits- und Datenschutzrichtlinien. Eine GPS-Standortüberwachung sorgt dafür, dass Streumüll, Ungeziefer oder Gestank weiterhin ausbleiben.

www.stadtwerke-rodgau.de

Menden: Ungewöhnlicher Fund bei Routinearbeiten

Über Kunden mit konstant hohem Energieverbrauch freuen sich Energieversorger und Kommunen durchaus. Objekte mit einem Jahresverbrauch von mehr als 182 Megawattstunden garantieren in der Regel Gewerbesteuereinnahmen und eine nicht unerhebliche Anzahl an Arbeitsplätzen vor Ort. Doch wenn dieser Stromverbrauch nicht zum damit verbundenen Objekt passen will, werden Stadtwerke aufmerksam. So geschehen bei der Stadtwerke Menden GmbH.

Routinearbeiten führten dort zur Aufdeckung eines ungewöhnlich hohen Energieverbrauchs. Dieser passte nicht zu der Halle, die an Ort und Stelle stand. Eine nähere Untersuchung führte zum Verdacht, dass hier eine Indoorplantage betrieben werde. Und tatsächlich entdeckte die Polizei eine Cannabisplantage, bei der die Erntearbeiten im vollen Gange waren. 320 Pflanzen insgesamt beherbergte die Halle, ein Viertel davon war vom Besitzer und zwei Helfern bereits abgeerntet. Ein Richter ordnete Untersuchungshaft an. Weil der Besitzer geständig war, wurde er unter Auflagen entlassen.

www.stadtwerke-menden.de

Springe: Erfolgreiche Rekommunalisierung

Die Stadtwerke Springe GmbH haben das Geschäftsjahr 2016 erfolgreich abgeschlossen. Der Jahresüberschuss von mehr als 1,3 Millionen Euro übertraf das Ergebnis des Vorjahres um mehr als 45 Prozent. Auch der Umsatz legte um gut 2 Prozent auf rund 21,4 Millionen Euro zu. Grund dafür ist nach Unternehmensangaben die sehr gute Kundenentwicklung mit derzeit über 16.500 abgeschlossenen Verträgen im Strom- und Gasbereich.

Laut Stadtwerke-Geschäftsführer Marcus Diekmann liege diese positive Kundenentwicklung im Wesentlichen an der Ausweitung des Vertriebsgebietes über die Stadtgrenze von Springe hinaus: „Mittlerweile haben sich auch viele Kunden aus den Nachbargemeinden für eine Versorgung durch die Stadtwerke Springe entschieden. Die Zahlen bestätigen das, was wir auch in Gesprächen mit unseren Kunden immer wieder hören: Sie sind mit unserem Kundenservice und unseren Produkten sehr zufrieden.“

Weiter positiv entwickelt sich auch die Wärmesparte. Zusätzlich zu den bestehenden Wärmeprojekten sind weitere Projekte zur klimaneutralen Wärmeversorgung geplant: Zukünftig sollen mehrere regenerative Energiequellen eingebunden werden. Teil des Energiekonzeptes ist der Bau eines neuen Fernwärmnetzes in der Kernstadt. Ziel ist es, im Stadtkern den Großteil der kommunalen Gebäude sowie auch Wohn- und Geschäftsgebäude mit Fernwärme zu beliefern.

Beim Betrieb des Stromnetzes belaste dagegen eine zu hohe Pacht weiter das Ergebnis. Mit dem ehemaligen Stromnetzbetreiber Avacon fechten die Stadtwerke weiterhin um die Übernahme des Stromnetzes. „Das neue Energiewirtschaftsgesetz wird uns helfen, das Verfahren bald zu einem guten Abschluss zu bringen.“

www.stadtwerke-springe.de

Bremen: Joint Venture mit Stahlkonzern

Die swb AG hat gemeinsam mit dem weltgrößten Stahlproduzenten ArcelorMittal ein Joint Venture gegründet. Seit dem 1. Mai arbeiten rund 60 Mitarbeiter der swb Erzeugung in der INGAVER GmbH. Die neue Gesellschaft fungiert künftig als Betriebsführer für den sicheren und effizienten Betrieb der Energie- und Infrastrukturanlagen sowie als Energiedienstleister zur Optimierung der Energie- und Medienversorgung. Dazu gehören unter anderem Erdgas, Druckluft, Wasser und Abwasser.

Die swb Erzeugung fungiert hierbei als Berater bei  der individuellen Konzepterstellung für die Bereitstellung von Energie und Medien und als Investor zur Vorbereitung, Begleitung und Durchführung von Investitionen in Energie- und Infrastrukturanlagen. Laut dem swb-Vorstand Dr. Torsten Köhne habe das Unternehmen „eine gute Chance genutzt und [...] [sich] für ein Zukunftsprojekt entschieden, das ArcelorMittal Bremen und swb Planungssicherheit für die anstehenden Investitionen am Standort bietet.“

Der Name der neuen Gesellschaft INGAVER steht für „Innovative Gasverwertung“. Seit den 50er Jahren sind die Stahlwerke ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Bremen. Dabei fallen unter anderem Gicht- und Konvertergas an, die zur Stromproduktion eingesetzt werden.

www.swb-gruppe.de

Klimaschutz: USA steigen aus Klimaabkommen aus

Nach einer längeren Phase des Hinauszögern ist es nun offiziell: US-Präsident Donald Trump hat den Ausstieg der USA aus dem Klimaschutzabkommen von Paris verkündet. Der zweitgrößte Emittent von Treibhausgasen schaltet damit, so die Einschätzung von Handelsblatt-Herausgeber Gabor Steingart, auf stur. Zur Begründung sagte der US-Präsident: „I was elected to represent the citizens of Pittsburgh, not Paris”.

Gerade dieser zentrale Satz der Rede, die im Rosengarten des Weißen Hauses und damit an historischem Ort erfolgte, blieb nicht unwidersprochen: Der Bürgermeister von Pittsburg verbat sich die Instrumentalisierung. Pittsburgh habe längst von Kohle und Stahl auf Banken und Biotech umgeschaltet.

Die Bundesregierung kommentierte den Schritt der USA deutlich. Aus dem Bundesumweltministerium verlautete, der Klimaschutz werde sich von der Entscheidung nicht aufhalten lassen. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks ließ über eine Presseinformation verbreiten, sie bedauere diese Entscheidung. „Größer als der Schaden für den internationalen Klimaschutz ist jedoch der Schaden für den Multilateralismus. Denn das Besondere an Paris ist ja, dass die Staatengemeinschaft beschlossen hat, eines der größten Weltprobleme dieses Jahrhunderts gemeinsam anzugehen.“ Aus diesem gemeinsamen Projekt habe sich die US-Regierung nun verabschiedet. Sie vertue mit dem Ausstieg auch eine wertvolle Chance für eine zukunftsgerichtete Entwicklung der USA. Die USA schadeten mit dieser Entscheidung vor allem sich selbst. Der Rest der Welt stehe hinter dem Pariser Klimaschutzabkommen. In den vergangenen Wochen habe es viele ermutigende Signale aus Europa, China, Russland, Indien, Kanada und vielen anderen Ländern gegeben. Der Rest der Welt sei noch enger zusammengerückt, das Bekenntnis zum Klimaschutz sei noch größer geworden. US-Präsident Donald Trump habe sich für die Vergangenheit entschieden, der Rest der Welt für die Zukunft. 

Auch der britische Milliardär und Gründer der Virgin-Gruppe, Richard Branson, meldete sich zu Wort. Branson hält die Haltung von US-Präsident Donald Trump zur Energiebranche für einfältig. Am Rande der UN-Konferenz zum Schutz der Meere in New York sagte er, Trump sei „naiv“ in seinem Glauben, die US-amerikanische Wirtschaft durch schmutzige Energieträger wie Kohle beleben zu können. 193 Länder der Welt hätten begriffen, dass der Wechsel zu nachhaltigen Energieerzeugern wie Wind- und Solarkraft ein Gewinn sei. „Saubere Energie kann erheblich billiger sein als schmutzige Energie.“

93 Prozent der Deutschen finden es indes gut, dass die Bundesregierung am Pariser Klimaschutzabkommen festhält. Lediglich 6 Prozent finden das nicht gut. Das hat eine Umfrage des ARD-DeutschlandTrends in den Tagen nach der Ankündigung des US-Präsidenten ergeben. Wenn man die Deutschen nach ihrem persönlichen Engagement für den Klimaschutz fragt, sagen 82 Prozent, dass sie bereit sind, höhere Preise zu zahlen, wenn dadurch Produkte klimaschonend hergestellt werden können. 73 Prozent sind bereit, mehr für Strom zu bezahlen, wenn dieser aus erneuerbaren Energien gewonnen wird. 64 Prozent erklären sich bereit, wann immer es geht, auf das Auto zu verzichten, auch wenn dies manchmal umständlich ist.

www.bundesregierung.de

Windenergie-Ausschreibungen erfolgreich

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat die ersten Ausschreibungsrunden für Windenergie-Leistung abgeschlossen. Dabei erhielten im Offshore-Segment vier Gebote mit einem Volumen von 1.490 Megawatt den Zuschlag. Damit wird das verfügbare Ausschreibungsvolumen von 1.550 Megawatt nahezu ausgeschöpft. Der durchschnittliche Zuschlagswert beträgt 0,44 Cent je Kilowattstunde. Der niedrigste Gebotswert beträgt sogar 0,00 Cent je Kilowattstunde – damit wird erstmals in Deutschland ein Ausschreibungsprojekt ohne staatliche Zuschüsse realisiert. Der höchste Gebotswert, der noch einen Zuschlag erhalten hat, liegt bei 6,00 Cent je Kilowattstunde. Laut BNetzA spiegele sich im Ergebnis die sehr hohe Wettbewerbsintensität der Offshore-Branche.

Auch die erste Ausschreibung für Windenergie an Land wurde erfolgreich durchgeführt. Für die insgesamt 800 Megawatt Ausschreibungsvolumen gingen 256 Gebote ein. Das Volumen war damit mehr als zweieinhalbfach überzeichnet. Wirtschaftsstaatssekretär Rainer Baake sieht das Ergebnis als sehr erfreulich. Der niedrigste Zuschlagspreis habe bei 5,25 Cent, der höchste bei 5,78 Cent je Kilowattstunde gelegen. Dabei seien 93 Prozent aller Zuschläge an Bürgerenergiegesellschaften gegangen. Das hohe Wettbewerbsniveau, die niedrigen Zuschlagpreise und die hohe Bürgerbeteiligung zeigten, dass der eingeleitete Paradigmenwechsel hin zu wettbewerblich ermittelten Preisen gut funktioniere.

Zwei Drittel aller Gebote wurden von Bürgerenergiegesellschaften eingereicht. Diese haben im Ausschreibungsverfahren zwei Vorteile gegenüber anderen Akteuren: Zum einen können sie im Gegensatz zu sonstigen Bietern ein Gebot für einen Windpark auch ohne Genehmigung abgeben und erhalten dann eine verlängerte Realisierungsfrist. Zum anderen bemisst sich die Förderhöhe nicht nach dem Gebotspreis wie bei den sonstigen Akteuren, sondern sie erhalten den höchsten bezuschlagten Preis. Diese Maßnahmen reduzieren das Risiko für die Bürgergesellschaften. Im Gegenzug sind sie verpflichtet, 10 Prozent ihrer Anteile der Standortkommune anzubieten.

www.bundesnetzagentur.de

Vorbereitung auf Bonner Klimakonferenz läuft

Vom 6. bis 17. November 2017 findet mit der COP23 in Bonn bereits die zweite „Conference of the Parties serving as the meeting of the Partipes to the Paris Agreement (CMA)“ statt. Gastgeber diesmal: Die Fidschi-Inseln. Da dort kein ausreichender Raum für die erwarteten 20.000 Gäste vorhanden ist, unterstützt die Bundesregierung die Republik Fidschi bei der Konferenzausrichtung. Die Vorbereitungen laufen aktuell auf Hochtouren.

Zur Erweiterung des Konferenzareals wird Bonns größter Park teilweise gesperrt. Hinter der Deutschen Welle zwischen Posttower und Langem Eugen entstehen vorübergehend zweigeschossige Gebäude. Nach dem angekündigten Ausstieg der USA aus dem Klimaabkommen von Paris werden sämtliche Folgekonferenzen sich mit den Auswirkungen dieses Schrittes befassen. Auch die Anfang Juli in Hamburg stattfindende Konferenz der G20 wird hiervon bereits überschattet.

Bundeskanzlerin Angela Merkel warnte zuvor bereits vor einem Ermüden im weltweiten Kampf gegen den Klimawandel. Auf dem Petersberger Klimadialog sagte die Kanzlerin, die Welt sei eine Schicksalsgemeinschaft. Es bleibe noch viel zu tun, um die Verpflichtungen des Pariser Weltklimavertrags zur Begrenzung der Erderwärmung umzusetzen. „Jetzt kommt die Probe aufs Exempel.“ Ohne die USA direkt zu adressieren – es fiel das Wort vom „Elefant[en] im Raum“ – sagte Merkel, die vernetzte Welt könne man nicht infrage stellen. Sie werde während der deutschen G20-Präsidentschaft versuchen, auch Zweifler der Klimaveränderung zu überzeugen. Es sei ratsam, klug und zurückhaltend mit Washington zu verhandeln.

Eine strengere Klimaschutzpolitik würde sich laut einer OECD-Studie indes auch ökonomisch rechnen. Werde aktiver Klimaschutz in die Wirtschaftspolitik integriert, sei das Wachstum mittel- und langfristig höher als ohne diese zusätzlichen Investitionen. Laut der OECD werde das Bruttoinlandsprodukt durch mehr Klimaschutz bis 2021 im Schnitt um ein Prozent und bis 2050 um 2,8 Prozent höher liegen als ohne diese Maßnahmen. Unter Einschluss der durch Klimaschutz vermiedenen Schäden sei sogar mit einem Plus von 4,7 Prozent zu rechnen. OECD-Generalsekretär José Ángel Gurría sagte, der Bericht widerlege die Annahme, „dass Klimaschutz Wachstum behindert, und zeigt, dass eine klimafreundliche Wachstumsstrategie sogar positive ökonomische Effekte haben kann.“ US-Präsident Donald Trump hatte den Ausstieg aus dem Klimaabkommen von Paris unter anderem damit begründet, dass durch die Vereinbarung angeblich 2,7 Millionen US-Jobs bis zum Jahr 2025 verloren gingen.

www.bundesregierung.de

Grünes Licht für Industrieprivilegien im KWKG

Die EU hat die im KWKG 2016 vorgesehenen, seit 2011 gewährten Industrieprivilegien genehmigt. Wie Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager mitteillte, habe die Prüfung der Beihilfen ergeben, dass die deutsche Regelung die klimapolitischen Ziele der EU fördere und trotzdem den Wettbewerb im Binnenmarkt wahrt. Während des Verfahrens habe Deutschland zudem die Bedingungen geändert und die Ermäßigungen begrenzt. Auf dieser Grundlage habe die Kommission die deutsche Regelung gebilligt.

Wirtschaftsstaatssekretär Rainer Baake begrüßte die Entscheidung. „Dies schafft nun die nötige Rechtssicherheit für die betroffenen Unternehmen“. Die EU-Kommission sorgte gleichzeitig für die abschließende rechtliche Klärung der seit 2011 gewährten Umlageprivilegierungen nach dem Vorläufer des KWKG 2016.

Das KWKG sieht vor, dass die KWKG-Umlage für energieintensive Betriebe mit Blick auf deren Wettbewerbsfähigkeit begrenzt wird – dies geschieht in Abhängigkeit von deren jeweiliger Leistungsfähigkeit. Grundlage ist die besondere Ausgleichsregelung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Rückforderungen erfolgen mittels eines Anpassungsplans; der Umfang sei aber nur sehr gering.

www.bundesregierung.de

Brennelementesteuer verfassungswidrig

Das Bundesverfassungsgericht hat die sogenannte Brennelementesteuer rückwirkend für verfassungswidrig erklärt. Damit muss der Bund bis zu 6,3 Milliarden Euro an die Betreiber der deutschen Atomkraftwerke zurückzahlen. Der Bundesfinanzminister reagierte ungewohnt gelassen: Sprudelnde Steuereinnahmen erlaubten die Rückzahlung ohne Probleme.

Die Grünen kritisierten, dass mit dem Urteil der Verfassungsrichter auch der uneindeutige Atomkurs der Kanzlerin gescheitert sei. So sieht die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken im Urteil die Quittung für den Schlingerkurs der ehemals schwarz-gelben Bundesregierung in der Atompolitik. „Die Halbherzigkeit der Bundesregierung beim Atomausstieg zeigt sich durch das […] verkündete Urteil leider erneut“. Die Entscheidung sei außerdem ein Beweis, dass die Bundesregierung beim kürzlich abgeschlossenen Vertrag zum Atomfonds schlecht verhandelt habe: „Der Bund hätte es zur Bedingung machen müssen, dass die AKW-Betreiber alle Klagen zurückziehen“. Die Leidtragenden seien nun die Steuerzahler, die im Zweifel für die Kosten aufkommen müssten.

Das Bundesverfassungsgericht hatte entschieden, dass die Atomkonzerne mehr als sechs Milliarden Euro Steuern zu Unrecht gezahlt hätten. Die von 2011 bis 2016 erhobene Brennelementesteuer habe nie eine verfassungsgemäße Grundlage gehabt. Das Urteil hat auch Relevanz für alle Steuerpflichtigen: Karlsruhe stellte eindeutig fest, dass Bund und Länder nicht wahllos neue Steuern erfinden können. Den Rahmen bilde die im Grundgesetz definierte Liste.

www.bundesregierung.de

Weltweiter Boom erneuerbarer Energien hält an

Das Erneuerbare-Energien-Netzwerk „Renewable Energy Policy Network for the 21st Century“ (REN21) hat den „Global Status Report 2017“, den jährlichen Bericht zum Stand des weltweiten Ausbaus erneuerbarer Energien, veröffentlicht. Aktuell stammt demnach etwa ein Viertel der weltweiten Stromerzeugung aus regenerativen Anlagen. Dabei hat sich die installierte Leistung im letzten Jahr weltweit um rund neun Prozent auf insgesamt 2.017 Gigawatt erhöht. Erneut wurden 2016 mehr regenerative Erzeugungskapazitäten installiert als fossil befeuerte Kraftwerke. Erneuerbare Energien deckten 2015 fast 20 Prozent des globalen Gesamtenergieverbrauchs.

Wirtschaftsstaatssekretär Rainer Baake betonte, wie beeindruckend es sei, dass der Zubau an erneuerbaren Energien inzwischen weltweit zu sehr günstigen Preisen möglich ist. Der REN21-Bericht verdeutliche, dass das Wirtschaftswachstum vom CO2-Ausstoß entkoppelt sei. Die CO2-Emissionen blieben weltweit bereits das dritte Jahr in Folge stabil, während gleichzeitig das globale Wirtschaftswachstum bei drei Prozent liege. Hierzu trage der Ausbau erneuerbarer Energien maßgeblich bei. Inzwischen arbeiten weltweit fast zehn Millionen Menschen im Bereich erneuerbare Energien.

Deutschland liege weltweit auf Platz eins betrachte man die installierte Leistung von Solarstrom pro Kopf. Dagegen seien viele Länder bei anderen Technologien weiter. Immer mehr Länder dieser Erde setzten auf erneuerbare Energien und damit auf mehr Nachhaltigkeit, eine höhere Versorgungsicherheit und größere Unabhängigkeit von den schwankenden Weltmarktpreisen für fossile Energieträger. Die steigende internationale Nachfrage nach erneuerbaren Energien- und Effizienztechnologien biete große Chancen. Diese Entwicklung bedeute aber zugleich auch, dass in Deutschland weitere Kraftanstrengungen zum Ausbau und zur Integration von erneuerbaren Energien unternommen werden müssten, um hier auch in Zukunft Vorreiter zu bleiben.

Ansprechpartner
Christian Esseling
0221.931819-31
esseling@asew.de

 

Wind- fast gleichauf mit Atomenergie

Mit 29 Prozent des Bruttostromverbrauchs lieferten die erneuerbaren Energien im Jahr 2016 erstmals mehr Energie als Atom- und Braunkohlekraftwerke. Dabei erreichte die Windenergie mit 80 Terawattstunden oder 12,4 Prozent der deutschen Bruttostromerzeugung fast denselben Anteil wie Atomstrom (13 Prozent).

Laut Prof. Dr. Kurt Rohrig, Herausgeber des „Windenergie Report Deutschland 2016“ des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik in Kassel, ist die Windenergie zu einem wesentlichen Bestandteil der Energieversorgung geworden. 4.394 Megawatt neu installierte Leistungen nahmen 2016 den Betrieb auf. Damit wurde das bisherige Rekordergebnis von 2014 mit 4.665 Megawatt knapp verfehlt. Deutschlandweit tragen mittlerweile rund 28.000 Onshore-Windenergieanlagen mit knapp 46.000 Megawatt Nennleistung zur Energieversorgung bei. Der größte absolute Leistungszubau fand mit etwa 700 Megawatt in Niedersachsen statt. Mit der Entwicklung immer größerer Windenergieanlagen nimmt die Anlagenanzahl in den neu installierten Projekten ab. Auf See sind 156 Offshore-Windenergieanlagen mit 818 Megawatt Nennleistung im Jahr 2016 neu in Betrieb gegangen. Insgesamt sind weltweit etwa 13.900 Megawatt Offshore-Windenergieleistung am Netz, davon die meisten – etwa 12.400 Megawatt – in europäischen Gewässern.

Indessen ist auch das Interesse an Miniwindanlagen bei Verbrauchern und Unternehmen anhaltend groß. Das geht aus dem aktuellen Kleinwind-Marktreport 2017 hervor. Dieser umfasst ausführliche Beschreibungen von 32 Herstellern, 86 Windradtypen und 101 Generator-Rotor-Kombinationen. Vier Hersteller wurden neu aufgenommen. Die Stärken der Anlagen zeigen sich vor allem in der Kombination mit anderen Erzeugern. Gerade in Mitteleuropa ergänzen sich Wind- und Solarenergie optimal. Windarme Zeiten sind oft durch ein großes Solarangebot gekennzeichnet. Wenn die Sonne nicht scheint, weht dagegen oft der Wind. Durch die Integration eines Speichers lassen sich bereits heute hohe Autarkiegrade realisieren.

Ansprechpartner
Robert Grossmann
0221.931819-19
grossmann@asew.de

 

HUSUM Wind in den Startlöchern

Die Vorbereitungen zur HUSUM Wind 2017 laufen derzeit auf Hochtouren. Erwartet werden rund 18.000 Fachbesucher und 650 Aussteller aus Deutschland und dem angrenzenden Ausland, die ihre Produkte und Leistungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette präsentieren.

Das Partnerbundesland der Messe ist in diesem Jahr Nordrhein-Westfalen. Damit setzt die HUSUM Wind das 2015 erfolgreich eingeführte Konzept der Länderpartnerschaft fort. Dieses ermöglicht wichtigen Märkten und Branchenakteuren aus verschiedenen Regionen Deutschlands, sich in besonderer Art und Weise auf der Messe zu präsentieren und zu positionieren. Selbstverständlich werden alle 16 Bundesländer unter den Ausstellern der HUSUM Wind 2017 vertreten sein.

Partner der HUSUM Wind 2017 sind die Branchenverbände BWE, VDMA und die Netzwerkagentur Erneuerbare Energien Schleswig-Holstein (EE.SH). Im Zuge eines erneuerten Messekonzeptes wird es in diesem Jahr zudem Sonderschauen geben, welche den Fokus auf zukunftsweisende Bereiche in der Windbranche legen. Die Sonderthemen 2017 sind „Offshore-Windenergie“ sowie „Sektor(en)kopplung und Netzintegration“.

Die HUSUM Wind findet im zweijährigen Wechsel mit der Partnermesse WindEnergy Hamburg statt, die als Leitmesse für den globalen Windenergiemarkt gilt.

 

Energieeffizienz und KWK im Fokus

Sowohl im Bereich der Energieeffizienz als auch der Kraft-Wärme-Kopplung liegen für die Umsetzung der Energiewende immense Potenziale. Über aktuelle Entwicklungen, technische Neuheiten und gesetzliche Rahmenbedingungen informieren am 28. und 29. Juni 2017 in der Messe Karlsruhe gleich zwei parallele Veranstaltungen: Der CEB®-Energie-Effizienz-Kongress und die interCOGEN®, Deutschlands einzige Messe zum Thema Kraft-Wärme-Kopplung.

Der CEB®-Energie-Effizienz-Kongress hat sich mit hochkarätigen Referenten, zahlreichen Best-Practice-Beispielen und zukunftsweisenden Konzepten als einzigartige Plattform für Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch sowie für die Knüpfung neuer Kontakte etabliert. Thematisiert wird Energieeffizienz sowohl in Wohngebäuden als auch in Industrie, Gewerbe und Kommunen. Eine Ausstellung nimmt zusätzlich zu Gebäudetechnik und Energiemanagement den Megatrend Digitalisierung auf und präsentiert IT-Innovationen. 



Auf der zweitägigen interCOGEN® berichten Experten über Technologien der Gegenwart und Konzepte der Zukunft, Digitalisierung, Flexibilisierung und Vermarktung sowie die EU-Reglementierungen und die nationale KWK-Gesetzgebung. Neben dem Neuanlagenbau geht es auch um optimalen Betrieb und Modernisierung von Bestandsanlagen. 



Erwartet werden in der Messe Karlsruhe über 2.000 Fachbesucher, 800 Kongressteilnehmer und 100 Aussteller.

Woche der Sonne 2017

Auch in diesem Jahr findet erneut die Woche der Sonne statt. Vom 17. bis 25. Juni 2017 können sich bundesweit Menschen in zahlreichen Veranstaltungen über die Vorteile der Nutzung erneuerbarer Energien, speziell der Solarenergie, informieren. Die Woche der Sonne ist die größte Aktionswoche für Solarenergie, Pellets und Wärmepumpen in Deutschland. Mit hunderten lokalen Veranstaltungen ermöglicht sie seit 2007 Interessierten den Austausch mit Fachleuten aus den Bereichen Energie, Wärmeversorgung, Wohnen und Bauen. Unter dem neuen Motto „Strom & Wärme im grünen Bereich“ wird die Woche der Sonne dieses Jahr erstmals gemeinsam vom Bundesverband Solarwirtschaft, vom Bundesverband Wärmepumpe und vom Deutschen Pelletinstitut veranstaltet.

Die Teilnahme an der Woche der Sonne ist kostenlos, eigene Veranstaltungen können ab sofort in den zentralen Veranstaltungskalender auf der Webseite www.woche-der-sonne.de eingetragen werden.

Photovoltaik: Kundenpotenziale erschließen

PV-Lösungen sind nach wie vor ein attraktives Geschäftsfeld für Stadtwerke. Aktuell entwickelt sich der PV-Markt zusehends positiv. Bis Ende April wurden Anlagen mit einer Gesamtleistung von knapp 480 Megawattpeak realisiert. Im ersten Quartal lag der Zubau um etwa 65 Prozent über dem Wert des entsprechenden Vorjahresquartals. Die Anbieter technischer Ausrüstung verweisen zudem darauf, dass die eigenen Lagerbestände aufgrund guter Auftragseingänge aktuell erheblich schrumpfen. Im Mai produzierten die mehr als 1,6 Millionen Solaranalgen in Deutschland 5,57 Terawattstunden. Mit einem Anteil von 12,3 Prozent der Bruttostromerzeugung lag die Photovoltaik als Energiequelle damit fast gleichauf mit Atomstrom.

Vielen Energieversorgern fehlt indes aktuell der passende vertriebliche Aufhänger, um Kunden entsprechende Angebote schmackhaft zu machen. Die ASEW unterstützt Stadtwerke seit letztem Jahr mit einer modularisierten White Label-Lösung. Diese wurde kürzlich um interessante Andockpunkte für weitere Folgedienstleistungen erweitert. Rund um einen eigenen PV-Rechner als Vertriebsinstrument ermöglicht das PV-Paket der ASEW ab Ende des Monats die Nachrüstung von PV-Bestandsanlagen durch Solarstromspeicher, die Einbindung von Wärmepumpen als konstante Verbraucher zur Erhöhung des Eigenverbrauchs sowie die Einbeziehung der Ladeinfrastruktur von E-Mobilitätsangeboten.

Darüber hinaus erarbeitet die ASEW aktuell auch ein Peer-to-Peer-Modell, das etwa Flatrateangebote für Endkunden ermöglicht. Einblick in Chancen des Geschäftsfelds sowie die Möglichkeit zum intensiven Erfahrungsaustausch zwischen Stadtwerken und Dienstleistern geben wir am 22. Juni in Köln im Rahmen unserer kostenfreien Veranstaltung „Vertrieb von PV-Lösungen – Erfahrungsaustausch im Netzwerk“.

Ansprechpartner
Samy Gasmi
0221.931819-13
gasmi@asew.de

Wärme: Jetzt schon an den Winter denken

Der Wärmemarkt in Deutschland lässt sich hervorragend mit Contractingangeboten erschließen – für deren Umsetzung vor allem die Sommermonate mit ihrem entsprechend geringen Heizbedarf prädestiniert sind. Die ASEW unterstützt umfassend. Von der Analyse und Optimierung bestehender Produktportfolios über die Begleitung des Geschäftsfeldaufbaus bis zur Implementierung innovativer Contractingmodelle bieten wir eine Vielzahl an Angeboten. Zudem bieten wir mit einem Mustervertrag zum Wärmecontracting sowie zur dem aktuell in der Endabstimmung befindlichen Fernwäremliefervertrag kostenfreie Unterstützung für ASEW-Mitglieder.

Unser Workshop Kleinkessel-Contracting hilft bei der Erschließung insbesondere des Privatkundensegments. In diesem Rahmen werden verschiedene Ansätze am Markt beleuchtet sowie konkrete Produktausgestaltung und Erfolgsfaktoren in Form von Best Practices ausgetauscht. Der Workshop umfasst zudem Musterunterlagen, etwa diverse Vertragswerke, Präsentationen für die Handwerker oder Vorlagen für den Vertrieb beim Kunden.

Bis 2020 will Deutschland den Anteil erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch auf 18 Prozent steigern. Um dies zu erreichen, muss auch der Wärmesektor zunehmend erneuerbar werden. Die Zeichen, dass diese Botschaft angekommen ist, sind zumindest ermutigend: So beschickte das Berlin Heizkraftwerk Klingenberg am 24. Mai zum letzten Mal den Kessel mit Braunkohle. Indes ist weiterhin ein beachtlicher Teil der in deutschen Privathaushalten verbauten Heizkessel fossil und aufgrund seines Alters entsprechend ineffizient. Damit bietet der Wärmesektor nach wie vor gute Potenziale für kommunale Energieversorger.

Ansprechpartner
Christoph Landeck 
0221.931819-18
landeck@asew.de

Mieterstrom: Warten auf das Mieterstromgesetz

Mit dem Entwurf für ein Gesetz zur Förderung von PV-basiertem Mieterstrom hat die Bundesregierung eine wichtige Positionierung vorgenommen: Mieterstrommodelle, die sich auf die Stromproduktion aus Photovoltaikanlagen stützen, werden künftig besonders gefördert. Nun wartet die Energiewirtschaft gespannt auf den Ausgang des parlamentarischen Beratungsprozess. Die erste Lesung hat der Gesetzentwurf bereits durchlaufen, dabei wurde deutlich, dass sich die Abgeordneten insbesondere Nachbesserungen in Hinblick auf verbesserte Fördermöglichkeiten für Quartierskonzepte wünschen. Der Zeitplan für den Beschluss wird indes eng: Lediglich zwei Sitzungswochen verbleiben bis zu den Bundestagswahlen im September.

Die ASEW bietet eine große Bandbreite an Unterstützung für die Implementierung eines Mieterstromangebots bei kommunalen Energieversorgern. In der Projektgemeinschaft Mieterstrom wurden Grundlagen für ein individuell anpassbares Mieterstromangebot gelegt. Die hier erarbeiteten Mustervertragsunterlagen und Umsetzungshilfen überlassen wir interessierten Stadtwerken im Rahmen eines Workshops vor Ort. In diesem Rahmen wurden mehr als 20 Stadtwerke dabei unterstützt, erste Projekte vor Ort umzusetzen und ein eigenes Mieterstrom-Angebot zu konzipieren. Die Projektgemeinschaft setzt ihre Arbeit fort und erarbeitet aktuell ein Angebot, das unter anderem PV-basierte Mieterstrommodelle unter Einbindung von intelligenten Messsystemen ermöglicht. Dabei konzipiert die ASEW einen Update-Workshop mit aktualisierten Informationen und Unterlagen. Die konkreten Inhalte dieses Workshops werden je individuell abgestimmt.

Ansprechpartner
Sarah Scholz
0221.931819-28
scholz@asew.de

Christoph Landeck
0221.931819-18
landeck@asew.de

Nächste ASEW-Veranstaltungen

20. Juni 2017, Frankfurt am Main:
ASEW-Seminar „Mieterstrom weitergedacht“ >>

22. Juni 2017, Köln:
ASEW-Seminar „Vertrieb von PV-Lösungen –
Erfahrungsaustausch im Netzwerk“ >>

28. Juni 2017, Heinsberg:
Regionalveranstaltung „Brennstoffzellenprodukt für Stadtwerke“ >>

29. Juni 2017, Siegen:
habitat-Veranstaltung „Smart Home im Alltag – Mehrwert und Herausforderungen aus Nutzersicht“ >>

27. bis 29. Juni 2017, Köln:
ASEW-Lehrgang „Energieeffizienzmanager“ >>

06. und 07. September 2017, Leipzig:
ASEW-Seminar „Beratertag 2017 –
Kundenservice der Zukunft: Gespräche erfolgreich führen“ >>

06. September 2017, Berlin:
Projektabschlussveranstaltung „SmartLive“ >>

13. und 14. September 2017, Heidelberg:
ASEW-Workshop „Vertrieb von EDL“ >>

 

Partnerveranstaltungen

Woche der Sonne
17. bis 25. Juni 2017 >>

interCOGEN® – 2. Kraft-Wärme-Kopplungs-Messe
28. und 29. Juni 2017, Messe Karlsruhe >>

CEB® – 10. Energie-Effizienz-Messe
28. und 29. Juni 2017, Messe Karlsruhe >>

HUSUM Wind
12. bis 15. September 2017, Husum >>

 

Inhouse-Seminare

Die Inhouse-Schulungen der ASEW sind eine gute Form, möglichst kostengünstig und flexibel viele Mitarbeiter zu schulen. Denn die Schulungen werden auf je spezifische Bedürfnisse und Wünsche zugeschnitten.

Ihnen schwebt beispielsweise ein konkretes Thema vor oder Sie möchten Ihren Vertrieb oder Ihre Mitarbeiter aus dem Kundenzentrum zu wichtigen Themen fit machen? Dann sprechen Sie uns an. Wir stimmen mit Ihnen die Inhalte ab, suchen die passenden Referenten und begeben uns gemeinsam mit Ihnen auf die Suche nach weiteren Stadtwerken in Ihrer Region. Somit sparen Sie nicht nur Zeit und Geld – sie schaffen es auf effiziente Weise, Ihre Mitarbeiter weiterzubilden.

 

Ansprechpartnerin
Sabrina Pieruschka 
0221.931819-17
veranstaltungen@asew.de

Nächste ASEW-Arbeitskreise

21. Juni 2017, Köln:
Auftaktsitzung der Projektgemeinschaft E-Mobilität >>

13. und 14. September 2017, Bremen:
Arbeitskreis Gewerbekunden >>

19. September 2017, Köln:
Projektgemeinschaft Geschäftsmodelle mit intelligenten Messsystemen >>

26. und 27. September 2017, Dessau:
Arbeitskreis Energiedienstleistungen >>

 

Die Arbeitskreise der ASEW stehen allen ASEW-Mitgliedsunternehmen kostenfrei zur Verfügung. Sie sind herzlich eingeladen, an unseren Sitzungen teilzunehmen.

Ansprechpartner:

Markus Edlinger

E-Mail edlinger@asew.de
Fon 0221 / 93 18 19 - 21
Fax 0221 / 93 18 19 - 9

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