BG

Mehr als 100 Versorger kündigen für 2016 Strompreiserhöhung an

Für viele Stromkunden ist die kurze Verschnaufpause bei den Strompreisen schon wieder vorbei. Örtlich steigen die Kosten um bis zu 7,5 Prozent. Das hat eine Auswertung des unabhängigen Verbraucherportals Verivox ergeben. Verantwortlich sind die zum Teil stark gestiegenen Netzkosten sowie die Anhebung mehrerer staatlicher Umlagen. Aufgrund sinkender Großhandelspreise wird Strom bei manchen Anbietern aber auch billiger. Während die Strompreise auf Jahressicht zuletzt leicht um 2 Prozent gefallen sind, kehren einige Anbieter zum Jahreswechsel 2016 diesen Trend wieder um. Bislang haben 103 Versorger Preiserhöhungen von durchschnittlich rund 2,8 Prozent angekündigt. Damit geben die Versorger meisten indes weniger als die Hälfte des gestiegenen Volumens an Umlagen und Aufschläge an die Kunden weiter; insgesamt betragen die Kostensteigerungen hier fast sieben Prozent.

Jan Lengerke, Mitglied der Geschäftsleitung bei Verivox, sagte, die Versorger läuteten nach den gesunkenen Preisen in diesem Jahr nun die Kehrtwende ein. „Da sich vor allem die Kosten der Stromnetze regional unterschiedlich entwickeln, sehen wir auch bei den Strompreisen kein einheitliches Bild. Von dort, wo die Netzentgelte 2016 besonders stark steigen, kommen nun auch die ersten Preiserhöhungen.“ Zugleich wollen aber auch 35 Versorger ihre Preise um durchschnittlich 2,3 Prozent senken.

Die Strompreiserhöhungen sind dem Anstieg der staatlichen Umlagen geschuldet. So klettert die EEG-Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien im kommenden Jahr um 0,184 Cent auf das Rekordhoch von 6,354 Cent je Kilowattstunde. Auch die Offshore-Haftungsumlage steigt auf 0,040 Cent (+178 Prozent). Die Umlage zur Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung wird voraussichtlich um 0,191 Cent auf 0,445 Cent je Kilowattstunde (+75 Prozent) erhöht. Die §19-NEV-Umlage, mit der große Stromverbraucher bei den Netzentgelten entlastet werden, steigt um 0,141 Cent auf 0,378 Cent je Kilowattstunde (+59 Prozent). Noch nicht klar ist die Höhe der AbLaV-Umlage, da die zugrundeliegende Verordnung, die eigentlich Anfang 2016 auslaufen sollte, derzeit durch den Bundestag um ein halbes Jahr verlängert werden soll. Hinzu kommen die steigenden Netzkosten für Strom. Sie verteuern sich im Bundesdurchschnitt um rund 4 Prozent. In einigen Regionen fällt die Erhöhung mit rund 15 Prozent jedoch auch deutlich stärker aus. 

 

Ansprechpartner
René Dittrich
0221.931819-31
dittrich@asew.de



zurück

Ansprechpartner:

Markus Edlinger

E-Mail edlinger@asew.de
Fon 0221 / 93 18 19 - 21
Fax 0221 / 93 18 19 - 9

 Warenkorb

Mitgliederbereich 

<< Oktober 2017 >>
  Mo Di Mi Do Fr Sa So
39 1
40 2 3 4 5 6 7 8
41 9 10 11 12 13 14 15
42 16 17 18 19 20 21 22
43 23 24 25 26 27 28 29
44 30 31
Heute: 16. Oktober 2017

Newsletter