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ASEW-Newsletter
Ausgabe Nr. 06/2015

ASEW im neuen Gewand

Seit heute präsentiert sich die ASEW in neuer Optik. Neben der Anpassung an geltende Designrichtlinien tragen wir damit dem Umstand Rechnung, dass das äußere Erscheinungsbild der ASEW noch prägnanter deutlich macht, wofür wir stehen: Für das Voranbringen der Energieeffizienz im Verbund mit über 270 deutschen Stadtwerken.

Parallel zur neuen Optik, die in einem ersten Schritt zunächst auf alle Online-Aktivitäten angewandt wird, nimmt die ASEW auch eine neue Struktur ein. Künftig werden alle Aktivitäten und Dienstleistungen in vier thematischen Bereichen gebündelt: Produkte, Beratung, Netzwerk und Weiterbildung.

ASEW-Mitglieder können so künftig noch effizienter und wirkungsvoller unterstützt werden. Am bewährt guten Service machen wir natürlich keine Abstriche, dieser wird wie bisher stetig weiterentwickelt und den Erfordernissen des Netzwerkes angepasst.

Ansprechpartner:
Michael Kreusch
(0) 221 - 931819-20
kreusch@asew.de

ASEW-Erfolgsbarometer Privatkundenbindung startet am 24. Juni

Stadtwerkeangebote müssen beim Kunden ankommen. Wie aber findet man zuverlässig heraus, ob die Kunden mit den angebotenen Leistungen auch wirklich zufrieden sind? Das ASEW-Erfolgsbarometer Privatkundenbindung misst die Kundenzufriedenheit. Seit mehr als zehn Jahren stellt unser Erfolgsbarometer ein bewährtes Evaluierungsinstrument zur Kundenzufriedenheit dar.

Der Auftaktworkshop zum diesjährigen Erfolgsbarometer Privatkundenbindung startet am 24. Juni 2015 in Hannover. Die Teilnahme am Workshop ist für ASEW-Mitglieder kostenlos. Im Rahmen der Veranstaltung werden Befragungsdesign und Fragenkatalog festgelegt. Die eigentliche telefonische Befragung findet im Herbst 2015 statt.

Zwischen 200 und 500 Privatkunden werden hierbei befragt. Den genauen Umfang der Befragung bestimmen teilnehmende Stadtwerke selbst. Damit ist gewährleistet, dass jederzeit volle Kostenkontrolle besteht.

Die Auswertung der Befragung liefert Daten zur Kundenzufriedenheit. Dies stellt eine Basis zur gezielten Optimierung von Angeboten dar. Da Kunden mehrerer Energieversorger befragt werden, erfahren Teilnehmer im Benchmark zudem, wie sie im Branchenvergleich aufgestellt sind.

 

Ansprechpartner:
Sabrina Pieruschka
(0) 221 - 931819-24
pieruschka@asew.de

ASEW-Juristentag vermittelt energierechtliches Basiswissen

Der rechtliche Rahmen, in dem sich Stadtwerke bewegen, ist komplex. Dank regelmäßiger Anpassungen von Gesetzen, neuen europäischen Normen oder überarbeiteten Verordnungen wird es immer schwieriger, stets auf dem aktuellsten Stand zu bleiben.

In Kooperation mit der Kanzlei Becker Büttner Held bieten wir Stadtwerke-Mitarbeitern die Möglichkeit, im Rahmen unseres Juristentages „Energierecht kompakt“ das eigene juristische Basiswissen auf den neuesten Stand zu bringen. Vom Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) über Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) und Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG) bis zum Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) betrachten Referenten von Becker Büttner Held die wichtigsten Gesetze, die die Arbeit in der Energiewirtschaft prägen.

Sie wollten immer schon eine bestimmte Frage juristisch fundiert geklärt wissen? Der ASEW-Juristentag bietet die perfekte Gelegenheit. An insgesamt zwei Terminen an verschiedenen Orten erhalten alle, die Ihr juristisches Wissen schärfen wollen, die Chance, auch sehr individuell gestaltete Fragesellungen zu behandeln.

Am 1. Juli 2015 findet der ASEW-Juristentag in der Stuttgarter Dependance der Kanzlei Becker Büttner Held statt. Am 8. September ist in Köln die Gelegenheit, ebenfalls in den Räumlichkeiten von Becker Büttner Held, das eigene juristische Wissen auf den aktuellesten Stand zu bringen. Und das beste dabei: Für ASEW-Mitglieder ist die Teilnahme am Juristentag kostenlos. VKU-Mitglieder können zu einem kostengünstigen Betrag an der Veranstaltung teilnehmen.

Interesse am Juristentag geweckt? Melden Sie sich einfach an.

 

Ansprechpartner:
Christine Baer
(0) 221 - 931819-17
veranstaltungen@asew.de

Tübingen: Stadtwerke schließen sich Atomklage an

Die Stadtwerke Tübingen GmbH (SWT) schließen sich einer Klage gegen die EU-Kommission vor dem Europäischen Gerichtshof an. Hierbei geht es um von der vorherigen EU-Kommission genehmigte Subventionen für Bau und Betrieb eines neuen Reaktorblocks des britischen Atomkraftwerks Hinkley Point. Gemein ist allen Klägern die Befürchtung „spürbar negativer Auswirkungen auf ihre eigenen Produktionsanlagen“ durch die Subventionen. Ortwin Wiebecke, Sprecher der Geschäftsführung der Stadtwerke Tübingen, sieht Auswirkungen auch auf die deutsche Energiewende: „Sollte dieses Beispiel Schule machen, wäre zu befürchten, dass die Europäischen Strommärkte künftig mit hoch subventioniertem Atomstrom geflutet und die regionale hocheffiziente Stromproduktion über Subventionen aus dem Markt gedrängt würde.“ Die Stadtwerke Tübingen sehen in den geplanten Subventionen eine dauerhafte Wettbewerbsverzerrung auf den Strommärkten. Die Kläger, zu denen neben den SWT weitere Stadtwerke aus Süddeutschland, Greenpeace Energy und die österreichische Oekostrom AG gehören, werden von der Kanzlei Becker Büttner Held vertreten.

 

www.swtue.de

Wiesbaden: ESWE bietet Smartphone-App an

Die ESWE Versorgungs AG hat eine Smartphone-App für Wiesbaden entwickelt. Wie die ESWE mitteilte, richte sich das kostenlose Angebot für iPhones und Android-Geräte an alle Wiesbadener, „egal ob sie schon Kunden sind oder noch werden wollen“. Neben aktuellen Nachrichten aus der Region, allgemeinen Informationen über Wiesbaden und Veranstaltungshinweisen umfasst die App „WI+WAS“ auch Energiespartipps, ein persönliches Energiecontrolling und die Möglichkeit zur Zählerstandseingabe. Über eine „Service-Map“ lassen sich zudem auf einer Landkarte unter anderem Sehenswürdigkeiten, Parkhäuser, Apothekennotdienste und Erdgastankstellen anzeigen.

 

www.eswe.com

Neuss: Wer hat den ältesten Heizkessel?

In einer bundesweiten Aktion sucht die GC Wärmedienste GmbH (German Contract), Tochter der Stadtwerke Neuss GmbH, Deutschlands ältesten Heizkessel. Zur Begründung heißt es, dass Heizungsanlagen „aus dem vergangenen Jahrhundert“ veraltet, ineffizient und energiehungrig seien. Sie stellten damit eine Belastung für die Umwelt und den eigenen Geldbeutel dar. Den Gewinnern der Suche winkt eine neue Heizung. Außerdem wird unter allen Teilnehmern ein Wochenende in Bremerhaven inklusive eines Besuchs im Klimahaus verlost.

Die Stadtwerke-Tochter möchte mit der Aktion die Energiewende weiter voranbringen und effiziente, umweltschonende Heiztechnik möglichst jedem zugänglich machen. Wie Dirk Hunke und Roland Gilges, Geschäftsführer von German Contract, erklärten, machen in Deutschland alte Heizungen noch immer 40 Prozent des Energieverbrauchs aus.

 

www.stadtwerke-neuss.de
www.germancontract.com

Unna: Stadtwerke starten Projekt e-CarSharing

Die Stadtwerke Unna GmbH bieten ab sofort ein neues Angebot für diejenigen, die beim Carsharing eine zusätzliche ökologische Komponente suchen: Im Projekt e-CarSharing bieten die Stadtwerke einen BMW i3 an. Dieser steht am Bahnhof in Unna bereit. Der BMW kann online stunden-, tage- oder auch wochenweise gebucht werden.

Laut Jürgen Schäpermeier, Geschäftsführer der Stadtwerke Unna, fügt sich die Investition in die Gesamtstrategie der Stadtwerke ein. „Dazu gehört es, Ressourcen zu schonen, erneuerbare Energien auszubauen und eine Infrastruktur aufzubauen, die mittel- und langfristig den kontinuierlichen Zuwachs an Elektromobilität in Unna ermöglicht.“

Das Projekt wird gemeinsam mit dem im Carsharing erfahrenen Partner Stadtmobil durchgeführt. An einer eigenen Tanksäule wird das Elektrofahrzeug mit 100 Prozent Ökostrom betankt. Wie Stadtwerke-Geschäftsführer Schäpermeier betont, hat ein Elektroauto „schon mit konventionellem Strom große Vorteile gegenüber dem Verbrennungsmotor. Aber da wir in Unna ja bereits Ökostrom liefern, ist das einfach eine ideale Kombination.“

Für den BMW i3 ist ein Parkplatz an der Ladestation am Bahnhof dauerhaft reserviert. Die Anmeldung kann online erfolgen, die e-DriveCard, die als Schlüssel dient, muss man im Treffpunkt Energie im Rathaus abholen.

 

www.sw-unna.de

Stuttgart: Netztochter soll „Stuttgart Netze“ heißen

Die Stadtwerke Stuttgart GmbH und EnBW haben sich auf einen Namen für die gemeinsame Netzbetreiber-Gesellschaft geeinigt: „Stuttgart Netze“ wird die Tochter der beiden Energieversorger heißen. Vom 1. Januar 2016 an wird das Unternehmen, das die Stromnetze der baden-württembergischen Landeshauptstadt betreiben soll, als „Stuttgart Netze Betrieb GmbH“ firmieren. An der Gesellschaft ist die EnBW-Tochter Netze BW GmbH für die nächsten drei Jahre mit 74,9 Prozent beteiligt, die Stadtwerke Stuttgart halten 25,1 Prozent. In der zweiten Gesellschaft, in der das Eigentum an Strom- und Gasnetzen gebündelt ist, der „Stuttgart Netze GmbH“, sind die Anteile dagegen genau umgekehrt verteilt. 2019 sollen Eigentum und Betrieb zu einer integrierten Gesellschaft fusioniert werden. An dieser sollen die Stadtwerke dauerhaft die Mehrheit von 74,9 Prozent halten. Ab diesem Zeitpunkt wird die komplette Gesellschaft „Stuttgart Netze“ heißen.

 

www.stadtwerke-stuttgart.de

Nürnberg: N-Ergie erweitert Heizwerk

Die N-Ergie AG erweitert das Heizwerk Klingenhof. Mit der Erweiterung, die rund vier Millionen Euro kostet, wird die thermische Leistung am Standort Klingenhof deutlich erhöht. Dazu wird der mit über 50 Jahren älteste der drei bestehenden Heizkessel ersetzt. Die Fertigstellung der Arbeiten ist für Anfang 2016 geplant. Der neue Heizkessel hat eine thermische Leistung von etwa 18,6 Megawatt. Mit dem Ausbau wird sich die Wärmeerzeugungskapazität aus dem Heizwerk Klingenhof nahezu verdoppeln. Das Heizwerk wird zur Spitzenlastabdeckung oder bei einer Versorgungsunterbrechung der Hauptleitung eingesetzt. Bei Außentemperaturen bis knapp unterhalb des Gefrierpunkts wird das Gebiet in Klingenhof über das Heizkraftwerk Sandreuth mit Wärme versorgt.

 

www.n-ergie.de

Fürstenfeldbruck: Kirche verhindert Windrad

Die Stadtwerke Fürstenfeldbruck GmbH dürfen eine geplante Windenergieanlage im Stadtviertel Puch nicht bauen. Der Grund: Die Kuratiekirchenstiftung St. Sebastian Puch hat gegen den Bau geklagt. In der Klagebegründung beruft sich die Stiftung auf eine erwartete Gefährdung des Denkmalschutzes. Den Berufungsantrag der Stadtwerke gegen den Baustopp wies das Bayerische Verwaltungsgericht ab.

Die Stadtwerke zeigten sich enttäuscht über das endgültige Aus für das Projekt. Enno Steffens, Geschäftsführer der Stadtwerke Fürstenfeldbruck, sagte, man müsse sich schon fragen, wie die katholische Kirche zum einen das klare Bekenntnis zur Energiewende und zum anderen das vehemente Vorgehen gegen deren Umsetzung plausibel erklären wolle. Die Verantwortlichen der Kuratiekirchenstiftung hätten ein Dialogangebot der Stadtwerke nicht angenommen. Die Stadtwerke wollen weiterhin in erneuerbare Energien investieren, wünschen sich hierfür aber mehr Unterstützung von der Politik. Leider sei derzeit keine klare Linie zu erkennen, die Verantwortung für die Umsetzung der Energiewende werde ständig hin- und hergeschoben. Wenn man keine Trassen wolle, müsse man den Strom jedoch dezentral produzieren. Das funktioniere aber nur mit deutlich konsequenteren und weitreichenderen Vorgaben und ohne weiteres Störfeuer wie etwa durch die 10-H-Regelung.

Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege hatte ursprünglich keine Bedenken gegen das Projekt angemeldet. Die bereits erteilte Genehmigung zog das Amt jedoch zurück. Kurios an dem Fall, der durchaus an das Königlich Bayerische Amtsgericht passen würde: Die Pucher Kirche, um die es geht, fällt selbst nicht unter den Denkmalschutz. In diesem Fall hätte das Genehmigungsverfahren nämlich ursprünglich nicht beginnen können. Simulationen der Stadtwerke hatten zudem gezeigt, dass die Kirche nicht von dem Windrad beeinträchtigt worden wäre. Der Abstand zwischen Kirche und Windrad hätte 1,9 Kilometer betragen – genug, um die bayerische 10-H-Regelung einzuhalten. Nach dieser sollen Windräder mindestens zehn Mal so viel Abstand von Bauwerken haben, wie ihre Höhe beträgt. Im Falle denkmalgeschützter Bauten gelten allerdings drei Kilometer Abstand.

 

www.stadtwerke-ffb.de

G7: langfristig ohne Kohle

Bis zum Jahr 2050 wollen die G7-Staaten zwischen 40 und 70 Prozent weniger Emissionen ausstoßen als im Jahr 2010. Das ist eines der Ergebnisse des G7-Gipfels. Die G7-Staaten bekannten sich zudem ausdrücklich zum Ziel, die Erderwärmung auf unter zwei Grad zu begrenzen. Es müsse hierfür „tiefe Einschnitte“ bei den Emissionen geben. Bundeskanzlerin Angela Merkel wollte sich nach den Beratungen nicht auf konkrete Maßnahmen zur Emissionssenkung in Deutschland festlegen. Sie stellte aber erneut klar, dass auch der Energiebereich einen Beitrag leisten müsse.

Stellvertretend für viele ähnliche Wortmeldungen begrüßte der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) die Beschlüsse im Grundsatz. Die Vereinbarung gehe in die richtige Richtung. Sie müsse sich jetzt aber erst in der Praxis beweisen. Vor allem die Bundeskanzlerin müsse Farbe bekennen und klar sagen, wie Deutschland in den Sektoren Strom, Wärme und Mobilität Emissionen einsparen wolle. Eine saubere und nachhaltige Energieversorgung könne nur mit dem Umstieg auf erneuerbare Energien gelingen. Dafür müsse die Kohle im Boden bleiben und ein geordneter Ausstieg aus der Kohleverstromung eingeleitet werden.

Indessen mehren sich die Zeichen, dass die Bundesregierung die diskutierte zusätzliche Klimaabgabe für Kohlekraftwerke nicht mehr weiteverfolgen will. Das berichtet die „Frankfurter Rundschau“ unter Berufung auf „drei mit den Vorgängen vertraute Personen“. Die ursprünglichen Pläne seien in den Gesprächen mit Branchenvertretern, Gewerkschaften und Kohle-Ländern inzwischen nicht mehr die Verhandlungsgrundlage. Es werde jetzt nach Möglichkeiten gesucht, die angestrebte Reduktion des Kohlendioxid-Ausstoßes auf andere Weise zu erreichen. So sei denkbar, dass die Energiekonzerne im Rahmen einer freiwilligen Selbstverpflichtung einzelne Kraftwerksblöcke herunterfahren und als Reserve bereithalten. Im Gespräch sind Kapazitäten in Höhe von 2.000 bis 3.000 Megawatt. Flankierend könnte der Bund die Kraft-Wärme-Kopplung stärker fördern.

In einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel dringen die Fraktionschefs der Grünen dagegen auf die Umsetzung der Klimaabgabe für Kohlekraftwerke. In dem Schreiben heißt es, die  Abgabe „halten wir für das Minimum zur Erreichung des deutschen Klimaschutzziels. Wir appellieren daher an Sie, sich zügig und klar für die Umsetzung der Kohle-Abgabe einzusetzen.“ Die Kohle-Abgabe sorge dafür, dass die Stromproduktion von alten Braunkohlekraftwerken auf neue, flexiblere und emissionsärmere Anlagen verlagert werde. Da Deutschland derzeit auch viel Strom exportiere, könne durch die Kohle-Abgabe der Druck auf ausländische Gaskraftwerke verringert werden. Gleichzeitig könnten auch die Treibhausgasemissionen in Nachbarländern gesenkt werden. Die Grünen-Politiker lehnen es zudem ab, eine stärkere Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung mit der Kohle-Abgabe zu verrechnen. Vielmehr müssten Effekte, die sich positiv auf die Klimabilanz auswirken könnten, „zusätzlich angegangen werden.“

 

www.g7germany.de/Webs/G7/DE/Home/home_node.html

Bundesregierung legt Klimawandel-Monitoring-Bericht vor

Deutschland ist vom Klimawandel stärker betroffen als bisher angenommen. Und die Folgen des Klimawandels sind bereits heute bemerkbar. Das ist das Ergebnis des „Monitoringberichts der Bundesregierung zur Anpassung an den Klimawandel“. Dieser stellt die bislang umfassendste Untersuchung der Bundesregierung zur Anpassung an den Klimawandel dar. Der Bericht basiert auf Daten aus 15 verschiedenen Gesellschaftsbereichen. Er zeigt, welche Veränderungen durch den Klimawandel sich schon heute feststellen lassen und welche Gegenmaßnahmen bereits greifen.

Wie aus dem Monitoring-Bericht hervorgeht, wirken sich steigende Temperaturen, feuchtere Winter und häufigere Wetterextreme zunehmend auf die deutsche Gesellschaft aus. Betroffen sind unter anderem die Energieversorgung, die Landwirtschaft und die Gesundheitsvorsorge. Die Zahl der „heißen Tage“ pro Jahr mit Temperaturen über 30 Grad ist von drei auf acht gestiegen. Über längere Zeiträume andauernde Hitzewellen können sich vielfältig auswirken. So mussten im Sommer 2003 über 30 europäische Atomkraftwerke ihre Stromproduktion drosseln, weil aufgrund der Trockenheit nicht genügend Kühlwasser zur Verfügung stand.

Laut Bundesumweltministerin Barbara Hendricks spricht der Bericht eine eindeutige Sprache. Der Klimawandel finde auch hier statt und er wirke in vielen Bereichen des täglichen Lebens. „Die Anpassung an den Klimawandel geht uns daher alle an. Der Bericht zeigt auf, wo wir besonders gefordert sind. So können wir als Bund den Risiken des Klimawandels besser begegnen und gezielt dort aktiv werden, wo sich die Folgen des Klimawandels besonders bemerkbar machen.“

 

http://www.bmub.bund.de/klimaschutz

EuGH: Sanktionspraxis der DEHSt im Emissionshandel rechtwidrig

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat die Sanktionspraxis der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) für rechtswidrig erklärt. Wie der EuGH erklärte, beruhe diese auf den Vorgaben nach Artikel 16 Absatz 3 Emissionshandelsrichtlinie (2003/87/EG). Danach wurde jede ausgestoßene Tonne Kohlendioxidäquivalent, für die keine Zertifikate abgegeben wurden, mit 100 Euro sanktioniert und die entsprechende Menge an Zertifikaten war nachzureichen. Der EuGH sieht in der pauschalen Sanktion für später festgestellte Unregelmäßigkeiten eine Unverhältnismäßigkeit. Entscheidend sei, dass der Anlagenbetreiber in „gutem Glauben“ gehandelt und gemäß seinem verifizierten Emissionsbericht Emissionsberechtigungen abgegeben habe.

Die Entscheidung des EuGH stellt jedoch keinen Freibrief aus: Das Urteil bedeutet lediglich, dass die bisherige Sanktionspraxis rechtswidrig ist und die DEHSt ihre Verwaltungspraxis anpassen wird. Es sei weiterhin Sache der Mitgliedstaaten, wirksame, verhältnismäßige und abschreckende Sanktionen festzulegen, die alle Besonderheiten des spezifischen Einzelfalls berücksichtigen. Hier wird die Auslegung der „tatsächlichen und rechtlichen Umstände“ die entscheidende Rolle spielen.

Das Urteil steht noch unter dem Vorbehalt der ausstehenden abschließenden Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts. Die DEHSt hat bereits angekündigt, bei Berichtsfehlern im Emissionsbericht zu prüfen, ob ein Bußgeld von bis zu 500.000 Euro an die Stelle der bisherigen Sanktionspraxis tritt.

 

http://www.dehst.de/DE/Emissionshandel/Rechtsprechung/EuGH_29-04-2015.html

BGH-Urteil zum Stromzähler-Einsatz in der dezentralen Vesorgung

Der Bundesgerichtshof hat ein Urteil zum Einsatz von Stromzählern für die dezentrale Erzeugung gefällt. Demnach darf sich der Betreiber der Erzeugungsanlage vor Ort die Messeinrichtung selbst aussuchen. Künftig können Energieanlagen in Haushalten und Unternehmen damit preiswerter in den Strommarkt eingebunden werden. Die Grundsatzentscheidung (Az. EnVR 45/13) beendet einen jahrelangen Rechtsstreit zwischen LichtBlick und der EWE Netz. Die Rechtsauffassung von LichtBlick war bereits 2012 von der Bundesnetzagentur bestätigt worden. EWE Netz hat nun bis zum BGH erfolglos dagegen prozessiert. 

EWE Netz hatte versucht, den Anschluss von Blockheizkraftwerken des Typs ZuhauseKraftwerk in ihrem Netzgebiet zu verhindern. Die Begründung des Konzerns: der fernauslesbare Stromzähler sei nicht am sogenannten „zentralen Zählerplatz“ und damit an der falschen Stelle installiert. LichtBlick hatte aus Kostengründen fernauslesbare Zähler direkt in seine Kraftwerke integriert, die die Messdaten im 15- Minuten-Takt auswerten und übertragen. EWE Netz bestand jedoch auf der Vor-Ort-Ablesung und zwang LichtBlick, zusätzlich einen weiteren Viertelstundenzähler am zentralen Zählerplatz des Kunden zu installieren. Das ist nach dem BGH-Urteil nun nicht mehr erforderlich.

In der Begründung heißt es, „das Konzept eines Blockheizkraftwerks, bei dem lediglich ein Zweirichtungszähler in der Anlage installiert werde, werde von der Betroffenen [d.i. EWE Netz] verhindert. Hierdurch würden wirtschaftliche Interessen sowohl der Antragstellerin als Betreiberin des Kraftwerks als auch der Antragstellerin als Messstellenbetreiberin und Messdienstleisterin unmittelbar und konkret berührt, weil es in beider Interessen liege, die Messstellen möglichst kostengünstig und effektiv – ohne unnötige Doppelungen – einzurichten und zu betreiben.“ Dem Netzbetreiber komme im Falle mehrerer technisch zulässiger Anbringungsorte auch kein 'Vorrang' vor dem Anschlussnehmer zu. 

 

http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&sid=089ef7895bcbfa702d8a164939ee9f2d&nr=71278&pos=0&anz=1

Deutschland tritt Weltbank-Initiative für globalen CO2-Markt bei

Die Weltbank hat die Initiative „Carbon Pricing Leadership Coalition“ gegründet. Mit dieser will die Weltbank die Entwicklung und Einführung von effektiven CO2-Bepreisungssystemen voranbringen. Deutschland tritt der Initiative als Regierungspartner bei. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks nahm eine entsprechende Einladung der Weltbank an. Die Bundesministerin betonte dabei, dass die internationale Gemeinschaft für den Schutz des Weltklimas Investitionen in klimafreundliche Technologien lenken müsse. Der effizienteste Weg dahin führe über marktbasierte Instrumente: CO2 müsse möglichst weltweit einen einheitlichen Preis bekommen.

An der Initiative nehmen bisher etwa 50 Vertreter des Privatsektors und mehr als zehn Regierungen teil. Bis zur ersten Jahresversammlung im Oktober 2015 sollen noch 20 weitere Regierungen gewonnen werden. So soll vor der UN-Klimaschutzkonferenz in Paris ein positiver Impuls für die Weiterentwicklung des globalen Kohlenstoffmarkts gesendet werden.

Die Initiative knüpft an die Erklärung „Putting a Price on Carbon“ an, die die Weltbank im Rahmen des UN-Klimasondergipfels im September 2014 in New York präsentiert hatte. Diese Erklärung haben insgesamt 74 Staaten – darunter auch Deutschland – sowie 23 subnationale Regierungen und mehr als 1.000 Unternehmen unterschrieben.

 

www.worldbank.org/en/programs/pricing-carbon#2 

EuGH: Brennelementesteuer europarechtskompatibel

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat die deutsche Brennelementesteuer gebilligt. Die offiziell als Kernbrennstoffsteuer firmierende Abgabe war Anfang 2011 in Kraft getreten. Das Finanzgericht Hamburg hat die Steuer in einem Urteil für unzulässig erklärt und 2013 zunächst das Bundesverfassungsgericht und dann auch den EuGH angerufen.

Nach dem Luxemburger Urteil (Aktenzeichen C-5/14) bestehen europarechtlich jedoch keine Bedenken. Die besteuerten Brennelemente seien keine „Energieerzeugnisse“, die nur der Umsatzsteuer unterworfen wären. Die in Deutschland besteuerten Brennelemente seien in der entsprechenden abschließenden Liste aber nicht genannt. Wie der EuGH betont, sei eine gesonderte Besteuerung der Energieträger durchaus zulässig. Auch handle es sich nicht um eine neben der Umsatzsteuer unzulässige zusätzliche Verbrauchssteuer auf elektrischen Strom. Denn die Steuer sei nicht an die Menge des verkauften Atomstroms gekoppelt.

Das Bundesverfassungsgericht will voraussichtlich ebenfalls noch in diesem Jahr über die Brennelementesteuer entscheiden. Nach Auffassung des Finanzgerichts Hamburg ist der Bund für die Einführung einer solchen Steuer nicht zuständig.

 

http://curia.europa.eu/juris/document/document.jsf?text=&docid=164722&pageIndex=0&doclang=DE&mode=lst&dir=&occ=first&part=1&cid=185486 

Bundestag verabschiedet IT-Sicherheitsgesetz

Der Bundestag hat das IT-Sicherheitsgesetz verabschiedet. Mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen wurde die geänderte Fassung angenommen. Die angenommenen Änderungen zum ursprünglichen Entwurf stammten von den Fraktionen der Regierungskoalition, ein Entschließungsantrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen wurde abgelehnt.

Laut dem IT-Sicherheitsgesetz sind die Betreiber kritischer IT-Infrastrukturen zukünftig verpflichtet, ein Mindestniveau an Sicherheit zu gewährleisten. Sicherheitsrelevante Vorfälle sind außerdem gegenüber dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) meldepflichtig. Wenn Unternehmen gegen diese Vorschriften verstoßen, können sie mit Bußgeldern bis zu 100.000 Euro belegt werden.

Die Bestimmungen gelten für Einrichtungen, „die für das Funktionieren des Gemeinwesens von zentraler Bedeutung sind“. Dazu zählen der Energie- und Gesundheitssektor, die Wasserversorgung, die Telekommunikation und das Finanz- und Versicherungswesen. Konkret müssen rund 2.000 Unternehmen Cyberangriffe anonym melden. Das BSI wertet die Informationen aus, erstellt daraus ein Lagebild und warnt bei Bedarf andere Unternehmen.

Das Gesetz stieß auf ein geteiltes Echo. So kritisierte Oliver Grün, Präsident des Bundesverbands IT-Mittelstand e.V. (BITMi), es stelle einen unnötigen nationalen Alleingang Deutschlands dar, der speziell mittelständische IT-Unternehmen vor größere Herausforderungen stellt. Oliver Süme, Vorstand für Politik und Recht beim Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V. (eco), forderte eine präzise Definition von kritischen Sektoren und deren Branchen. Der Hauptgeschäftsführer des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU), Hans-Joachim Reck, begrüßte grundsätzlich, dass systemrelevante Infrastrukturen stärker in die Verantwortung genommen werden sollen, solange den Besonderheiten der tangierten Infrastrukturen Rechnung getragen werde. Gerade für die kleinteilige kommunale Wasserwirtschaft sei eine solche Abgrenzung sachgerecht. Für die Energiewirtschaft müssten Kosten und Nutzen abgewogen werden – nicht jedes Kraftwerk sei für die Versorgungssicherheit gleichermaßen bedeutsam.

 

https://www.bsi.bund.de/DE/Home/home_node.html

12 Staaten wollen Versorgungssicherheit gemeinsam gestalten

Zwölf europäische Nachbarstaaten wollen künftig enger in Fragen der Versorgungssicherheit kooperieren. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel unterzeichnete am Rande des EU-Energieministerrates in Luxemburg entsprechende zentrale politische Erklärungen. Gabriel hob dabei insbesondere die Erklärung der „12 elektrischen Nachbarn“ zur gemeinsamen Zusammenarbeit bei der Versorgungssicherheit hervor. Sie ist das Ergebnis eines intensiven Austauschs, der von deutscher Seite im Juli 2014 initiiert wurde. Nach insgesamt vier Konferenzen haben sich nun Belgien, die Niederlande, Luxemburg, Frankreich, Deutschland, Österreich, die Schweiz, Norwegen, Schweden, Dänemark, Polen und die Tschechische Republik auf eine gemeinsame Erklärung geeinigt. Darin definieren die Staaten erste konkrete gemeinsame Schritte der Zusammenarbeit.

Kern der künftigen Kooperation ist eine weitgehende Beibehaltung liberaler Elemente im Strommarkt. So wollen die Partner verstärkt auf die Flexibilisierung von Angebot und Nachfrage setzen. Gesetzliche Preisobergrenzen soll es nicht geben, Flexibilitäts-Barrieren sollen abgebaut werden. Auch sollen die Netze weiter ausgebaut und der Stromhandel auch in Zeiten von Knappheit nicht begrenzt werden. Für die Versorgungssicherheit im europäischen Verbund soll eine gemeinsame Herangehensweise entwickelt werden.

Bundeswirtschaftsminister Gabriel betonte die Bedeutung auch vor dem Hintergrund der bevorstehenden Strommarktentscheidung in Deutschland. Die gemeinsamen Erklärungen unterstützen die Entscheidung für den Strommarkt 2.0.

 

www.bmwi.de

Klimaschutzwettbewerb „EnergieeffizienzRegion.NRW“ gestartet

Die nordrhein-westfälische Landesregierung will Unternehmen bei der Entwicklung innovativer Klimaschutz-Projekte unterstützen. Dazu startete Umweltminister Johannes Remmel den Klimaschutzwettbewerb „EnergieeffizienzRegion.NRW“. Im Verbund mit zwei weiteren Wettbewerben soll dieser den Klimaschutz voranbringen. Die Wettbewerbe haben ein Fördervolumen von insgesamt 65 Millionen Euro. Die Gelder stammen aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung.

Mit den Wettbewerben sollen umsetzungsorientierte Forschung und experimentelle Entwicklung in und von Unternehmen gefördert werden. Vor allem das Innovationspotenzial von kleinen und mittleren Unternehmen soll angesprochen werden.

Dabei erfolgt die Auswahl in zwei Stufen. Bis zum 30. September 2015 können Unternehmen Projektskizzen einreichen. Diese werden nach einer Prüfung in einen förmlichen Förderantrag überführt. Im Fokus stehen dabei Projekte, durch die Energieeffizienzpotenziale gehoben und der Energieeffizienzmarkt belebt werde. Zudem sollen sie den Anteil erneuerbarer Energien steigern und so Treibhausgas-Emissionen einsparen helfen. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Ansprechpartner
Michael Kreusch
(0) 221-931819-21
kreusch@asew.de

Bundesnetzagentur startet zweite PV-Freiflächenausschreibung

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat die zweite Ausschreibungsrunde für Photovoltaik-Freiflächenanlagen gestartet. BNetzA-Präsident Jochen Homann zeigte sich dabei zuversichtlich, dass der zweite Anlauf ähnlich erfolgreich verlaufen werde wie die erste Ausschreibung. Die BNetzA werde weiterhin genau darauf achten, dass alle Bieter die Spielregeln einhalten.

Bieter können Gebote bis zum 1. August 2015 abgeben. Das Ausschreibungsvolumen beträgt insgesamt 150 Megawatt. Gebote sind nach oben gedeckelt: Das Höchstgebot beträgt 11,18 Cent je Kilowattstunde. Wer bislang keinen Zuschlag erhalten hat, kann nun erneut an der Ausschreibung teilnehmen.

Im Unterschied zur ersten Ausschreibungsrunde werden die Preise nicht im sogenannten pay-as-bid-Verfahren ermittelt. Dabei erhält jeder erfolgreiche Bieter den Zuschlag zu dem von ihm gebotenen Wert. In der zweiten Ausschreibungsrunde gilt das Einheitspreisverfahren (uniform pricing). Hier wird die Höhe des letzten angenommenen Gebots der Zuschlagswert aller anderen erfolgreichen Gebote.

Wie BNetzA-Präsident Homann betont, wolle die BNetzA so wenig Gebote wie möglich vom Verfahren ausschließen. Bei der ersten Ausschreibung wurden 37 Gebote ausgeschlossen, weil diese formale Kriterien nicht erfüllten. Die gesetzlichen Vorgaben sind strikt. Bei Ausschlüssen besteht grundsätzlich kein Ermessensspielraum. Daher hat die BNetzA aufbauend auf der Auswertung der ersten Ausschreibung eigene „Hinweise zur Gebotsabgabe“ veröffentlicht.

 

Ansprechpartner
Torsten Brose
(0) 221-931819-26
brose@asew.de

161 Millionen Euro Bundesmittel für Brennstoffzellen

Das Bundesverkehrsministerium (BMVI) will zusätzliche Fördermittel bereitstellen, um die Marktreife von Wasser- und Brennstoffzellen zu fördern. Wie Staatssekretär Rainer Bomba mitteilte, sollen die Mittel von 2016 bis 2018 um insgesamt 161 Millionen Euro aufgestockt werden. Antragsberechtigt seien auch Stadtwerke, die beispielsweise mit Brennstoffzellen betriebene Busse anschaffen wollen. Das BMVI geht davon aus, dass auch das Bundeswirtschaftsministerium weitere Fördermittel bereitstellt.

Die Bilanz zur Technologie in Deutschland fällt derzeit indes noch ernüchternd aus. Nach Angaben des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) sind derzeit rund 1.000 wasserstoffbetriebene Brennstoffzellen-Mikro-BHKW in Betrieb, dazu etwa 100 PKW und etwa 20 Busse. Rund 300 Industrieunternehmen arbeiten in Deutschland an der Entwicklung entsprechender Produkte. In der zurückliegenden Dekade flossen insgesamt 1,4 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung. Davon kam die Hälfte vom Bund, die andere Hälfte aus der Industrie.

Verglichen mit Wettbewerber Japan ist Deutschland noch weit von einer Marktdurchdringung entfernt. In Japan sind bereits 100.000 Brennstoffzellengeräte installiert. Bei Toyota läuft mit dem Mirai (dt. Zukunft) zudem das erste brennstoffzellenbetriebene Auto vom Band. 1.000 Einheiten pro Jahr fertigt Toyota vom Mirai. In zehn bis fünfzehn Jahren sollen insgesamt zwei Millionen Autos mit Brennstoffzelle auf japanischen Straßen rollen. Allein im laufenden Fiskaljahr fördert Japan die Technologie mit 280 Millionen Euro.

Hauptherausforderung bleiben Infrastruktur und Kosten. Lediglich 19 Wasserstoff-Tankstellen sind derzeit in Deutschland in Betrieb. Bis Ende diesen Jahres sollen es 50, bis 2023 rund 400 sein. Auch hier ist Japan Vorreiter. Allein in diesem Jahr sollen 100 Wasserstofftankstellen im Land entstehen, das Ministerium für Wirtschaft und Industrie (MITI) übernimmt hierbei die Hälfte der Kosten.

 

Ansprechpartner
David Schymczyk
(0) 221-931819-14
schymczyk@asew.de

MCC-StadtwerkeForum 2016

Auch in diesem Jahr richtet das Management Center of Competence (MCC) wieder sein StadtwerkeForum aus. Am 09. und 10. November 2015 werden in Köln hochkarätige Referenten die Wandlungen in der Energiewirtschaft in den Fokus nehmen. Neben den Herausforderungen für Energieversorgungsunternehmen durch den Strukturwandel im Energiemarkt werden die Zukunft der Energienetze, Möglichkeiten und Grenzen der Digitalisierung sowie Wertschöpfung mit neuen Geschäftsfeldern Schwerpunkte des StadtwerkeForums 2016 sein.

Weitere Details sowie die Möglichkeit zur Anmedlung erhalten Sie hier

 

Milliarden-Mehrkosten für Erneuerbare Energien in der EU

Die Europäische Union geht bei der Verfolgung ihrer Klimaziele zu wenig koordiniert vor. Zwischen 2000 und 2010 seien den EU-Mitgliedsstaaten deshalb beim Auf- und Ausbau erneuerbarer Energien Mehrkosten von mehr als 124 Milliarden Euro entstanden. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Managementberatung Bain & Company und des World Economic Forum (WEF).

Allein in den Aufbau von Windkraft- und Solaranlagen haben die EU-Mitglieder im untersuchten Zeitraum fast 489 Milliarden Euro investiert. Bei der Umsetzung notwendiger Maßnahmen herrsche oft Aktionismus. So trieben die EU-Länder den Aufbau von Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energien auf nationaler Ebene voran, ohne ihre Bemühungen untereinander abzustimmen. Darüber hinaus erfolge die Auswahl der Standorte für Windkraft- und Solaranlagen häufig nach dem Gießkannenprinzip. Klimatische Rahmenbedingungen, die einen möglichst effizienten Betrieb der Anlagen gewährleisten, würden nicht berücksichtigt. So liege die Sonnenleistung in Spanien mit 1.750 Kilowattstunden pro Quadratmeter rund 65 Prozent über der in Deutschland. Die Kapazität der deutschen Solaranlagen überträfe die spanischen jedoch um das sechsfache. Durch solch ineffiziente Nutzung der Ressourcen seien die Mehrkosten entstanden.

Klaus Neuhaus, Partner bei Bain & Company, zufolge hätte jeder vierte Euro, der EU-weit in den Aufbau von Windkraft- und Solaranlagen geflossen sei, eingespart werden können. Voraussetzung dafür sei, dass Anlagen dort entstünden, wo sie ihre größtmögliche Leistung erzielen können – also Windkraft im Norden und Sonnenenergie im Süden.

 

Ansprechpartner
René Dittrich
(0) 221-931819-31
dittrich@asew.de

Kernkraftwerke dreimal teurer als geplant

Die tatsächlichen Kosten für den Bau der deutschen Kernkraftwerke waren in der Vergangenheit um ein Mehrfaches höher als ursprünglich geplant. Das ist das Ergebnis der Studie „Ambition und Realität“ der Berliner Hertie School of Governance. Demnach lagen die Kosten für die Kraftwerke im Schnitt 187 Prozent höher als ursprünglich geplant. Zudem konnten bei den sechs untersuchten Kernkraftwerksprojekten aus den 60er und 80er Jahren im Zeitverlauf keine Lerneffekte ermittelt werden.

Deutlich besser war die Kostenkalkulation bei Offshore-Windparks. Mit einer Kostenüberschreitung von etwa 20 Prozent schneiden diese Bauvorhaben deutlich besser ab. Die Mehrkosten entstanden hier unter anderem durch Zeitverzögerungen bei der regulierten Netzanbindung. Dies führt die Studie auf mangelnde Koordination zwischen Übertragungsnetzbetreibern und Windparkprojektierern zurück. Nach Niklas Anzinger, Autor der Teilstudie zu Offshore-Projekten, könnte eine bessere Abstimmung auch mit den Nordsee-Anrainerstaaten zusätzliche Lerneffekte bringen, so dass die Offshore-Energie den gewünschten Beitrag zur Energiewende leisten kann.

Um eine Kostenexplosion bei großangelegten Projekten zu vermeiden, empfehlen die Studienautoren eine verbesserte Steuerung. Dafür müsse die öffentliche Infrastruktur-Planung vergleichbarer gemacht werden. Bund und Länder sollten sich dabei wie in Großbritannien um eine öffentlich zugängliche Datenbank über große Infrastrukturprojekte bemühen.

Insgesamt haben die Studienautoren 170 der seit 1960 in Deutschland realisierten oder sich noch im Bau befindlichen Großprojekte aus verschiedenen Bereichen untersucht. Die wirklichen Kosten lagen dabei im Schnitt 73 Prozent höher als veranschlagt. Zu besonders hohen Budgetüberschreitungen sei es allerdings zumeist bei „Pionierprojekten“ mit hohen Technologie-Risiken gekommen.

 

Ansprechpartner
René Dittrich
(0) 221-931819-31
dittrich@asew.de

Energieauditpflicht: Weniger als ein halbes Jahr bleibt zur Umsetzung

Das novellierte Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) ist seit Ende April in Kraft. Damit sind alle nicht als Kleine und Mittlere Unternehmen (Nicht-KMU) eingestuften Betriebe zu periodischen Energieaudits nach DIN EN 16247-1 verpflichtet. Erstmals muss ein solches Energieaudit bis zum 5. Dezember 2015 durchgeführt werden, dann regelmäßig alle vier Jahre.

Alternativ ist die Einführung eines höherwertigen Energie- oder Umweltmanagementsystems nach ISO 50001 bzw. EMAS möglich. Für Unternehmen, die damit ihre Pflicht übererfüllen, muss die Zertifizierung des Systems erst bis Ende 2016 nachgewiesen werden. Sollte der Auditpflicht nicht nachgekommen werden, drohen Bußgelder bis zu 50.000 Euro.

Von der Verpflichtung sind bis zu 100.000 Unternehmen betroffen. Auch sämtliche kommunalen Unternehmen unterliegen der Pflicht zum Energieaudit. Ausnahmen bestehen für Unternehmen, die hoheitlichen Aufgaben nachkommen und nicht der Körperschaftssteuerpflicht unterliegen sowie für Unternehmen in Kommunen mit weniger als 5.000 Einwohnern.

Da Stadtwerke-Mitarbeiter per se nicht von der Durchführung eines Energieaudits ausgeschlossen sind, ergibt sich hier die Chance zur Etablierung eines neuen Geschäftsfeldes.

Die ASEW rät dazu, sich entschieden zu positionieren. Neben der Begleitung des Energieauditprozesses im eigenen Unternehmen beraten wir hierbei beim Aufbau des Geschäftsfeldes, schulen Mitarbeiter in Lehrgängen, (Kompakt-)Seminaren und Inhouse-Veranstaltungen und helfen bei der Ausrichtung von Kundenveranstaltungen vor Ort. Zudem haben wir ein optisch ansprechendes Marketing- und Vertriebspaket geschnürt, das in der Kundenkommunikation sowie bei der Umsetzung eines Energieaudits eingesetzt werden kann. Dieses steht Mitgliedern kostenlos zur Verfügung.

 

Ansprechpartner:
Janike Klement
0221-931819-12
klement@asew.de

Smart Meter-Nutzung auch jenseits Einbauverpflichtung sinnvoll

Mit den Eckpunkten zum „Verordnungspaket Intelligente Netze“ hat das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) einen gestuften Zeitplan für den Smart Meter Rollout vorgelegt. Ab 2017 müssen Verbraucher mit mehr als 20.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch Smart Meter einrüsten. Bis 2028 sollen dann sämtliche Verbraucher bis 6.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch mit Smart Metern versorgt sein. Damit sind nur wenig mehr als ein Achtel aller Verbraucher in Deutschland abgedeckt.

Auch darüber hinaus kann für bestimmte Verbraucher eine Umrüstung des Zählers sinnvoll sein. Das wurde auf der Handelsblatt-Konferenz „Digitalisierung der Energiewirtschaft“ deutlich. Für Versorger lohne sich schon heute, bestimmte Kundensegmente auch jenseits der Einbauverpflichtung mit Smart Metern auszurüsten.

Auch ASEW-Mitglieder haben Erfahrungen mit Smart Metern gesammelt. So stattete RheinEnergie bislang über 30.000 Zählpunkte mit Smart Metern aus. Darunter befinden sich auch sogenannte Breaker, die per Fernbedienung eine Lieferunterbrechung oder die Lastbegrenzung ermöglichen. Die Gemeindewerke Nümbrecht haben sogar den Komplett-Rollout für ihr Versorgungsgebiet vollzogen.

Diese und andere Erfahrungen zeigen, dass der Rollout von Smart Metern auch über die Verpflichtung hinaus sinnvoll sein kann. Teilweise ergeben sich für Einbau und Betrieb der Smart Meter aber deutlich höhere Kosten. Die Planung und Umsetzung des künftigen Rollouts sollten Stadtwerke schon heute durchdenken. „Unsere Mitglieder sind auch hier Vorreiter“, sagt David Schymczyk, Kunden- und Produktmanager der ASEW unter anderem für den Bereich Smart Energy. „In der derzeitigen Ausgestaltung ist der verpflichtende Smart Meter Rollout vor allem für das Lastmanagement interessant. Aber Pilotprojekte zeigen, dass auch kleinere Verbraucher – Stichwort Lastbegrenzung – eine sinnvolle Kundengruppe für Smart Meter sind. Aus der Analyse der anfallenden Datenmengen lassen sich zudem künftig konkrete Maßnahmen nicht nur für Effizienzsteigerungen, sondern auch für Optimierungsmaßnahmen ableiten. Smart Meter unterstützen darüber hinaus auch Energieaudits oder Mieterstrom-Modelle. Die steigende Verbreitung der Technik dürfte in den nächsten Jahren zudem zu sinkenden Kosten führen. Dann amortisieren sich entsprechende Einbauten noch schneller.“

 

Ansprechpartner:
David Schymczyk
0221-931819-14
schymczyk@asew.de

Förderung der Energetischen Sanierung für den Vertrieb nutzen

Nach einer Umfrage der Deutschen Energie-Agentur (Dena) sind Bewohner energetisch sanierter Häuser sehr zufrieden und loben die gestiegene Wohnqualität. So würden 94 Prozent umgesetzte Modernisierungsmaßnahmen weiterempfehlen. Mehr als 80 Prozent empfinden Luftqualität und Raumtemperatur angenehmer als vor der Sanierung.

Die Bundesregierung hat in den vergangenen Wochen verschiedene Förderprogramme neu aufgelegt. Auch wurden bestehende Fördertöpfe gezielt aufgestockt. So fördert die KfW Bankengruppe etwa ab Oktober Bau und Sanierung von Nichtwohngebäuden in Kommunen. Der Bau und die energetische Sanierung von Wohngebäuden werden ebenfalls gefördert. Hier ist das Feld Contracting einer der Schwerpunkte. Die Fördersituation ist derzeit also so gut wie lange nicht mehr.

Die hohen Zufriedenheitsraten sowie das günstige Förderumfeld gilt es nun, für den Vertrieb zu nutzen. Die ASEW bietet hierzu eine kostenlose, grundlegende Fördermittelberatung an. Darüber hinaus unterstützen wir Auf- und Ausbau des Geschäftsfeldes Contracting. Im Rahmen unserer Mediathek stehen allen Mitgliedern kostenlose Mustervertragswerke zur Verfügung. Damit lassen sich etwa ohne größeren Aufwand die Grundlagen für den Aufbau eines Solarstrompachtangebots legen. Auch die Wärmelieferung mittels Mikro-BHKW wird durch ein Mustervertragswerk abgedeckt. Hiermit erhalten ASEW-Mitglieder eine wirkungsvolle Hilfe, um ein neues Geschäftsfeld zu erschließen.

 

Ansprechpartner:
Sarah Scholz
0221-931819-28
scholz@asew.de

Nächste ASEW-Veranstaltungen

ASEW-Veranstaltungen

01. Juli 2015, Stuttgart: ASEW-Seminar

8. September 2015, Köln: ASEW-Seminar
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9. und 10. September 2015, Frankfurt am Main: ASEW-Seminar
Gebäudesanierung >>

14. bis 16. September 2015, Dortmund: ASEW-Qualifizierungslehrgang
Kundenberater Energie & Umwelt (1. Block des Vertiefungskurses) >>

16. September 2015, Dortmund: ASEW-Seminar
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29. und 30. September 2015, Köln:
Contracting verstehen & erfolgreich verkaufen >>

 

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Veranstaltungen des Bundesverbands WindEnergie (BWE)
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Inhouse-Seminare

Die Inhouse-Schulungen der ASEW sind eine gute Form, möglichst kostengünstig und flexibel viele Mitarbeiter zu schulen. Denn die Schulungen werden auf die spezifischen Bedürfnisse und Wünsche des Mitgliedsstadtwerks zugeschnitten. Die ASEW verweist gezielt darauf, dieses Angebot zu nutzen.

Ihnen schwebt beispielswiese ein konkretes Thema vor oder Sie möchten Ihren Vertrieb oder Ihre Mitarbeiter aus dem Kundenzentrum zu wichtigen Themen fit machen? Möchten Sie Ihre Key Account-Manager zum Beispiel zum Thema „Energiesteuern/-abgaben/-umlagen“ schulen und Ihrem Geschäftskundenvertrieb ein neues Werkzeug an die Hand geben?

Dann sprechen Sie uns an. Wir stimmen mit Ihnen die Inhalte ab, suchen die passenden Referenten und begeben uns gemeinsam mit Ihnen auf die Suche nach weiteren Stadtwerken in Ihrer Region.
Somit sparen Sie nicht nur Zeit und Geld – sie schaffen es auf effiziente Weise Ihre Mitarbeiter weiterzubilden.


Ansprechpartnerin:
Christine Baer
0221/931819-17
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Nächste ASEW-Arbeitskreise

17. und 18. Juni 2015, Köln:
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Die Arbeitskreise der ASEW stehen allen ASEW-Mitgliedsunternehmen kostenfrei zur Verfügung. Sie sind herzlich eingeladen an unseren Sitzungen teilzunehmen. Eine Übersicht zu allen Arbeitskreisen finden Sie hier.

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