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Energiewende: EU-Kommission moniert Fehlentwicklungen

Die EU-Kommission moniert im Länderbericht, den die EU jährlich für die 27 Mitgliedstaaten erstellt, gravierende Missstände bei der Energiewende in Deutschland. Im Energiekapitel heißt es dazu, dass die Erneuerbaren-Integration wegen „ausgebliebener Investitionen in den Ausbau der Übertragungs- und Verteilnetze“ nur schleppend vorankomme. Diese Verzögerung habe zu spürbaren Kostenbelastungen in den Stromnetzen und an den Strommärkten geführt. Zudem gebe es die Tendenz, Netzengpässe, die Folge der Lücken bei den innerdeutschen Nord-Süd-Trassen sind, an die Auslandsgrenzen zu verlagern. „Diese Engpass-Problematik wird durch die derzeitige Preiszonen-Definition und das gegenwärtige Engpassmanagement, das den grenzüberschreitenden Stromfluss limitiert, nicht angemessen adressiert“.

Trotz fallender Großhandelspreise gehört Deutschland damit dennoch zu den Ländern mit den höchsten Strompreisen in der EU. Die Preise lägen rund 25 Prozent über dem EU-Durchschnitt, was eine Folge der hohen Belastung mit Steuern, Abgaben und Umlagen sei.

Auch bei der Energieeffizienz hinke Deutschland seinem Plan hinterher und laufe erkennbar Gefahr, sein Ziel für 2020 zu verfehlen. Auch das selbst gesteckte CO2-Minderungsziel werde Deutschland wohl verfehlen, da insbesondere im Verkehrssektor keine Fortschritte zu sehen seien. Einzig beim Erneuerbaren-Ausbau ist Deutschland im Plan. Hier sinke die Höhe der Erneuerbaren-Förderung durch die wettbewerblichen Ausschreibungen sogar.

https://ec.europa.eu/commission/index_de



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Markus Edlinger

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