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„Ein Opfer der Energiewende“: ASEW auf Fortbildung

Die Energiewelt befindet sich im Umbruch. Wohl nirgendwo besser kann man dies erkennen als in den klassischen, von der Energieerzeugung tief geprägten deutschen Industrielandschaften. Sei es die Oberlausitz, deren Braunkohleförderung bis 1989 die entscheidende Stütze für die DDR-Wirtschaft war, das Ruhrgebiet und das Saarland, die beide tiefgreifend vom Steinkohleabbau geprägt wurden, oder aber das Rheinisch-Westfälische Revier, wo der Tagebau Garzweiler bundesweit Symbol für fossile Energiegewinnung wurde.

Aus diesem Grund machte die ASEW-Geschäftsstelle letzteres Ziel zum Mittelpunkt einer internen Fortbildung. Im Tagebau Garzweiler konnte sich die ASEW-Crew mit eigenen Augen davon überzeugen, was es heißt, auf Millionen Tonnen Braunkohle zu sitzen. RWE Power fördert hier die in Jahrmillionen aus abgestorbenen Pflanzen gebildete Braunkohle, um diese etwa im Kraftwerk Niederaußem zu verstromen.



Fasziniert hörten die ASEW-Mitarbeiter, dass nach der Auskohlung der Lagerstätte ein riesiger See geplant ist. Ab 2045 sollen rund zwei Milliarden Kubikmeter Wasser aus dem Rhein dafür sorgen, dass das Restloch zu einem 23 Quadratkilometer großen See wird. Bis man sich am Seestrand sonnen oder im neuen See schwimmen kann, werden bei einer Füllgeschwindigkeit von 60 Millionen Kubikmetern Wasser pro Jahr einige Jahrzehnte ins Land gehen.

Nach der Rundfahrt durch den Tagebau stand eine Führung durch das Braunkohlekraftwerk Niederaußem auf dem Plan. Neun Kraftwerksblöcke erbringen hier eine Leistung von fast 3.400 Megawatt für die Grundlast. Die Führung ging durch die Innereien von Block K, dem BoA 1. BoA steht für Braunkohlekraftwerk mit optimierter Anlagentechnik. Das Kraftwerk kann sich des zweithöchsten Kühlturms der Welt rühmen. Das Kesselhaus ist mit 172 Metern Höhe zudem das höchste Industriegebäude Deutschlands.

 

Bei heftigen Böen war der Blick vom Kesselhaus überwältigend. Ein aufziehendes Gewitter sorgte für eine eindrucksvolle Lichtkulisse.

Die Fortbildung der ASEW wird sicherlich nicht die letzte ihrer Art sein – auch wenn man sich nicht unbedingt dem Schluss des Führers anschließen muss, das BoA sei „ein Opfer der Energiewende geworden“. 

 

Ansprechpartnerin
Anne Zimmermann
0221.931819-16
zimmermann@asew.de



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Ansprechpartner:

Markus Edlinger

E-Mail edlinger@asew.de
Fon 0221 / 93 18 19 - 21
Fax 0221 / 93 18 19 - 9

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