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Offshore-Windpark kommt ohne Förderung aus

Erstmals soll ein deutscher Offshore-Windpark komplett ohne staatliche Förderung gebaut werden. EnBW und die dänische Dong Energy setzten sich mit Projekten in der Nordsee in der ersten Offshore-Ausschreibung durch. EnBW erhielt den Zuschlag für den 900-Megawatt-Windpark He Dreiht, Dong für die 600-Megawatt-Projekte Energy Borkum Riffgrund West II, Gode Wind 03 und Northern Energy OWP.

Überraschend ist die niedrige Einspeisevergütung. Laut BNetzA-Präsident Jochen Homann liege der durchschnittliche gewichtete Zuschlagswert mit 0,44 Cent je Kilowattstunde weit unterhalb der Erwartungen. Die Ausschreibung habe damit Kostensenkungspotentiale freigesetzt, die den Ausbau der erneuerbaren Energien hierzulande günstiger machen werde. Der höchste Gebotswert, der noch einen Zuschlag erhalten hat, liegt bei 6 Cent je Kilowattstunde. Ausgeschrieben war ein Volumen von rund 1.500 Megawatt.

Andere Bieter müssen nun auf die zweite Ausschreibungsrunde für Windkraft auf See hoffen. Sie erfolgt am 1. April 2018. Laut dem BNetzA-Präsidenten stelle die Offshore-Windenergie ihre Wettbewerbsfähigkeit mit Nachdruck unter Beweis. Ob kommendes Jahr wieder so niedrige Preise erreicht werden können, sei aber offen.

Kritik kam vor allem von Seiten der Windenergieverbände. So reagierte der Bundesverband Windenergie (BWE) in einer Pressemitteilung eher ablehnend. Wenn EnBW die Investitionen für den Offshore-Windpark He Dreiht ohne Beihilfen am normalen Strommarkt refinanzieren wolle, sei dies ein „stark risikoorientiertes Verhalten“, das sich offenbar vor allem „mit den Erwartungen der staatlichen Anteilseigner“ erklären lasse. Womöglich sei der Kostenvoranschlag der siegreichen Konzerne nur deshalb so unschlagbar niedrig ausgefallen, weil die ihre Gebote aus den Erlösen ihres Stromvertriebs praktisch quersubventioniert hätten. Das „hoch spekulative“ Verhalten der Konzerne könne sich am Ende als „nicht belastbar“ erweisen. Würden die Windparks deswegen am Ende doch nicht gebaut, würde dies „energiewirtschaftliche Verwerfungen nach sich ziehen“.

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