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Brennstoffzellen: ASEW unterstützt Stadtwerkevertrieb

Anfang des Jahres ist die lange diskutierte Novelle des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWKG) in Kraft getreten. Bei der Diskussion um die Neuerungen im KWKG wurden die Möglichkeiten von Brennstoffzellen in der Regel schnell übergangen. Brennstoffzellen erzeugen mittels eines chemischen Prozesses Energie; dabei entstehen sowohl Strom als auch Wärme – damit sind entsprechende, erdgasbetriebene Geräte prädestiniert für den Einsatz sowohl in Privat-, vor allem aber Gewerbeimmobilien. Und das Potenzial in den kommenden Jahre ist groß: Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums sind etwa 13 Millionen Heizkessel älter als 15 Jahre. Ein Drittel aller deutschen Heizkessel ist sogar älter als 20 Jahre. Die Austauschrate von aktuell drei Prozent pro Jahr soll durch das seit Anfang des Jahres verbindliche Effizienzlabel für Heizungsaltanlagen um jährlich 20 Prozent steigen – es geht also um einen jährlichen Markt von aktuell fast 460.000 Geräten. Zudem sind Brennstoffzellen in Form von Beistellgeräten zu bestehenden Heizungssystemen eine gute Ergänzung, um den Eigenstromanteil zu erhöhen. Für Stadtwerke bietet dies eine Möglichkeit, gezielt solche Kunden mit Contracting-Angeboten anzusprechen, die eine neue Heizungsanlage stromseitig ergänzen wollen. Dies ist vor allem für solche Kunden eine Option, die einen hohen Strom-, aber eher geringen Wärmebedarf haben.

Für Brennstoffzellen wurde im neuen KWKG zudem eine interessante Übergangsregelung geschaffen: Anlagen, die bis Ende 2016 bestellt werden und spätestens ein Jahr darauf in Betrieb gehen, können noch nach dem KWKG 2012 vergütet werden. Das heißt: Über zehn Jahre wird erzeugter Strom mit 5,41 Cent je Kilowattstunde vergütet statt mit nurmehr vier Cent nach dem KWKG 2016. Da Brennstoffzellen zudem typischerweise durchgehend betrieben werden, ist die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung auf dieser Basis deutlich besser. Die gute Fördersituation – in Nordrhein-Westfalen etwa über progress.nrw, dazu das aktuell in der Prüfung durch die EU befindliche Technologieeinführungsprogramm TEP – mit je um die 10.000 Euro Fördersumme macht die Technologie sehr interessant.

Die ASEW hat im Rahmen der Arbeitsgruppe Brennstoffzellenprodukt verschiedene Leistungen zur Unterstützung der Erschließung des Marktpotenzials erarbeitet. Unter anderem bieten wir eine Marketingunterstützung durch Informationsflyer sowie Musteranschreiben für Endkunden. Dazu erarbeiten wir aktuell ein Vertriebspaket, das es Stadtwerken ermöglicht, Kunden eine innovative Dienstleistung anzubieten. Das Paket beinhaltet neben einem BaFin-geprüftem Vertragswerk unter anderem ein Kalkulationstool, vergünstigte Einkaufsmöglichkeiten über eine Sammelausschreibung sowie Kundeninformationsveranstaltungen vor Ort.

 

Ansprechpartner
David Schymczyk
0221.931819-14
schymczyk@asew.de



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Ansprechpartner:

Markus Edlinger

E-Mail edlinger@asew.de
Fon 0221 / 93 18 19 - 21
Fax 0221 / 93 18 19 - 9

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