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Deutsche Treibhausgasemissionen gestiegen

Deutschland hat 2015 mehr Kohlendioxid ausgestoßen. Wie aus der Nahzeitprognose des Umweltbundesamtes hervorgeht, stiegen die Emissionen um gut 0,7 Prozent auf 908 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente. Hohe Stromexporte, eine im Vergleich zum Vorjahr kühlere Witterung und günstigere Kraftstoffpreise haben zu diesem Anstieg geführt.

Bei der Stromerzeugung gingen die CO2-Emissionen indes zurück. Obwohl 2015 mit Grafenrheinfeld das größte deutsche Atomkraftwerk abgeschaltet wurde, nahm die Kohleverstromung nicht zu. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung konnte deutlich auf 30 Prozent gesteigert werden. Eine entsprechende Senkung des CO2-Ausstoßes wurde jedoch durch den Anstieg der Stromexporte verhindert, die 2015 mit 50 Terawattstunden auf Rekordniveau lagen.

Wie Bundesumweltministerin Barbara Hendricks mitteilte, zeigten die Zahlen, dass Klimaschutz-Fortschritte beim Ausbau der erneuerbaren Energien leider durch die anhaltend hohe Produktion von Kohlestrom zum Teil zunichte gemacht würden. „Aber die gute Nachricht ist: Wir sind bereits auf dem Weg zur Lösung. Ein schrittweiser Ausstieg aus der Kohleverstromung ist ohne Engpässe bei der Stromversorgung möglich. Das zeigen die Zahlen deutlich. Ab 2017 werden wir die ersten Braunkohle-Kraftwerke vom Netz nehmen und zunächst in eine Reserve überführen. Damit ist eine wichtige klimapolitische Weiche bereits gestellt.“

Die wichtigste Ursache für den Emissionsanstieg war die im Vergleich zum Vorjahr kühlere Witterung. Daher wurde mehr Heizenergie benötigt. In diesem Sektor stieg vor allem der Erdgasverbrauch, was die Emissionen um 4,5 Millionen Tonnen erhöhte. Eine zweite Ursache lag im Verkehrsbereich. Hier stieg der Treibhausgasausstoß um 1,5 Prozent auf 163,6 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente. Gründe dafür waren unter anderem die generell zurückgegangenen Kraftstoffpreise und eine deutliche Zunahme des Güterverkehrsaufkommens, insbesondere auf der Straße.

Für die Präsidentin des Umweltbundesamtes, Maria Krautzberger, bestätigen die aktuellen Daten erneut, dass nur mit einer anderen Mobilität die Klimaziele erreicht werden können. „Wir brauchen, unter anderem, ein besseres Angebot von Bus und Bahn, mehr Elektromobilität für Autos und Fahrräder und eine Förderung von Fuß- und Fahrradverkehr. Letztlich muss der Verkehrsbereich klimaneutral gestaltet sein.“ Hier bestehe auch noch Forschungs- und Entwicklungsbedarf, beispielsweise zur Umwandlung von Strom aus erneuerbaren Energien in Treibstoffe.

 

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