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Stadtwerke: Reiche Förderkultur

Wer in Sachen Energieeffizienz, erneuerbare Energien oder Elektromobilität investieren will, der sollte sich auch beim örtlichen Stadtwerk nach Förderprogrammen erkundigen. Das ergab die jährliche Umfrage der EnergieAgentur.NRW unter den 152 Energieversorgungsunternehmen in NRW, an der sich 80 Unternehmen beteiligten. Die Bandbreite der Förderung ist dabei groß und reicht von Haushaltsgeräten, solarthermischen Anlagen und Wärmepumpen über Mini-BHKW bis zu Erdgasfahrzeugen.

Die EnergieAgentur.NRW fragt die Förderangebote der EVU einmal jährlich ab und veröffentlicht die Ergebnisse auf ihrer Webseite. Der Blick lohnt vor jeder Investition in Sachen Energieeffizienz: Hier melden viele Stadtwerke im Laufe des Jahres auch Aktualisierungen ihrer Förderprogramme oder nennen neue Programme. 

Dabei beginnen sich die nordrhein-westfälischen Energieversorger auf das Zeitalter der Elektromobilität einzustellen. Nach der jüngsten Umfrage fördern inzwischen 12,5 Prozent die Installation einer Ladestation für E-Autos. Laut Günter Neunert von der EnergieAgentur.NRW hätten die Energieversorger im Vorjahr praktisch noch keine systematische Förderung für Ladeinfrastruktur angeboten. Vor allem im Münsterland und im Ruhrgebiet werden Ladestationen gefördert. 

Insgesamt ist die Bereitschaft, mit eigenen Förderprogrammen die Nutzung erneuerbarer Energien voranzubringen und die Energieeffizienz zu steigern, weiterhin sehr hoch: Rechnet man die Antworten auf die Gesamtheit aller Energieversorger in NRW hoch, dann bieten fast 90 Prozent Förderungen für Kunden in ihrem Versorgungsgebiet an. „Die Quote ist damit nahezu unverändert.“ 

Ganz oben bei den Förderthemen sind nach wie vor Heizungsumstellungen auf Wärmepumpen. „Dabei werden Wärmepumpen auf Erdgas-Basis von über einem Fünftel der EVU unterstützt, Wärmepumpen auf Strombasis sogar von mehr als einem Viertel“. Zudem bieten mehr als 60 Prozent einen speziellen Stromtarif für Wärmepumpen an. 

Aber auch regenerative Energien profitieren weiterhin von Förderung: 40 Prozent der Energieversorger bezuschussen Solarthermie-Anlagen – genauso viel, wie im Vorjahr, noch rund 12 Prozent eine Photovoltaikanlage (Vorjahr: 17 Prozent). „Die Nutzung der Sonnenenergie ist ein Klassiker. Die solarthermischen Anlagen gewinnen ihre Attraktivität vor allem aus der Tatsache, dass es sich dabei um eine bewährte, zuverlässige Technologie handelt“. 

Stabil blieb indes die Förderung im Bereich Blockheizkraftwerke. Mehr als 30 Prozent der Versorger fördern den Einsatz von BHKW. „Die Kraft-Wärme-Kopplung wird vom Markt nachgefragt, dieser Nachfrage können sich die EVU nicht entziehen“. Das nordrhein-westfälische Klimaschutzministerium fördert die Verbreitung der Kraft-Wärme-Kopplung seit 2014 mit rund 250 Millionen Euro im Rahmen des KWK-Impulsprogramms. Ziel ist es, den Anteil des KWK-Stroms bis 2020 landesweit auf 25 Prozent zu erhöhen.

Ansprechpartner
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