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Mehr Ökostrom für Klimaschutz unabdingbar

Um die Vorgaben des Pariser Klimaabkommens einzuhalten, muss Deutschland erheblich mehr Ökostrom produzieren als bislang geplant. Das zeigt die Studie „Sektorkopplung durch die Energiewende“ der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW Berlin). Die Studie rechnete dabei neben dem Stromsektor erstmals auch den Energiebedarf von Verkehr, Wärmeversorgung und Industrie mit ein.

Demnach braucht Deutschland spätestens im Jahr 2040 jährlich 1.320 Terawattstunden an erneuerbarem Strom. Das ist mehr als doppelt so viel wie heute. Der deutlich höhere Strombedarf entsteht, weil auch Verkehr, Wärme und Industrie zum Erreichen der Klimaschutzziele in Deutschland von fossilen Energieträgern auf erneuerbaren Strom umschwenken müssen. Laut Studienleiter Prof. Dr. Volker Quaschning sei mit den geringen Zubaukorridoren des Erneuerbare-Energien-Gesetzes ein Einhalten der Paris-Ziele praktisch unmöglich. „Entweder fehlt den politisch Verantwortlichen der nötige Sachverstand oder sie beabsichtigen das Klimaschutzabkommen gar nicht einzuhalten.“

Bereits im letzten Monat hatte sich Bundesumweltministerin Barbara Hendricks bei einem EU-Treffen für die Ratifizierung des Pariser Klimaabkommens stark gemacht. Parallel begannen auch die parlamentarischen Beratungen zum EEG 2017. Wie Marcel Keiffenheim, Leiter Politik und Kommunikation von Greenpeace Energy, kritisierte, treibe die Bundesregierung binnen einer Woche zwei verbindliche Rechtsakte voran, die sich inhaltlich komplett widersprächen. „[D]as ist klimapolitische Schizophrenie“. Greenpeace Energy präsentierte die HTW-Studie gemeinsam mit Studienleiter Quaschning und ergänzte sie um Berechnungen zum Bedarf an Langzeitspeichern für ein versorgungssicheres erneuerbares Energiesystem.

 

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