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Augsburg: Ein besonderer Speicher für Wohnanlagen

Die Stadtwerke Augsburg Energie GmbH bauen erstmals eine dezentrale Power-to-Gas-Anlage in eine Bestands-Wohnanlage ein. Das Ziel: Eine Herausforderung der Energiewende zu meistern, nämlich überschüssigen, regenerativ erzeugten Strom speicherfähig zu machen. Das geschieht durch Umwandlung in synthetisches Erdgas. Dessen Verbrennung erfolgt dann in einem Blockheizkraftwerk und Brennwertthermen. So werden 70 Wohnungen klimafreundlich mit Strom und Wärme versorgt.

Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl würdigte die Bedeutung des „wegweisende[n] Projekt[s]“, das „als Kooperation von zwei städtischen Unternehmen umgesetzt wird“. Auch Stadtwerke-Geschäftsführer Alfred Müllner betonte den innovativen Charakter der „Smart-Energy-Technologie“, die den Ausstoß von Kohlendioxid, Stickstoffoxid und Feinstaub um bis zu 100 Prozent reduziere. „Sie ist daher ein enormer Gewinn für den Klimaschutz“. 

In einem (nach KfW 100) sanierten Wohnblock der Wohnbaugruppe Augsburg (WBG) wird ab März 2018 eine Photovoltaikanlage installiert. Der hier erzeugte Strom wird bevorzugt direkt von den Mietern verbraucht oder dazu genutzt, um in einer Elektrolyseanlage Wasserstoff zu erzeugen. Dieser wird umgehend mit Kohlendioxid zu synthetischem, regenerativem Erdgas umgewandelt und kann problemlos gespeichert werden. Bei Bedarf wird aus dem so gewonnen Erdgas Wärme und Strom für die Mieter erzeugt.

Stadtwerke-Projektleiter Karl-Heinz Viets zufolge handelt es sich bei dem System um einen geschlossenen Kreislauf. „Die Abwärme aus der Elektrolyse und Methanisierung wird ebenfalls als Wärme für das Haus genutzt und das freiwerdende CO2 aus der Verbrennung im Blockheizkraftwerk und den Brennwertthermen wird aufgefangen und als Wertstoff ständig wieder für die Produktion von synthetischem Erdgas aus Wasserstoff eingesetzt. Zudem entstehen bei der Verbrennung von regenerativem Erdgas kein Stickoxid und keine Feinstäube.“ Das Besondere dabei: Strom lasse sich so kurzfristig und saisonal mit der neuartigen Power-to-Gas-Anlage speichern. „Und weil jegliche Wärme, die bei dem Prozess erzeugt wird, im Gebäude genutzt werden kann, ergibt sich ein bisher unerreichter Nutzungsgrad von rund 90 Prozent.“

Dr. Mark Dominik Hoppe von der WBG zufolge sei das „absolute Highlight“, dass sich die Anlage ohne großen Aufwand in bestehende Gebäude einbauen lasse. Und das attraktivste für die Mieter sei, dass trotz umweltfreundlicher Versorgung der Energiepreis stabil bleibe. Die Inbetriebnahme des gesamten Projektes ist für Juni 2018 geplant.

www.sw-augsburg.de



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Markus Edlinger

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