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BMUB: Quote zur Förderung der E-Mobilität?

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks will die E-Mobilität über ein Quotensystem für Autobauer voranbringen. Der „Stuttgarter Zeitung“ sagte Hendricks, sie halte nicht allzu viel von Verboten. Das Ende des mit fossilen Kraftstoffen betriebenen Verbrennungsmotors werde vor allem durch die Macht des Faktischen kommen. Wenn sie „die deutschen Automobilmanager auffordere, sich an die Spitze dieser Bewegung zu stellen, dann dient das nicht nur dem Umweltschutz, sondern vor allem dem künftigen Automobilstandort Deutschland und den vielen damit verbundenen Jobs.“ Deshalb sehe sie eher kein pauschales Verbot für Verbrennungsmotoren. Aber es sei gut möglich, „dass wir eine Quote für Elektroautos brauchen werden, um den Übergang ohne Brüche zu organisieren“. Eine Quote würde die Hersteller auch dazu bewegen, endlich Modelle anzubieten, die für Normalverdiener erschwinglich seien.

Zustimmung erhielt die Bundesumweltministerin unter anderem vom Bundesverband Neue Energiewirtschaft (BNE). BNE-Geschäftsführer Robert Busch sagte, angesichts der mehr als schleppenden Zulassungszahlen von Elektroautos sei eine Quote ein wichtiger Schritt, um zu höheren Stückzahlen und damit zu sinkenden Preisen für die Fahrzeuge zu kommen. Der BNE schlägt vor, die Hersteller darauf zu verpflichten, im Jahr 2025 mindestens 15 Prozent der von ihnen produzierten Wagen mit Elektroantrieb auszurüsten. Das würde – gemessen an aktuellen Zulassungszahlen − dazu führen, dass etwa 500.000 Elektroautos pro Jahr neu auf die Straße kämen.

Von den insgesamt 3,35 Millionen im vergangenen Jahr neuzugelassenen PKW waren indes lediglich rund 0,93 Prozent solche mit alternativem Antrieb. Dabei entfiel die Masse auf Plug-In-Hybride (0,41 Prozent oder 13.744). Diese konnten einen Zuwachs von 23,8 Prozent im Vergleich zu 2015 verzeichnen. Reine Elektrofahrzeuge machten lediglich 0,33 Prozent oder 11.140 PKW aus – ein Minus von 7,7 Prozent. Nach wie vor entfallen auf klassische Benziner und Diesel rund 98 Prozent aller Neuanmeldungen. Auch der 2016 eingeführte Umweltbonus scheint dem Segment keinen Schub zu geben. Bis zum 1. Januar 2017 wurden lediglich 9.023 Förderanträge gestellt. Insgesamt sind bei einem Gesamtbestand von rund 45,1 Millionen PKW in Deutschland knapp 25.500 E-Fahrzeuge gemeldet, was zwar einem Anstieg gegenüber 2015 um 34,6 Prozent entspricht, insgesamt aber nur einen Anteil von 0,057 Prozent ausmacht. Nur geringfügig besser sieht es bei Hybridantrieben aus: Knapp 130.400 solcher PKW waren 2016 in Deutschland angemeldet. Das sind 21 Prozent mehr als 2015, entspricht aber ebenfalls nur einem Anteil von 0,29 Prozent. Trotz des Abgasskandals um manipulierte Dieselmotoren konnten auch Dieselfahrzeuge einen Zuwachs verzeichnen: 2016 legte die Sparte im Vergleich zum Vorjahr um 4,8 Prozent zu.

www.bmub.bund.de



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