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Rezension: Atlas der unbequemen Wahrheiten

90 Infografiken, die ein Bild vom Zustand der modernen Gesellschaft malen? Außer einem kurzen Vorwort und dem Inhaltsverzeichnis kommt der „Atlas der unbequemen Wahrheiten“ von Ole Häntzschel und Matthias Stolz (Droemer Knaur, ISBN 978-3-426-27746-1, € 16,99) weitgehend ohne größere Textblöcke aus. Die verschiedenen Grafiken sprechen durchaus beredt für sich selbst. Die Spannweite reicht dabei von relativ harmlosem wie den 20 größten Steueroasen über bemerkenswertes wie den Vermögensverhältnissen im derzeitigen US-Kabinett – lediglich ein US-Minister verfügt über ein Vermögen von knapp unter einer Million US-Dollar, dafür gibt es neben dem US-Präsidenten gleich zwei veritable Dollar-Milliardäre – bis zu beunruhigend-traurigem wie dem „traurigen amerikanischen Kalender“ von 2016 – der nur zwanzig Tage enthält, in denen kein Mensch durch Polizeigewalt sein Leben ließ.

Äußerst gelungen sind auch die energie- und klimarelevanten Grafiken: Wie etwa sähe Sylt aus, wenn der Meeresspiegel weiter rasant steigt. Schon bei fünf Metern mehr wird aus der bisherigen Landmasse eine Ansammlung vieler kleiner Inselchen. Auch „Das Alter der Reaktoren“ oder „Deutschland exportiert“ liefern genug Stoff zum Nachdenken.

Den beiden Autoren ist mit ihrem Atlas ein kurzweilig anzusehendes Buch gelungen. Wer geballte Information durch viele Worte erwartet, der wird enttäuscht werden. Doch gerade der Verzicht auf Textblöcke macht die gute Aufbereitung der Informationen umso deutlicher.

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