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Energiewirtschaft: Kaum Interesse an Forschung

172 Wissenschaftler aus 35 Ländern haben in Bonn auf dem Forum der Humboldt-Preisträger über Fortschritte in der Grundlagenforschung diskutiert. Dabei wurde deutlich, dass einerseits der Wunsch nach einer zukunftsfähigen Anwendbarkeit groß ist, andererseits aber das Eingeständnis folgt, dass viele elementare Vorgänge noch längst nicht geklärt sind.

So erklärte der Direktor am Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin und wissenschaftlicher Leiter der Tagung, Professor Robert Schlögl, es sei „schon erstaunlich, dass wir zwar ohne Probleme Wasser spalten können, aber noch immer nicht so genau wissen, was da wirklich passiert“. Teils heftige Kritik gab es an der Energie-Industrie. Diese, tief verwurzelt in den konservativen fossilen Ressourcen, habe kein großes Interesse an der Konkurrenz durch neue Forschungsansätze.

Professorin Nicola Hüsing von der Universität Salzburg, die gemeinsam mit Schlögl die wissenschaftliche Leitung des Forums hatte, betonte: „Was fehlt, ist oft weniger die Technologie als vielmehr die Infrastruktur.“ Ob man ein Fahrzeug mit Wasserstoff betanken möchte oder ein neues Kraftwerk errichten wolle – immer wieder fehle es an einer entsprechenden Unterstützung durch die Konzerne. „Die entsprechenden Konzepte gibt es ja, sie müssten halt nur einmal realisiert werden. Leider ist Europa insgesamt recht technikkritisch – in Asien sieht das zum Teil schon ganz anders aus.“ Professor Schlögl betont denn auch, dass „[wir] bislang […] noch kein Energiesystem völlig ausgeschöpft [haben], obwohl die Wissenschaft sich schon seit fast 150 Jahren mit dem Thema beschäftigt“.

Dabei profitiert gerade die Stadtwerkwelt von Forschungsergebnissen, weshalb sich die ASEW hier auch stark engagiert. So steht etwa beim Projekt SIDATE der Bereich Netzsicherheit im Fokus. Ergebnisse sollen insbesondere kleinen und mittleren Energieversorgern zugute kommen.

Ansprechpartner
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