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Ein Drittel Grünstrom im ersten Halbjahr 2015

Regenerative Quellen haben im ersten Halbjahr mit 32,5 Prozent zum gesamten Stromverbrauch in Deutschland beigetragen. Dies liegt vor allem am starken Zubau der Offshore-Windenergie. Wie der Bundesverband Windenergie (BWE) mitteilte, gingen im ersten Halbjahr 422 Windenergieanlagen auf See mit einer Leistung von mehr als 1.765 Megawatt neu ans Netz. Insgesamt speisten damit zum 30. Juni 2015 668 Offshore-Anlagen mit einer Leistung von fast 2.800 Megawatt Strom ein. Die Branche rechnet für das Jahr 2015 mit einem gesamten Zubau von etwa 2.250 Megawatt. Dann werden in Nord- und Ostsee deutsche Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von bis zu 3.300 Megawatt am Netz sein.

Der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) verwies jedoch darauf, dass der Ausbau bei anderen Erneuerbaren Energien, insbesondere Photovoltaik und Biogas, derzeit stark rückläufig sei. Zudem gebe es gravierende Einschnitte nicht nur bei den anderen Technologien im Stromsektor, sondern auch ein zu schwaches Wachstum in den Bereichen Wärme und Mobilität. Erneuerbare Energiequellen tragen nur knapp 11 Prozent zum Wärmeverbrauch bei, der Anteil der klimafreundlichen Mobilität beläuft sich auf gerade einmal 5 Prozent. Laut BEE sei jedoch nur im Zusammenspiel das Erreichen der übergeordneten Ziele bis zum Jahr 2020 möglich: ein Anteil von 18 Prozent Erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch sowie die Reduktion der klimaschädlichen Treibhausgase um 40 Prozent in Relation zu 1990. Zum gesamten Endenergieverbrauch in den Monaten Januar bis Juni 2015 tragen die Erneuerbaren Energien mit gut 14 Prozent bei. Der europäische Durchschnitt liegt bei 15 Prozent.

Die Bundesnetzagentur hat indes die Zahlen für den Zubau von Photovoltaikanlagen im Monat Mai veröffentlicht. Danach wurden 101,4 Megawatt peak Solarleistung installiert. Seit September 2014 hält sich das Niveau des PV-Zubaus damit bei etwa 100 Megawatt peak. Im Juli letzten Jahres wurde dagegen noch mehr als dreimal so viel PV-Leistung zugebaut. Durch die geringe Zubaurate sinkt auch die Einspeisevergütung kaum. Die Zubauzahlen der vergangenen zwölf Monate liegen mit weniger als 1.600 Megawatt peak deutlich unterhalb des gesetzlich festgelegten Zubaukorridors von 2.400 bis 2.600 Megawatt peak. Der Wert liegt sogar nur noch knapp über der Schwelle, bei der die Vergütung nicht mehr abgesenkt würde. Entsprechend sinkt diese wie in den vergangenen drei Quartalen um 0,25 Prozent. Neu installierte Dachanlagen erhalten somit ab 1. September eine Vergütung von 12,31 (bis 10 Kilowatt peak), 11,97 (bis 40 Kilowatt peak) sowie 10,7 (bis 500 Kilowatt peak) Cent je Kilowattstunde. Bei Anlagen auf Nichtwohngebäuden und Anlagen auf Freiflächen bis 500 Kilowatt peak liegt die Vergütung bei 8,52 Cent je Kilowattstunde.

 

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