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Fürstenfeldbruck: Kirche verhindert Windrad

Die Stadtwerke Fürstenfeldbruck GmbH dürfen eine geplante Windenergieanlage im Stadtviertel Puch nicht bauen. Der Grund: Die Kuratiekirchenstiftung St. Sebastian Puch hat gegen den Bau geklagt. In der Klagebegründung beruft sich die Stiftung auf eine erwartete Gefährdung des Denkmalschutzes. Den Berufungsantrag der Stadtwerke gegen den Baustopp wies das Bayerische Verwaltungsgericht ab.

Die Stadtwerke zeigten sich enttäuscht über das endgültige Aus für das Projekt. Enno Steffens, Geschäftsführer der Stadtwerke Fürstenfeldbruck, sagte, man müsse sich schon fragen, wie die katholische Kirche zum einen das klare Bekenntnis zur Energiewende und zum anderen das vehemente Vorgehen gegen deren Umsetzung plausibel erklären wolle. Die Verantwortlichen der Kuratiekirchenstiftung hätten ein Dialogangebot der Stadtwerke nicht angenommen. Die Stadtwerke wollen weiterhin in erneuerbare Energien investieren, wünschen sich hierfür aber mehr Unterstützung von der Politik. Leider sei derzeit keine klare Linie zu erkennen, die Verantwortung für die Umsetzung der Energiewende werde ständig hin- und hergeschoben. Wenn man keine Trassen wolle, müsse man den Strom jedoch dezentral produzieren. Das funktioniere aber nur mit deutlich konsequenteren und weitreichenderen Vorgaben und ohne weiteres Störfeuer wie etwa durch die 10-H-Regelung.

Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege hatte ursprünglich keine Bedenken gegen das Projekt angemeldet. Die bereits erteilte Genehmigung zog das Amt jedoch zurück. Kurios an dem Fall, der durchaus an das Königlich Bayerische Amtsgericht passen würde: Die Pucher Kirche, um die es geht, fällt selbst nicht unter den Denkmalschutz. In diesem Fall hätte das Genehmigungsverfahren nämlich ursprünglich nicht beginnen können. Simulationen der Stadtwerke hatten zudem gezeigt, dass die Kirche nicht von dem Windrad beeinträchtigt worden wäre. Der Abstand zwischen Kirche und Windrad hätte 1,9 Kilometer betragen – genug, um die bayerische 10-H-Regelung einzuhalten. Nach dieser sollen Windräder mindestens zehn Mal so viel Abstand von Bauwerken haben, wie ihre Höhe beträgt. Im Falle denkmalgeschützter Bauten gelten allerdings drei Kilometer Abstand.

 

www.stadtwerke-ffb.de



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