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Endlager-Kommission einig über Definition

Die Mitglieder der „Kommission hoch radioaktiver Abfallstoffe“ (Endlager-Kommission) haben sich auf eine grundlegende Definition des Begriffes „Standort mit bestmöglicher Sicherheit“ geeinigt. Die Definition ist Basis für das von der Kommission im Abschlussbericht zu beschreibende Suchverfahren für ein Endlager für insbesondere hochradioaktive Abfallstoffe. Der beschlossenen Definition nach muss ein solcher Standort in einem „vergleichenden Verfahren“ gefunden werden und „die bestmögliche Sicherheit für den dauerhaften Schutz von Mensch und Umwelt vor ionisierender Strahlung und sonstigen schädlichen Wirkungen dieser Abfälle für einen Zeitraum von einer Million Jahren“ gewährleisten. Hierzu gehört auch „die Vermeidung unzumutbarer Lasten und Verpflichtungen für zukünftige Generationen“ sowie „Möglichkeiten zur Fehlerkorrektur.“

Die Kommissions-Mitglieder haben zudem ihre Diskussion des ersten Teils des Abschlussberichtes begonnen. Diesen muss die Endlager-Kommission bis Ende Juni 2016 vorlegen. Vorher soll er noch öffentlich diskutiert werden. Der Ko-Vorsitzende der Kommission, Michael Müller, mahnte zur Eile. Die Kommission liege zwei Monate hinter dem Zeitplan.

Die Finanzierung der atomaren Entsorgung steht indes europaweit auf wackeligen Füßen. So wird die Rückholung des Atommülls aus dem Zwischenlager Asse wohl weitere zehn Milliarden Euro kosten. Nach Ansicht der Endlager-Kommission werde die geplante Bergung und erneute Lagerung des radioaktiven Abfalls aus dem maroden Salzstock Kosten von jeweils bis zu fünf Milliarden Euro verursachen. Das geht aus dem aktualisierten Bericht zu der Standortauswahl für ein Endlager hoch radioaktiver Abfallstoffe hervor. In der Schachtanlage Asse lagern 126.000 Fässer Atommüll aus deutschen Atomkraftwerken. Nach Ansicht der EU-Kommission sollen zudem die Entsorgungsrückstellungen der EU-Länder insgesamt eine Lücke von rund 120 Milliarden Euro aufweisen. Das geht aus einer Analyse des EU-Energiekommissariats von Miguel Arias Canete für das sogenannte Nuclear Illustrative Programme (PINC) hervor. Demnach veranschlagt das Kommissariat die Kosten für den Rückzug aus der Nuklearenergie in der EU bis 2050 auf 268 Milliarden Euro. Dabei seien ein Finanzbedarf von 126 Milliarden Euro für den Rückbau der Atomkraftwerke und von 142 Milliarden Euro für die Atommüllentsorgung einberechnet.

 

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