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Energiewende: Wind- & Ausbaurekord

Der Anteil erneuerbarer Energien im deutschen Strommix ist 2017 erneut deutlich gestiegen. Wie aus Berechnungen von Agora Energiewende hervorgeht, lag der Anteil aus erneuerbaren Energien am Stromverbrauch durchschnittlich bei 36,1 Prozent. Auch bezogen auf die erzeugte Strommenge war der Zuwachs 2017 beachtlich: Inzwischen beträgt der regenerative Anteil hier 33,1 Prozent – und liegt damit deutlich über dem Anteil, den Atom- und Steinkohlekraftwerke beisteuern (26 Prozent).

Im Dezember nahm Windkraft auch eine wichtige Symbolmarke: Wie das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) mitteilte, erzeugten Windräder nach Daten der Übertragungsnetzbetreiber gut doppelt so viel Strom wie alle aktiven Atomkraftwerke zusammen. Die Wetterlage sorgte mit „viel Wind“ für eine reiche Stromausbeute aus alternativen Quellen.

Diese Wetterlage sorgte zu Neujahr zeitweise für einen Deckungsgrad von 95 Prozent aus erneuerbaren Energien. Wie Agora-Geschäftsführer Patrick Graichen dem ZDF sagte, habe der Rekord zwar nur wenige Stunden angedauert, „aber immerhin: das ist ein gutes Zeichen“. Laut dem Agora-Direktor sei Deutschland „in einem erneuerbar dominierten Stromsystem angekommen“.

Agora Energiewende geht für 2018 indes von nur leicht steigenden Strompreisen aus. Stromkunden müssten vermutlich 1,4 Prozent mehr und damit etwa 30 Cent je Kilowattstunde zahlen. Dieser Anstieg, das muss selbst eine der Speerspitzen der Energiewendekritik, das „Handelsblatt“, konstatieren, liegt nicht an dem wachsenden Anteil regenerativen Stroms. Hauptgrund sind höhere Preise im Strom-Großhandel, die Folge teurerer Energierohstoffe wie Erdgas, Kohle oder Erdöl seien. Wind- und Solarstrom werde dagegen günstiger, weil sich Subventionen verringerten.

Dem Klimaschutz kommt diese insgesamt positive Entwicklung jedoch wenig zugute. Der deutsche Treibhausgas-Ausstoß stagniert bei über 900 Millionen Tonnen CO2. Damit ist es noch ein weiter Weg zum Zielwert für 2020 von 750 Millionen Tonnen.

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