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Bessere Solarwärmeförderung belebt die Nachfrage

Eine verbesserte Förderung neuer Solarwärme-Anlagen belebt die Nachfrage bei den Endverbrauchern. Das machte BSW-Solar-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig auf der Intersolar in München deutlich. „Auch Stadtwerke beginnen sich langsam für die Solarwärme zu interessieren“. Unter anderem zeige das Marktanreizprogramm (MAP) Wirkung. Die Mindestförderung für eine Solarthermie-Anlage zur Heizungsunterstützung beträgt 2.000 Euro, für eine ST-Anlage zur reinen Warmwasserbereitung 500 Euro. Einen weiteren Anreiz schaffe das neue Energieeffizienzprogramm (APEE), mit dem sich die Förderung aus der MAP zusätzlich um 20 Prozent erhöhe.

Im vergangenen Jahr seien 100.000 neue Anlagen hinzugekommen und dies sei auch nötig, da es in Deutschland einen Sanierungsstau gebe. „Millionen veraltete und ineffiziente Heizungen müssen dringend ausgetauscht werden.“ Gewaltige Solarwärme-Potenziale seien noch unerschlossen und dies bei Erzeugungskosten, die mittlerweile bei weniger als fünf Cent je Kilowattstunde thermisch liegen würden. Insgesamt waren nach den Zahlen des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW Solar) knapp 2,15 Millionen Solarwärme-Anlagen mit einer installierten Leistung von 13,4 Gigawatt am Netz, davon sind im vergangenen Jahr 564 Megawatt installiert worden. Ende 2013 lag die installierte Leistung bei 12,3 Gigawatt.

Allerdings sind die Zahlen kein Vergleich zum Rekordzubau etwa im Jahr 2008 mit 1.500 Megawatt deutschlandweit. BSW-Hauptgeschäftsführer Körnig sieht auch ein hohes Potenzial in den nächsten Jahren bei großtechnischen Anlagen. Für dieses Segment würden sich auch Stadtwerke beginnen zu interessieren − auch in Kombination mit Fernwärme.

Weltweit betrachtet verliert der Markt bei der solaren Wärme allerdings immer mehr an Dynamik. Das zeigen Daten der Internationalen Energieagentur (IEA). Die globale Solarwärmeleistung betrug Ende des vergangenen Jahres 435 Gigawatt. Weltweit wurden 2015 Solarwärmeanlagen mit einer thermischen Leistung von mehr als 37 Gigawatt neu installiert − und damit erheblich weniger als in den Jahren zuvor. Im Jahr 2014 lag der globale Zubau bei rund 47 Gigawatt, 2015 bei knapp 55 Gigawatt.

 

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