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Regenerative Erzeugung: Spitzenreiter Baden-Württemberg

Bislang war Bayern unter den Bundesländern der Spitzenreiter bei der Nutzung erneuerbarer Energien. Diesen Platz muss das Bundesland zugunsten Baden-Württembergs räumen – und kommt sogar hinter Mecklenburg-Vorpommern nur auf Platz drei. Das zeigt der gestern veröffentlichte Bundesländervergleich Erneuerbare Energien, den das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) im Auftrag von und in Kooperation mit der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) zum fünften Mal erstellt haben. Am Ende der Rangliste stehen Hessen, Berlin und das Saarland.

Wie die Initiatoren mitteilen, bewertet die Analyse auf Basis von 59 Indikatoren detailliert die politischen Anstrengungen und Erfolge der Länder bei der Nutzung erneuerbarer Energien sowie beim damit verbundenen wirtschaftlich-technischen Wandel. Laut der Abteilungsleiterin Energie, Verkehr, Umwelt beim DIW Berlin, Claudia Kemfert, zeige die aktuelle Studie bei vielen Indikatoren neue Höchststände, etwa hinsichtlich der Anteile an erneuerbaren Energien in den Bundesländern und einen fortschreitenden Ausbau bei den verschiedenen Technologien. Generell sind die meisten Länder aus ihrer Sicht auf dem richtigen Weg, auch wenn es Unterschiede beim Entwicklungstempo gebe.

Laut dem Geschäftsführenden Vorstandsmitglied des ZSW, Frithjof Staiß, erlaube die Vielfalt an Indikatoren eine detaillierte Einordnung der Stärken und Schwächen jedes Bundeslandes. „Allein die drei Spitzenreiter unterscheiden sich hier deutlich: Baden-Württemberg punktet vor allem mit seinem politischen Input zur Nutzung erneuerbarer Energien, Mecklenburg-Vorpommern ist im Bereich Strukturwandel stark und Bayern weist weiterhin hohe Ausbaustände auf.“ Während der Bundesländervergleich bei den meisten Einzelindikatoren für alle Länder Fortschritte verzeichnet, gibt es an verschiedenen Stellen in einzelnen Ländern aber auch Rückwärtsentwicklungen, beispielsweise beim Anteil erneuerbarer Energien an der Fernwärme oder bei der Entwicklung energiebedingter CO2-Emissionen.

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