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Nationale Klimaschutzziele gefährdet?

Das zentrale Ziel der Bundesregierung, die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren, ist offenbar gefährdet. Das räumte der Vorsitzende der Expertenkommission zum Monitoring-Bericht „Energie der Zukunft“, Professor Andreas Löschel, vor dem Bundestagsausschuss für Wirtschaft und Energie ein. Konkret ging es dabei um seine Stellungnahme zum vierten Monitoring-Bericht.

Professor Löschel zufolge müsse das Tempo der Emissionsminderung in den wenigen Jahren bis 2020 mindestens verdreifacht werden. Der Ausbau der erneuerbaren Energien im Stromsektor befinde sich zwar auf Zielkurs. Sie könnten bis 2020 einen Mindestanteil am Stromverbrauch von 35 Prozent erreichen. Die Bundesregierung sollte jedoch Wege aufzeigen, die Stagnation des Anteils erneuerbarer Energien jenseits des Elektrizitätssektors zu überwinden. Die Erhöhung des Endenergieverbrauchs im Verkehr im Jahr 2014 stelle dabei einen „weiteren Rückschritt“ dar. Individual- und Güterverkehr auf den Straßen verzeichneten eine Zunahme der Gesamtfahrleistung auf die höchsten Werte in der Geschichte der Bundesrepublik.

Im Monitoring-Bericht heißt es, der Ausstoß von Treibhausgasen im Jahr 2014 sei um 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr und im Vergleich zum Jahr 1990 sogar um rund 27 Prozent zurückgegangen. Mit einem um neun auf 161,4 Terawattstunden gestiegenen Anteil seien die erneuerbaren Energien inzwischen die wichtigste Stromquelle Deutschlands. Damit sei der Anteil erneuerbarer Energien erstmals größer als der von Braunkohle gewesen.

Der Anteil erneuerbarer Energien am Wärmeverbrauch lag 2014 mit zwölf Prozent geringfügig unter dem Vorjahresniveau. Dagegen war im Verkehrssektor ein moderater Anstieg beim Energieverbrauch aus erneuerbaren Energien feststellbar. Der Primärenergieverbrauch sei 2014 im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent gesunken. Nach Angaben der Bundesregierung wurden für die Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien im Jahr 2014 19,2 Milliarden Euro ausgegeben.

 

www.bundestag.de

 

 



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