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Smart Meter-Nutzung auch jenseits Einbauverpflichtung sinnvoll

Mit den Eckpunkten zum „Verordnungspaket Intelligente Netze“ hat das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) einen gestuften Zeitplan für den Smart Meter Rollout vorgelegt. Ab 2017 müssen Verbraucher mit mehr als 20.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch Smart Meter einrüsten. Bis 2028 sollen dann sämtliche Verbraucher bis 6.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch mit Smart Metern versorgt sein. Damit sind nur wenig mehr als ein Achtel aller Verbraucher in Deutschland abgedeckt.

Auch darüber hinaus kann für bestimmte Verbraucher eine Umrüstung des Zählers sinnvoll sein. Das wurde auf der Handelsblatt-Konferenz „Digitalisierung der Energiewirtschaft“ deutlich. Für Versorger lohne sich schon heute, bestimmte Kundensegmente auch jenseits der Einbauverpflichtung mit Smart Metern auszurüsten.

Auch ASEW-Mitglieder haben Erfahrungen mit Smart Metern gesammelt. So stattete RheinEnergie bislang über 30.000 Zählpunkte mit Smart Metern aus. Darunter befinden sich auch sogenannte Breaker, die per Fernbedienung eine Lieferunterbrechung oder die Lastbegrenzung ermöglichen. Die Gemeindewerke Nümbrecht haben sogar den Komplett-Rollout für ihr Versorgungsgebiet vollzogen.

Diese und andere Erfahrungen zeigen, dass der Rollout von Smart Metern auch über die Verpflichtung hinaus sinnvoll sein kann. Teilweise ergeben sich für Einbau und Betrieb der Smart Meter aber deutlich höhere Kosten. Die Planung und Umsetzung des künftigen Rollouts sollten Stadtwerke schon heute durchdenken. „Unsere Mitglieder sind auch hier Vorreiter“, sagt David Schymczyk, Kunden- und Produktmanager der ASEW unter anderem für den Bereich Smart Energy. „In der derzeitigen Ausgestaltung ist der verpflichtende Smart Meter Rollout vor allem für das Lastmanagement interessant. Aber Pilotprojekte zeigen, dass auch kleinere Verbraucher – Stichwort Lastbegrenzung – eine sinnvolle Kundengruppe für Smart Meter sind. Aus der Analyse der anfallenden Datenmengen lassen sich zudem künftig konkrete Maßnahmen nicht nur für Effizienzsteigerungen, sondern auch für Optimierungsmaßnahmen ableiten. Smart Meter unterstützen darüber hinaus auch Energieaudits oder Mieterstrom-Modelle. Die steigende Verbreitung der Technik dürfte in den nächsten Jahren zudem zu sinkenden Kosten führen. Dann amortisieren sich entsprechende Einbauten noch schneller.“

 

Ansprechpartner:
David Schymczyk
0221-931819-14
schymczyk@asew.de



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Markus Edlinger

E-Mail edlinger@asew.de
Fon 0221 / 93 18 19 - 21
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