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E-Mobilität: Kaum Nachfrage trotz Umweltbonus

Seit Juli können Kunden beim Abschluss eines Kauf- oder Leasingvertrages für ein Elektroauto eine Kaufprämie von 3.000 bzw. 4.000 Euro beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragen. Die Regelung gilt rückwirkend für Verträge, die ab dem 18. Mai diesen Jahres abgeschlossen wurden. Den erhofften Schub hat der Umweltbonus bisher aber nicht gebracht. Beim BAFA gingen bislang rund 6.000 Anträge ein, davon rund die Hälfte für reine Batteriefahrzeuge. Diese Bilanz zogen gemeinsam WWF und Lichtblick.

Zu Beginn des Jahres waren beim Kraftfahrt-Bundesamt rund 25.500 Elektroautos und 130.400 Fahrzeuge mit Hybrid-Antrieb registriert. Dem stand eine Gesamtzahl von 45,1 Millionen PKW auf Deutschlands Straßen gegenüber. Wie Viviane Raddatz, WWF-Expertin für nationale Klima- und Energiepolitik, folgert, reiche die Kaufprämie allein offenbar nicht aus, um die Elektromobilität massiv zu beschleunigen. Laut Gero Lücking, Geschäftsführer Energiewirtschaft bei Lichtblick, bringe erst die Entwicklung von Batteriespeichern, die höhere Reichweiten ermöglichten, „uns dem Zwischenziel von einer Million Elektrofahrzeugen näher". Das Preis-Leistungs-Verhältnis der derzeit angebotenen E-Fahrzeuge sei trotz Kaufprämie unbefriedigend.

Einen deutlichen Schub für die E-Fahrzeuge erhoffen sich WWF und Lichtblick von einer Verzahnung von Elektromobilität und erneuerbaren Energien. Intelligent vernetzte Elektromobile könnten künftig die schwankende Produktion von Wind- und Sonnenstrom ausgleichen und die Stromnetze stabilisieren. Dadurch könnte auch die Wirtschaftlichkeit der Elektroautos verbessert werden.

Unterdessen plant Tank und Rast einen Ausbau der Ladeinfrastruktur. Wie das Handelsblatt berichtet, sollen spätestens 2017 alle 390 Autobahn-Raststätten von Tank und Rast mit typenunabhängigen Schnell-Ladestationen ausgerüstet werden. An 60 Standorten gebe es bereits solche Ladestationen. Um sein Ziel zu erreichen, will Tank und Rast eng mit Automobilkonzernen zusammenarbeiten. Laut „Bild“-Zeitung ist das Unternehmen mit BMW, Daimler und Volkswagen im Gespräch. Offiziell wurde dies nicht bestätigt. Das Unternehmen betreibt zwischen Flensburg und Garmisch-Partenkirchen 390 Autobahnraststätten und 350 Tankstellen.

 

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