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Langenfeld: Größtes kaltes Nahwärmenetz Deutschlands

Die Stadtwerke Langenfeld GmbH bauen in einem neuen Wohngebiet ein zentrales Blockheizkraftwerk mit Eisspeicher. Wie Kersten Kerl, Geschäftsführer der Stadtwerke Langenfeld, mitteilte, sei das Bauvorhaben in Form und Größe bundesweit einmalig. Das BHKW versorgt insgesamt 58 angeschlossene Häuser mit Strom und Wärme. Der integrierte Eisspeicher ergänzt diese Energieerzeugung. Er erzeugt Energie, indem 800 Kubikmetern Wasser in einem Becken die Wärme entzogen wird. Beim „kontrollierten Phasenübergang“ von Wasser zu Eis werden große Mengen an Kristallisationsenergie freigesetzt. Das Eis steht nun zur kostenlosen Kühlung zur Verfügung. Mit 5.000 bis 7.000 Euro Investitionskosten sind Eisspeicher preisgünstiger als Geothermie-Anlagen mit Erdspieß. Der Einsatz letzterer sei zudem in Trinkwasser-Schutzzonen riskant. Stadtwerke-Geschäftsführer Kerl zufolge werde „dieses sogenannte kalte Nahwärmenetz […] im privaten Wohnbereich die größte Anlage in ganz Deutschland sein.“

Was zunächst wie ein Wiederspruch klingt, bietet einige Vorteile. Nach einer Untersuchung aus dem Jahr 2008 lassen sich für kalte Nahwärmenetze mit dezentralen Wärmepumpen mit einer Jahresarbeitszahl von 4.0 gegenüber Ölheizungen etwa 40 Prozent, gegenüber Gasheizungen etwa 35 Prozent Primärenergie einsparen. Ein weiterer wesentlicher Vorteil ist die Möglichkeit zur Einbindung von Niedertemperaturabwärme. Auch lässt sich das kalte Nahwärmenetz zur kostengünstigen Kühlung der Gebäude im Sommer einsetzen. Die Erschließung von klassischen Erdsondenfeldern oder Bodenkollektoren ist oftmals recht kostenintensiv, was die Wirtschaftlichkeit solcher Netze negativ beeinflussen kann.

 

www.stadtwerke-langenfeld.de



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