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Wärmemarkt: Trendwende überfällig?

Der Wärmemarkt hat sich im vergangenen Jahr erfreulich, aber noch lange nicht genügend entwickelt. Dieses Fazit zog der Geschäftsführer des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE), Dr. Peter Röttgen. Eine Trendwende zugunsten erneuerbarer Energien sei, trotz des gestiegenen Interesses an verschiedenen Fördermöglichkeiten, nicht erkennbar. Der BEE bezieht sich auf Zahlen des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Demnach ist die Zahl der Förderanträge im letzten Jahr zwar um knapp sieben Prozent angezogen. Der leichte Anstieg der Förderanträge könne aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Marktanteil erneuerbarer Energien am Wärmemarkt seit Jahren kaum steige.

Und: Nicht alle regenerativen Technologien konnten gleichermaßen einen Zuwachs bei den Förderanträgen verzeichnen. Während es bei Wärmepumpen einen deutlichen und bei Holzheizungen einen leichten Anstieg gab, bleibt die Solarthermie weit hinter ihrem Potenzial zurück. Bezogen auf den gesamten Wärme- und Kältebedarf in Deutschland stagniert der Anteil erneuerbarer Energien insgesamt auch 2017 im dritten Jahr in Folge auf einem niedrigen Niveau von rund 13 Prozent.

Laut dem BEE seien bislang die fehlenden politischen Weichenstellungen die Ursache für den schwachen Ausbau der erneuerbaren Energien im Wärmemarkt. „Die Energie- und Klimaziele im Gebäude- und Wärmesektor sind mit der bestehenden Förderphilosophie und besserer Energieberatung allein nicht zu erreichen“. Um verstärkt wirtschaftliche Anreize für den Einsatz klimafreundlicher Energieträger zu setzen, bedürfe es eines CO2-Preissignals im bisher nicht in den europäischen Emissionshandel eingebundenen Wärmemarkt. Nur wenn Klimaschutz auch einen ökonomischen Wert habe, lohne sich die Investition in innovative und emissionsfreie Technologien.

Im Bereich Wärme bietet sich eine genaue Prüfung an, ob nicht auch ein von vielen Stadtwerken angebotenes Contracting infrage kommt. Eine bislang hier noch wenig ausgeschöpfte Möglichkeit sind Einspar-Contractings. Diese stehen im Mittelpunkt des europäischen Forschungsprojekts Energy Performance Contracting Plus (EPC+), an dem die ASEW sich beteiligt. Ziel ist, vor allem kleine und mittlere Stadtwerke beim Markteintritt zu unterstützen. Dafür entwickeln die Projektpartner standardisierte Lösungen, die den Unternehmen kostenfrei zugute kommen sollen.

Ansprechpartner
Christian Esseling
0221.931819-31
esseling@asew.de

 



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