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Monitoringbericht Energie 2015 veröffentlicht

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) und das Bundeskartellamt (BKartA) haben ihren gemeinsamen Monitoringbericht 2015 über die Entwicklungen auf den deutschen Elektrizitäts- und Gasmärkten veröffentlicht. Laut dem BKartA-Präsidenten Andreas Mundt profitierten Stromverbraucher von der großen Anbietervielfalt auf den Endkundenmärkten. Auch im Heizstrombereich habe der Wettbewerb endlich Fahrt aufgenommen. Die Stromgroßhandelsmärkte seien von hoher Liquidität gekennzeichnet. Die Marktmacht der größten Stromerzeugungsunternehmen habe in den letzten Jahren deutlich abgenommen. BNetzA-Präsident Jochen Homann betonte, dass die Stromerzeugung durch einen Rückgang der Erzeugung aus konventionellen Energieträgern bei einem gleichzeitigen Anstieg der Erzeugung aus erneuerbaren Energieträgern geprägt sei. Der Netzausbau könne damit immer noch nicht Schritt halten. „Als Folge mussten die Netzbetreiber 2014 verstärkt Maßnahmen zur Wahrung der Netz- und Systemstabilität ergreifen.“

Die Eingriffe der Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) in Form von Redispatchmaßnahmen sind im Vergleich zum Jahr 2013 um 6 Prozent auf 8.453 Stunden gestiegen. Die veranschlagten Kosten für diese Eingriffe wurden von den ÜNB mit 186,7 Millionen Euro angegeben. Auch bei der Abregelung der Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien hat sich die abgeregelte Last von 555 Gigawattstunden im Jahr 2013 auf 1.581 Gigawattstunden fast verdreifacht. Die entsprechenden Entschädigungszahlungen haben sich mit ca. 83 Millionen Euro um etwa 89 Prozent erhöht.

Auch für das Jahr 2015 zeichnet sich bereits im ersten Quartal eine abermalige Erhöhung der Abregelung und somit der Entschädigungszahlungen ab. Wie aus vorläufigen Zahlen der BNetzA hervorgeht, summierten sich die Kosten zur Aufrechterhaltung einer sicheren Stromversorgung allein im ersten Halbjahr 2015 auf rund 500 Millionen Euro. Allein für Abreglungen seien in den ersten beiden Quartalen 2015 knapp 150 Millionen Euro angefallen.

 

www.bundesnetzagentur.de/berichte



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