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KWK-Förderung soll grundlegend umgebaut werden

Das Bundeswirtschaftsministerium will die Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung offenbar grundlegend umgestalten. Das geht aus dem Referentenentwurf für ein neues Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWK-G) hervor. Der Entwurf gestaltet die Vorgaben aus, die das Anfang des Monats erschienene Weißbuch „Ein Strommarkt für die Energiewende“ definiert hat.

Die im Entwurf deutlich werdende neue Struktur der KWK-Nutzung soll die Dekarbonisierung der Kraft-Wärme-Kopplung voranbringen. Kohle-KWK wird grundsätzlich nicht mehr gefördert. Das KWK-Ausbauziel – bislang 25 Prozent der gesamten Stromerzeugung – wird künftig auf 25 Prozent der thermischen Erzeugung reduziert. Dies gewährleiste die „Passfähigkeit der KWK sowohl zur Entwicklung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien als auch der Erzeugung der übrigen konventionellen Anlagen.“ Die Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung, aktuell knapp 600 Millionen Euro pro Jahr, soll auf maximal 1,5 Milliarden Euro erhöht werden.

Betreiber von KWK-Anlagen mit mehr als 100 Kilowatt Leistung sollen zudem besser in den Strommarkt integriert werden. Sie sollen künftig zur Direktvermarktung verpflichtet werden. Betreiber kleiner Anlagen haben die Wahl: Eigenverbrauch, Direktvermarktung oder kaufmännische Vermarktung über den Netzbetreiber. Im letzten Fall gilt der Durchschnittspreis für Grundlaststrom an der EEX.

Aus dem Referentenentwurf sind auch neue KWK-Zuschläge zu entnehmen – diese wurden erheblich angehoben. Sie liegen bei 8 (bisher: 5,41) für Anlagen ab 50 Kilowatt Leistung, fünf (bisher: vier) bis 250 Kilowatt, 4,4 (bisher: 2,4) bis zwei Megawatt und für alle größer dimensionierten Anlagen bei 3,1 (bisher: 1,8) Cent je Kilowattstunde.

Ähnlich wie Kohle-KWK soll auch KWK-Eigenerzeugung grundsätzlich nicht mehr gefördert werden: „Eigenstromerzeugung wird nur noch in Bereichen gewährt, in denen die Anlagen ohne Förderung nicht wirtschaftlich betrieben werden können und in denen deshalb Investitionen in hocheffiziente KWK-Anlagen unterbleiben würden.“ Ausnahmen gibt es nur für Kleinanlagen bis 50 Kilowatt Leistung.

Die Erhöhung der KWK-Förderung wird auch Auswirkungen auf die Umlagenhöhe haben. Diese wird sich den Berechnungen zufolge von aktuell 0,254 Cent je Kilowattstunde mindestens verdoppeln.

 

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