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ÜNB: Zwei Gigawatt Reserve nötig

Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber wollen Reservekraftwerke mit einer Kapazität von zwei Gigawatt errichten. Das geht aus einem Bericht von Amprion, Tennet, Transnet BW und 50Hertz hervor. Demnach drohen zu Beginn des kommenden Jahrzehnts aufgrund der Abschaltung des letzten Atomkraftwerks vor allem im Süden Unsicherheiten in der Energieversorgung. Der Grund: Die vorgesehenen Trassen, die Windstrom von der Küste in die Ballungs- und Verbrauchzentren des Südens transportieren, werden wohl frühestens 2025 fertiggestellt.

Besonders kritisch sei hierbei die erste Hälfte des kommenden Jahrzehnts. Deshalb sollen sogenannte Netzstabilisierungsanlagen, konkret flexibel einsetzbare Gasturbinen, mit einer Gesamtleistung von rund zwei Gigawatt in Südhessen, Bayern und Baden-Württemberg gebaut werden. Möglich macht das Paragraph 13k des Strommarktgesetzes. Diese Anlagen werden von den ÜNB betrieben und sollen nur übergangsweise und außerhalb des Marktes über einen fest definierten Zeitraum zum Einsatz kommen.

Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet, habe die Bundesnetzagentur auf Grundlage des Berichtes nun zwei Monate Zeit, die Berechnungen der ÜNB zu überprüfen. Fällt diese Prüfung positiv aus, dürften die ÜNB eigene Kraftwerke errichten und die Kosten über die Netzkosten abrechnen. Allerdings müsse die EU dem Beschluss dann noch zustimmen. Insbesondere aus Bayern gab es Zustimmung. Die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner sagte, sie sehe sich durch den Bericht bestätigt. Bayern erhebe seit Jahren solche Forderungen nach Gaskraftwerken.

www.bundesnetzagentur.de
www.netztransparenz.de 



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