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Netzfrequenz: Schwankungen bald beseitigt

Die aktuell noch anhaltenden Asynchronizitäten bei Radioweckern und Backofenuhren dürften bald enden. Die Ursache dafür, ein (weiterer) Streit zwischen dem Kosovo und Serbien, ist offenbar beigelegt. Wie der regional federführende serbische Netzbetreiber Elektromreza Srbije (EMS) bekanntgab, halte das Kosovo die Standards wieder ein. Zuvor hatte der kosovarische Netzbetreiber Operator i Sistemit, Transmisionit dhe Tregut të energjisë elektrike të Kosovës (KOSTT) seine Verpflichtungen zur Stromeinspeisung offenbar missachtet. Wie der Verband Europäischer Übertragungsnetzbetreiber ENTSO-E mitteilte, sei es dadurch aber zu einer Unterversorgung im Stromnetz gekommen.

In der ENTSO-E ist wegen der politischen Spannungen der Kosovo derzeit kein offizielles Mitglied. Nach Darstellung des serbischen Betreibers EMS hat KOSTT seit Mitte Januar unkontrolliert Energie aus dem Synchronbereich von Kontinentaleuropa ohne Genehmigung entnommen. Damit habe KOSTT eindeutig gegen Normen und Standards verstoßen. Auf internationalen Druck hin habe der Kosovo die Entnahme beendet. Als Verantwortlicher des Kontrollbereichs habe EMS nun alle Ressourcen bereitgestellt, um das Problem zu lösen.

Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtete, soll der frühere Bundesumweltminister Klaus Töpfer nun als Vermittler die Wogen glätten. Durch die im Januar und Februar nicht erfolgte Korrektur fehlten nach Angaben der ENTSO-E bis zu 113 Gigawattstunden im Netz. Es müsse nun geklärt werden, wer für den Verlust aufkomme. Betroffen waren insgesamt 25 Länder in Europa, darunter auch Deutschland. Bis alle Uhren wieder im Takt sind, könne es aber noch mehrere Wochen dauern. Laut Heike Kerber vom Forum Netztechnik/Netzbetrieb im Elektronik-Verband VDE wirke sich, „wenn die 50 Hertz im Netz erreicht sind, [dies] […] nicht sofort auf die Uhren aus.“ Immerhin: Am Sonntag stellen wir ohnehin auf Sommerzeit um, so dass die Nachjustierung dann automatisch erfolgen müsste.

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