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Windenergie-Ausschreibungen erfolgreich

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat die ersten Ausschreibungsrunden für Windenergie-Leistung abgeschlossen. Dabei erhielten im Offshore-Segment vier Gebote mit einem Volumen von 1.490 Megawatt den Zuschlag. Damit wird das verfügbare Ausschreibungsvolumen von 1.550 Megawatt nahezu ausgeschöpft. Der durchschnittliche Zuschlagswert beträgt 0,44 Cent je Kilowattstunde. Der niedrigste Gebotswert beträgt sogar 0,00 Cent je Kilowattstunde – damit wird erstmals in Deutschland ein Ausschreibungsprojekt ohne staatliche Zuschüsse realisiert. Der höchste Gebotswert, der noch einen Zuschlag erhalten hat, liegt bei 6,00 Cent je Kilowattstunde. Laut BNetzA spiegele sich im Ergebnis die sehr hohe Wettbewerbsintensität der Offshore-Branche.

Auch die erste Ausschreibung für Windenergie an Land wurde erfolgreich durchgeführt. Für die insgesamt 800 Megawatt Ausschreibungsvolumen gingen 256 Gebote ein. Das Volumen war damit mehr als zweieinhalbfach überzeichnet. Wirtschaftsstaatssekretär Rainer Baake sieht das Ergebnis als sehr erfreulich. Der niedrigste Zuschlagspreis habe bei 5,25 Cent, der höchste bei 5,78 Cent je Kilowattstunde gelegen. Dabei seien 93 Prozent aller Zuschläge an Bürgerenergiegesellschaften gegangen. Das hohe Wettbewerbsniveau, die niedrigen Zuschlagpreise und die hohe Bürgerbeteiligung zeigten, dass der eingeleitete Paradigmenwechsel hin zu wettbewerblich ermittelten Preisen gut funktioniere.

Zwei Drittel aller Gebote wurden von Bürgerenergiegesellschaften eingereicht. Diese haben im Ausschreibungsverfahren zwei Vorteile gegenüber anderen Akteuren: Zum einen können sie im Gegensatz zu sonstigen Bietern ein Gebot für einen Windpark auch ohne Genehmigung abgeben und erhalten dann eine verlängerte Realisierungsfrist. Zum anderen bemisst sich die Förderhöhe nicht nach dem Gebotspreis wie bei den sonstigen Akteuren, sondern sie erhalten den höchsten bezuschlagten Preis. Diese Maßnahmen reduzieren das Risiko für die Bürgergesellschaften. Im Gegenzug sind sie verpflichtet, 10 Prozent ihrer Anteile der Standortkommune anzubieten.

www.bundesnetzagentur.de



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