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Verzögerungen beim Rollout intelligenter Messsysteme?

Mit Beginn des Jahres ist auch der Startschuss für den Rollout intelligenter Messsysteme erfolgt. Nach dem im Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende niedergelegten Zeitplan sollen bis zum 1. Januar 2025 bzw. 2033 sämtliche Verbrauchsstellen mit einem Jahresverbrauch über 6.000 Kilowattstunden sowie Erzeugungsanlagen mit mehr als 7 Kilowatt Leistung mit einem intelligenten Messsystem ausgestattet sein. Branchenkenner gehen indes davon aus, dass der Rollout wohl erst Anfang 2018 startet.

Laut Robert Busch, Geschäftsführer des Bundesverbands Neue Energiewirtschaft (BNE), müssten Energieversorger, da der Einbau nicht zum Nulltarif erfolge, diesen mit einem gewissen Vorlauf ankündigen. „Die Anpassung der Preisblätter wird nicht unterjährig, sondern turnusgemäß zum 1. Januar des kommenden Jahres geschehen. Wir gehen davon aus, dass es mit dem flächendeckenden Rollout von Smart Metern erst Anfang 2018 losgeht.“

Auch wenn nicht alle eine derart ausgeprägte Skepsis an den Tag legen, besteht doch weitgehend Einigkeit darin, dass die Einbaupflichten frühestens ab Herbst umgesetzt werden. Grund sind hier umfangreiche Anpassungen der IT. Diese ist bislang auf von der Bundesnetzagentur festgelegte Regeln für die Marktkommunikation abgestimmt. Dort stehen bisher die Verteilnetzbetreiber im Mittelpunkt. Das Messstellenbetriebsgesetz sieht jedoch Smart Meter Gateway-Administratoren als zentrale Schaltstelle vor. Die Regeln für das neue Interimsmodell der Marktkommunikation hatte die BNetzA erst kurz vor Weihnachten veröffentlicht. Von Seiten des VKU heißt es, die notwendigen Anpassungen der Prozesse für die Kommunikation der einzelnen Marktrollen seien erst ab 1. Oktober 2017 von den Unternehmen verbindlich anzuwenden.

Für den Einbau der Smart Meter gibt es indes noch weitere Hürden. Unter anderem greifen die Vorgaben des Messstellenbetriebsgesetzes erst, wenn mindestens drei Hersteller von Smart Meter-Gateways nach den Schutzprofilen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifiziert sind. Die Hersteller der entsprechenden Systeme rechnen aktuell mit einem Abschluss laufender Zertifizierungen nicht vor dem Frühjahr. BNE-Geschäftsführer Busch geht sogar erst vom Sommer aus.

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