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Blockchain: Steigende Investitionen im Energiebereich

Stadtwerke stehen seit gut zwanzig Jahren immer stärker unter Wettbewerbsdruck. Die Digitalisierung forciert dies zusätzlich. Ein Trend hierbei: Die Blockchain-Technologie. Hier entwickelt sich seit einiger Zeit ein regelrechter Hype. Doch ist dieser auch wirklich gerechtfertigt? In unserem Blockchain-Seminar am 12. Juni 2018 in Nürnberg gehen wir der Frage auf den Grund. Das Seminar legt den Fokus unter anderem auf den sich abzeichnenden Megatrend und die Möglichkeiten, die sich hier für die Energiewirtschaft ergeben. Zudem werden Best Practices vorgestellt, die den Teilnehmern einen Eindruck über die Potenziale des neuen Ansatzes bieten.

Die Bedeutung illustriert auch ein Blick auf Wirtschaftszahlen: Wie das Analysehaus GTM Research mitteilte, erreichten die Investitionen in Blockchains allein im Januar dieses Jahres über 120 Millionen Euro. Seit dem dritten Quartal 2017 seien insgesamt mehr als 240 Millionen Euro investiert worden, 50 neue Unternehmen seien im Markt präsent. 122 Organisationen würden inzwischen an einem Pilotprojekt oder an Blockchain-basierten Produkten oder Dienstleistungen arbeiten.

Meistens würden die Blockchains dabei für den Peer-to-Peer-Energiehandel und dezentrale Energiebörsen entwickelt. Laut der Grid Edge Analystin und Hauptautorin des Berichts, Colleen Metelitsa, sei das Verlockende an der Blockchain, „dass sie den Versorger in seiner Mittlerrolle abschafft“. Doch obwohl der Peer-to-Peer-Handel die meiste Aufmerksamkeit erregt habe, sei er nicht die überzeugendste Anwendung für die Blockchain im Energiebereich. Denn noch ist die dezentrale Technologie Experten zufolge zu langsam und energieintensiv.

Analystin Metelitsa hält stattdessen drei andere Anwendungen schon jetzt technisch und kommerziell für sinnvoll: beim Aufladen von Elektrofahrzeugen, beim Handel mit Renewable Energy Credits (RECs) sowie im Großhandel. „Alle drei Anwendungen sind einfacher und haben nicht die gleichen regulatorischen Barrieren, da sie nicht in direkten Wettbewerb mit den Energieversorgern geraten, zuverlässigen Service zu vernünftigen Kosten zu bieten“. Diese kurzfristig möglichen Anwendungen böten stattdessen einen Entwicklungspfad für Blockchain-basierte Lösungen in der Energiewirtschaft. Für größere Anwendungen müsse die Technologie hingegen erst noch beweisen, dass sie die Effizienz steigern oder den Wert wichtiger Plattformlösungen erhöhen kann.

Das zeigt, dass Kommunikations- und Stromnetze enger zusammenrücken. Umso wichtiger wird damit auch der Komplex Netzsicherheit. Damit befasst sich das Projekt SIDATE, in das sich die ASEW einbringt. In diesem Rahmen wurde ein Arbeitskreis IT-Sicherheit implementiert, der Mitarbeitern kommunaler Energieversorger offensteht.

Ansprechpartner
Christian Esseling
0221.931819-31
esseling@asew.de

 



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Ansprechpartner:

Markus Edlinger

E-Mail edlinger@asew.de
Fon 0221 / 93 18 19 - 21
Fax 0221 / 93 18 19 - 9

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