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UN-Klimakonferenz endet mit Klimavertrag

Die Delegierten auf der UN-Klimakonferenz in Paris haben sich einen Tag später als geplant auf das erste weltweite Klimaabkommen verständigt. Erstmals verpflichten sich damit sowohl Industrie- als auch Schwellen und Entwicklungsländer zum Klimaschutz und zu konkreten Strategien, um die Erderwärmung auf unter zwei Grad zu begrenzen. Das Abkommen ist verbindlich, die Ziele werden alle fünf Jahre nachjustiert. Christiana Figueres, Generalsekretärin der UN-Klimarahmenkonvention UNFCCC, kommentierte das ERgebnis mit den Worten: „Ein Planet, eine Chance, es richtig zu machen und das haben wir in Paris geschafft. Wir haben zusammen Geschichte geschrieben.“ Das Abkommen sei ein Abkommen der Solidarität mit den verwundbarsten Ländern und eines der Langzeit-Visionen, denn jetzt gelte, es dieses Abkommen in den Motor eines sicheren Wachstums zu verwandeln.

Das Abkommen enthält eine konkrete Handlungsanweisung: globales Gleichgewicht zwischen Treibhausgas-Emissionen und -Absorption in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts. Bis dahin sollen die CO2-Emissionen auf Null sinken. Allerdings wurden keine quantitativen Minderungsziele verbindlich festgelegt. Diese sollen weiterhin über die Selbstverpflichtungen der Länder konkretisiert werden. Bis zu diesem Ziel ist es noch ein weiter Weg. Bisher laufen die nationalen Klimaschutzpläne, die vor dem Klimagipfel eingereicht wurden, auf eine Erwärmung von rund 2,7 Grad hinaus.

Der im Vorfeld vor allem von der EU geforderte Mechanismus zur Nachjustierung der Klimaschutzziele wurde ebenfalls in das Abkommen aufgenommen: Ab 2023 sollen die Staaten alle fünf Jahre neue Klimaschutzpläne vorlegen. Für diese Pläne gilt das verbindliche Prinzip, dass sie nicht abgeschwächt werden dürfen, sondern immer ehrgeiziger werden müssen. Kontrolliert werden sollen die Fortschritte auch: Jedes Land muss über seine Treibhausgasemissionen berichten, damit die Fortschritte nicht nur auf dem Papier stehen, sondern auch der Realität entsprechen. Überprüft werden sollen die Ergebnisse von einem Expertenkomitee. Wie Regine Günther vom WWF Deutschland sagte, werde erstmals eine Architektur aufgesetzt bei der sich alle Staaten gemeinsamen, transparenten Zielen und Regeln unterwerfen, um den Klimawandel zu bekämpfen. Der internationale Klimaschutz habe einen großen Sprung nach vorn gemacht. Konkrete Strafen für Verstöße soll es allerdings nicht geben.

Als nächster Schritt wird das Abkommen nun in New York bei der UNO aufbewahrt und steht dort bis zum 16. April 2016 zum Unterzeichnen bereit. In Kraft tritt das Abkommen im Jahr 2020 – wenn mindestens 55 Länder, die zusammen für mindestens 55 Prozent der Treibhausgas-Emissionen verantwortlich sind, es unterzeichnet haben.

 

http://www.unric.org/de/uno-schlagzeilen/27682-cop21-neues-klimaschutzabkommen-ist-ein-historischer-triumph



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