BG

Immer weniger Arbeitsplätze in der Braunkohleindustrie

In der deutschen Braunkohlewirtschaft gibt es nur noch rund 20.000 Arbeitsplätze – und zwei Fünftel der Beschäftigten sind mindestens 50 Jahre alt. Dies sind zentrale Ergebnisse der Untersuchung „Arbeitsplätze in Braunkohleregionen – Entwicklungen in der Lausitz, dem Mitteldeutschen und Rheinischen Revier“, die Arepo Consult im Auftrag der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen erstellt hat. Ein Grund hierfür liegt auch im hohen Mechanisierungsgrad.

Die Studie soll im Bundestagswahlkampf der Forderung nach einem schnellen Kohelausstieg Nachdruck verleihen. Bislang hat die Bundesregierung hierfür, anders als etwa die britische und die italienische Regierung, kein konkretes Datum genannt. Lediglich eine Kommission, die ab 2018 ermitteln soll, wie der Strukturwandel in den drei Braunkohlerevieren organisiert und finanziert werden kann, ist derzeit in Planung.

Die Studie zeigt indes, „dass der Strukturwandel auch im Braunkohlesektor längst Tatsache ist“. Seit der Wiedervereinigung ist die Zahl der Arbeitsplätze in Braunkohlegruben und -kraftwerken drastisch gefallen, von mehr als 115.000 auf nur noch knapp 20.000 – weniger als 0,07 Prozent aller Beschäftigten. Im Ökostrom-Sektor arbeiten laut Bundesverband erneuerbare Energien dagegen etwa 330.000 Menschen.

Unterdessen weist eine Studie des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) im Auftrag von Greenpeace darauf hin, dass der Abbau und das Verbrennen von Kohle, Öl, und Gas in Deutschland jährlich mit 46 Milliarden Euro subventioniert werden. Laut dem Greenpeace-Energieexperten Tobias Austrup sei jeder „für die dreckigen Energien verschleuderte Euro“ eine Investition in die weitere Klimazerstörung. „Spätestens 2020 muss endlich Schluss damit sein, die Klimakatastrophe mit Milliardensubventionen zu befeuern“. Es brauche einen klaren Plan zum Ausstieg aus der Kohle in Deutschland damit die Bundesregierung außenpolitisch glaubwürdig bleibt.

Hauptnutznießer der Subventionen ist mit 28,5 Milliarden Euro der Verkehr. Mit knapp acht Milliarden Euro ist der künstlich verbilligte Diesel die größte Einzelsubvention. Die Steuerbefreiung für Flugbenzin schlägt mit 7,5 Milliarden zu Buche, die Entfernungspauschale mit gut fünf Milliarden, die Mehrwertsteuerbefreiung für internationale Flüge mit 4,4 Milliarden und das Dienstwagen-Privileg mit drei Milliarden.

Ansprechpartner
Robert Grossmann
0221.931819-19
grossmann@asew.de



zurück

Ansprechpartner:

Markus Edlinger

E-Mail edlinger@asew.de
Fon 0221 / 93 18 19 - 21
Fax 0221 / 93 18 19 - 9

 Warenkorb

Mitgliederbereich 

<< Juni 2018 >>
  Mo Di Mi Do Fr Sa So
22 1 2 3
23 4 5 6 7 8 9 10
24 11 12 13 14 15 16 17
25 18 19 20 21 22 23 24
26 25 26 27 28 29 30
Heute: 22. Juni 2018

Newsletter