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Mehr Biomethan im Erdgasnetz

2015 wurde 15 Prozent mehr Biomethan ins Erdgasnetz eingespeist als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt waren es 8,5 Terawattstunden. Damit hatte Biomethan 2015 laut Branchenbarometer Biomethan der Deutschen Energie-Agentur (dena) einen Anteil von 2,1 Prozent an den erneuerbaren Energien im Strom-, Wärme- und Verkehrssektor.

Die Bedingungen für die Biomethanbranche sind indes denkbar ungünstig: Die Nachfrage im Verkehrssektor ist rückläufig und die Vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) wird ab 2017 nochmals sinken. Gleichwohl merkte Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung, bei der Vorstellung des Branchenbarometers an: „In den letzten zehn Jahren hat sich ein gut funktionierender Markt für Biomethan entwickelt, die Potenziale sind allerdings bei Weitem noch nicht ausgeschöpft.“ Biomethan sei als Energieträger sehr flexibel und könne in allen Verbrauchssektoren – in der Stromerzeugung, im Wärmemarkt und im Verkehr – CO2 einsparen. „Damit die Potenziale optimal für die Energiewende genutzt werden können, brauchen wir jetzt insbesondere für den Verkehrsbereich klare politische Signale". Die Einführung einer energetischen Unterquote für besonders umweltfreundliche Kraftstoffe im Rahmen der Treibhausgasminderungsquote böte eine Chance, nachhaltige alternative Kraftstoffe wie Biomethan oder Power-to-Gas schneller in den Markt einzuführen.

Überwiegend wurde Methan in der Kraft-Wärme-Kopplung genutzt. Dagegen war im Verkehrssektor ein Rückgang zu verzeichnen – Schuld sind niedrige Quotenpreise und hoher Vermarktungsaufwand. Im Wärmesektor lag der Biomethananteil an der Erzeugung aus erneuerbaren Energien mit 2,7 Prozent am höchsten, im Verkehrssektor mit 1,1 Prozent am niedrigsten. Regenerativstrom wurde zu rund 1,7 Prozent auf Basis von Biomethan erzeugt. Insgesamt senkte der Einsatz von Biomethan die CO2-Emissionen um 3,2 Millionen Tonnen. Laut dena wird sich der Biomethananteil im Strom- und Wärmesektor kurzfristig nicht erhöhen, zumal die Vergütung für Biomethan im EEG 2014 um rund 40 Prozent gesunken ist und auch die ab 2017 geplanten Ausschreibungen für Biomasse keine attraktive Option bieten.

 

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