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Neumünster & Pirmasens: Keine Angst vor neuen Energieriesen

Der Paukenschlag der letzte Woche, betrachtet man die Nachrichtenlage streng energiewirtschaftlich, dürfte ohne jeden Zweifel die Fusions- bzw. Kooperationsankündigung zwischen E.ON und RWE gewesen sein. Der sich in den Grundzügen bereits formierende neue Netzriese E.ON – diesem soll vor allem der Innogy-Netzbereich zufallen – sowie die grünere RWE – die Wind- und Solarparks aus dem E.ON-Portfolio erhält wie auch eine direkte Unternehmensbeteiligung – schüren Ängste wegen der hier kumulierten Marktmacht. Doch gerade Stadtwerke muss nicht bang werden! Die Geschäftsführer der SWN Stadtwerke Neumünster GmbH, Tino Schmelzle und Thomas Junker, jedenfals sind nicht über die Maßen beunruhigt.

SWN-Geschäftsführer Junker etwa konstatiert, dass sich beide Unternehmen schwer tun mit der Kundennähe. „Für uns heißt das aber auch: Darin liegt für uns eine Chance. Denn wir haben die Nähe zum Kunden.“ Mit-Geschäftsführer Schmelzle ergänzt, dass die Stadtwerke für die Herausforderungen des Energiemarktes gut gerüstet seien. Der Strombedarf werde durch neue Technologien massiv ansteigen. Dank der zunehmenden Dezentralisierung sei das aber „kein Geschäft, das automatisch auf uns zuläuft. Wir müssen die Kundenbedürfnisse ganz genau kennen, um rechtzeitig mit attraktiven Angeboten bei unseren Kunden zu sein. [...] Wir werden uns nach der Decke strecken müssen, um mit den Marktentwicklungen Schritt zu halten.“ 

Insgesamt sei der angekündigte Schritt durchaus ein wichtiges Signal für die Branche. Dass selbst Unternehmen wie E.ON und RWE/Innogy sich zu einem solchen Schritt gezwungen sähen, zeige wie groß die Herausforderungen in der Energiewirtschaft mit dem Wandel des Marktes durch die Energiewende seien. Die Stadtwerke Neumünster hätten ihre Innovationskraft in den vergangenen Jahren unter Beweis gestellt und würden darin nicht nachlassen. Man habe neue Geschäftsfelder wie das der Telekommunikation entwickelt. Dabei dürfe man die Rentabilität jedoch nicht aus den Augen verlieren. Denn nur wenn Stadtwerke ausreichend Gewinn machten, könnten sie auch in gute Kundenlösungen investieren und weiter den Aufgaben der Daseinsvorsorge nachkommen.

Auch die Stadtwerke Pirmasens Versorgungs GmbH lassen sich keine Furcht von den sich abzeichnenden neuen Energieriesen einjagen. Stadtwerke-Geschäftsführer Christoph Dörr sieht vor allem die Chancen, die sich für lokale Versorger ergeben. „Die lokalen Versorger wurden in den letzten Jahren schon oft totgeredet. Allen Unkenrufen zum Trotz konnten sie sich erstaunlich gut im stark umkämpften Energiemarkt halten. Es liegt an unserer Innovationskraft, den schlanken Strukturen, die es uns ermöglichen, schnell auf Marktanforderungen zu reagieren.“ Nicht zuletzt das Vertrauen der Kunden zeige, dass man den richtigen Weg beschreite. Die Vielfalt von Stadtwerken sei ein großes Plus für die Verbraucher, denn dies sorge für moderate Energiepreise. Nicht umsonst stelle sich nun für die RWE-, Innogy- und E.ON-Kunden die Frage, ob sie künftig mit höheren Energiepreisen rechnen müssten. Das aktuelle Beispiel zeige eindeutig, dass Größe allein keine markbeherrschende Stellung garantiere. Die Dinos der Branche seien nicht davor gefeit, in Schieflage zu geraten. Für die Kunden der Unternehmen gelte: „Unsere Türen sind offen für alle betroffenen Kunden, die von Unsicherheit geplagt werden.“

www.stadtwerke-neumuenster.de
www.stadtwerke-pirmasens.de 



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Markus Edlinger

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