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161 Millionen Euro Bundesmittel für Brennstoffzellen

Das Bundesverkehrsministerium (BMVI) will zusätzliche Fördermittel bereitstellen, um die Marktreife von Wasser- und Brennstoffzellen zu fördern. Wie Staatssekretär Rainer Bomba mitteilte, sollen die Mittel von 2016 bis 2018 um insgesamt 161 Millionen Euro aufgestockt werden. Antragsberechtigt seien auch Stadtwerke, die beispielsweise mit Brennstoffzellen betriebene Busse anschaffen wollen. Das BMVI geht davon aus, dass auch das Bundeswirtschaftsministerium weitere Fördermittel bereitstellt.

Die Bilanz zur Technologie in Deutschland fällt derzeit indes noch ernüchternd aus. Nach Angaben des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) sind derzeit rund 1.000 wasserstoffbetriebene Brennstoffzellen-Mikro-BHKW in Betrieb, dazu etwa 100 PKW und etwa 20 Busse. Rund 300 Industrieunternehmen arbeiten in Deutschland an der Entwicklung entsprechender Produkte. In der zurückliegenden Dekade flossen insgesamt 1,4 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung. Davon kam die Hälfte vom Bund, die andere Hälfte aus der Industrie.

Verglichen mit Wettbewerber Japan ist Deutschland noch weit von einer Marktdurchdringung entfernt. In Japan sind bereits 100.000 Brennstoffzellengeräte installiert. Bei Toyota läuft mit dem Mirai (dt. Zukunft) zudem das erste brennstoffzellenbetriebene Auto vom Band. 1.000 Einheiten pro Jahr fertigt Toyota vom Mirai. In zehn bis fünfzehn Jahren sollen insgesamt zwei Millionen Autos mit Brennstoffzelle auf japanischen Straßen rollen. Allein im laufenden Fiskaljahr fördert Japan die Technologie mit 280 Millionen Euro.

Hauptherausforderung bleiben Infrastruktur und Kosten. Lediglich 19 Wasserstoff-Tankstellen sind derzeit in Deutschland in Betrieb. Bis Ende diesen Jahres sollen es 50, bis 2023 rund 400 sein. Auch hier ist Japan Vorreiter. Allein in diesem Jahr sollen 100 Wasserstofftankstellen im Land entstehen, das Ministerium für Wirtschaft und Industrie (MITI) übernimmt hierbei die Hälfte der Kosten.

 

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