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E-Mobilität! Oder doch Brennstoffzelle?

Die Energieversorger in Thüringen setzen in Zukunft auf den Trend Elektromobilität. Die 32 Energieversorger des Landes bauen deshalb in den kommenden drei Jahren ein landesweites Netz von Ladesäulen auf. Nach Angaben der Thüringer Energie AG sollen für rund sechs Millionen Euro 370 Ladesäulen für Elektrofahrzeuge entstehen. Neben einheitlichen Standards für die Ladesäulen soll auch ein standardisiertes Zugangs- und Bezahlsystem per Ladekarte das Laden erleichtern. 

Wie die Thüringer Energie AG mitteilte, ist der Freistaat somit das erste Bundesland, das flächendeckend über ein einheitliches Ladenetz verfügt. Die Investitionskosten teilen sich Energieversorger, das Land Thüringen und der Bund. Die Lademöglichkeiten sollen maximal 30 Kilometer entfernt voneinander liegen. Derzeit sind in Thüringen 400 E-Fahrzeuge zugelassen.

Dagegen will eine Allianz aus Autoherstellern und anderen Konzernen der E-Mobilität nicht unwidersprochen das Feld im Verkehrssektor überlassen. Statt Batterien setzen die Konzerne auf die Brennstoffzelle und den Energieträger Wasserstoff. Um dieses Ziel voranzubringen, haben sich dreizehn Konzerne, darunter die Autobauer Daimler, BMW und Toyota sowie die Gasehersteller Linde und Air Liquide, zum Hydrogen Council zusammengeschlossen. Das teilten die Unternehmen auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos mit. Die Unternehmen stecken momentan zusammen pro Jahr 1,4 Milliarden Euro in den Ausbau der Brennstoffzellentechnik. Gegenüber Batterien hat Wasserstoff den Vorteil von höheren Reichweiten und schnellerer Betankung.

Das Hydrogen Council will unter anderem auch dabei helfen, die 2015 in Paris verabschiedeten Klimaziele zur Begrenzung der Erderwärmung zu erreichen. Toyota-Verwaltungsratschef Takeshi Uchiyamada zufolge sei ohne die Unterstützung von Regierungen dieses Projekt indes nicht möglich. In Deutschland ist der Anteil von Fahrzeugen mit Brennstoffzelle mit weniger als 0,001 Prozent am Gesamtbestand verschwindend gering. Die meisten dieser Fahrzeuge gehören zudem den Herstellern selbst. Linde etwa hat im letzten Jahr mit 50 Fahrzeugen des Herstellers Hyundai das erste wasserstoffbasierte Carsharing Deutschlands, „Bee Zero”, aufgebaut. Mitte Januar wurde in Kamen die 26. deutsche Wasserstofftankstelle eröffnet. Bis Ende 2018 sollen 100 Tankstellen in Deutschland entsprechend gerüstet sein. Eine weitere Hürde stellt die Verfügbarkeit von Serienfahrzeugen dar. Erst Mitte des kommenden Jahrzehnts sollen die ersten Autos mit Brennstoffzelle in eine nennenswerte Serienproduktion gehen. BMW-Entwicklungschef Klaus Fröhlich sieht denn ein weltweites Angebot auch nach 2025 noch nicht.

Neben Daimler, BMW, Toyota, Linde und Air Liquide gehören zum Hydrogen Council die Ölkonzerne Shell und Total, die Auto- und Motorradbauer Honda, Hyundai und Kawasaki, der Energiekonzern Engie, der Rohstoffkonzern Anglo American sowie der Bahntechnik-Spezialist Alstom.

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