BG

Sachverständigenrat fordert nationalen Kohlekonsens

Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) hat einen „nationalen Konsens“ über einen Ausstieg aus der Kohleverstromung gefordert. Wie das Beratergremium der Bundesregierung mitteilte, gelte es, die Erfahrungen aus dem jahrzehntelangen Konflikt um den Atomausstieg zu nutzen. Man müsse beizeiten „eine öffentliche Debatte über einen geordneten, langfristig ausgerichteten Kohlekonsens“ führen. So könne das Vertrauen in die Energiewende gefördert und Planungssicherheit für alle beteiligten Akteure erreicht werden.

Der SRU hat seine Vorstellungen in „Zehn Thesen zur Zukunft der Kohle bis 2040“ niedergelegt. Als Gegenbeispiel verweist der SRU auf das lange Ringen um den Atomausstieg. Der Konflikt darüber sei derart „grundsätzlich“ gewesen, dass Deutschland bis in die jüngere Zeit hinein energiepolitisch nur begrenzt handlungsfähig gewesen sei.

Der „Kohlekonsens“ soll nach dem Vorbild der Ethikkommission zur Energiewende von einer Plattform aus Vertretern von Bund, Ländern, Wirtschaft, Verbänden und Gewerkschaften organisiert werden. Darüber hinaus plädiert der SRU dafür, diese „hochrangig“ zu steuern, etwa durch Einbeziehung von Kanzleramt und den Ministerpräsidenten der Länder.

Unterdessen stellte die Kraftwerkssparte der RWE, RWE Power, anlässlich der Jahrespressekonferenz eine bei Forsa in Auftrag gegebene Studie vor. Demnach halten es 63 Prozent der Befragten für falsch, dass nach den Kernkraft- auch die Kohlekraftwerke abgeschaltet werden sollen. Laut Forsa-Chef Prof. Manfred Güllner sei sich eine große Mehrheit von 75 Prozent der Deutschen darüber im Klaren, dass neben Sonne und Wind weiterhin die herkömmlichen Energiequellen zur Stromerzeugung genutzt werden müssten. Dem RWE Power-Vorstandsvorsitzenden Matthias Hartung zufolge zeigten die Zahlen, dass die breite Bevölkerung die Braunkohle sehr realistisch betrachte. Das Betriesergebnis der konventionellen Erzeugung bei RWE ist indes stark eingebrochen. Im ersten Quartal erzielte RWE Power 428 Millionen Euro und damit 23 Prozent weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum.

 

www.umweltrat.de/DE/DerSachverstaendigenratFuerUmweltfragen/dersachverstaendigenratfuerumweltfragen_node.html



zurück

Ansprechpartner:

Markus Edlinger

E-Mail edlinger@asew.de
Fon 0221 / 93 18 19 - 21
Fax 0221 / 93 18 19 - 9

 Warenkorb

Mitgliederbereich 

<< Oktober 2017 >>
  Mo Di Mi Do Fr Sa So
39 1
40 2 3 4 5 6 7 8
41 9 10 11 12 13 14 15
42 16 17 18 19 20 21 22
43 23 24 25 26 27 28 29
44 30 31
Heute: 16. Oktober 2017

Newsletter