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Vorbereitung auf Bonner Klimakonferenz läuft

Vom 6. bis 17. November 2017 findet mit der COP23 in Bonn bereits die zweite „Conference of the Parties serving as the meeting of the Partipes to the Paris Agreement (CMA)“ statt. Gastgeber diesmal: Die Fidschi-Inseln. Da dort kein ausreichender Raum für die erwarteten 20.000 Gäste vorhanden ist, unterstützt die Bundesregierung die Republik Fidschi bei der Konferenzausrichtung. Die Vorbereitungen laufen aktuell auf Hochtouren.

Zur Erweiterung des Konferenzareals wird Bonns größter Park teilweise gesperrt. Hinter der Deutschen Welle zwischen Posttower und Langem Eugen entstehen vorübergehend zweigeschossige Gebäude. Nach dem angekündigten Ausstieg der USA aus dem Klimaabkommen von Paris werden sämtliche Folgekonferenzen sich mit den Auswirkungen dieses Schrittes befassen. Auch die Anfang Juli in Hamburg stattfindende Konferenz der G20 wird hiervon bereits überschattet.

Bundeskanzlerin Angela Merkel warnte zuvor bereits vor einem Ermüden im weltweiten Kampf gegen den Klimawandel. Auf dem Petersberger Klimadialog sagte die Kanzlerin, die Welt sei eine Schicksalsgemeinschaft. Es bleibe noch viel zu tun, um die Verpflichtungen des Pariser Weltklimavertrags zur Begrenzung der Erderwärmung umzusetzen. „Jetzt kommt die Probe aufs Exempel.“ Ohne die USA direkt zu adressieren – es fiel das Wort vom „Elefant[en] im Raum“ – sagte Merkel, die vernetzte Welt könne man nicht infrage stellen. Sie werde während der deutschen G20-Präsidentschaft versuchen, auch Zweifler der Klimaveränderung zu überzeugen. Es sei ratsam, klug und zurückhaltend mit Washington zu verhandeln.

Eine strengere Klimaschutzpolitik würde sich laut einer OECD-Studie indes auch ökonomisch rechnen. Werde aktiver Klimaschutz in die Wirtschaftspolitik integriert, sei das Wachstum mittel- und langfristig höher als ohne diese zusätzlichen Investitionen. Laut der OECD werde das Bruttoinlandsprodukt durch mehr Klimaschutz bis 2021 im Schnitt um ein Prozent und bis 2050 um 2,8 Prozent höher liegen als ohne diese Maßnahmen. Unter Einschluss der durch Klimaschutz vermiedenen Schäden sei sogar mit einem Plus von 4,7 Prozent zu rechnen. OECD-Generalsekretär José Ángel Gurría sagte, der Bericht widerlege die Annahme, „dass Klimaschutz Wachstum behindert, und zeigt, dass eine klimafreundliche Wachstumsstrategie sogar positive ökonomische Effekte haben kann.“ US-Präsident Donald Trump hatte den Ausstieg aus dem Klimaabkommen von Paris unter anderem damit begründet, dass durch die Vereinbarung angeblich 2,7 Millionen US-Jobs bis zum Jahr 2025 verloren gingen.

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