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Speyer: Startschuss für deutsch-japanische Kooperation

Ende Mai ist der Startschuss für eine besondere deutsch-japanische Kooperation gefallen: Die Stadtwerke Speyer GmbH erforschen mit japanischen Partnern Besonderheiten bei der Versorgung mit eigenproduziertem Strom. Dazu sind die Stadtwerke eine Kooperation mit dem japanischen Forschungs- und Entwicklungsunternehmen „Nedo“ eingegangen, die von der Stadt Speyer und der GEWO Wohnen GmbH unterstützt wird. Das Ziel: Maximale Nutzung des lokal erzeugten Solarstroms vor Ort durch Batteriespeicher, Wärmepumpen und eine intelligente Steuerung. Zwei Varianten hierfür werden aktuell im Ginsterweg und im Rainer-Maria-Rilke-Weg getestet.

Rund 20 Millionen Euro steckt „Nedo“ in die Technologie, um das Modellprojekt „Lokale Energie-Produktion für den lokalen Verbrauch“ umzusetzen. Im Falle Ginsterweg stellt die GEWO ein 16-Parteien-Gebäude zur Verfügung, in dem eine Parzellierung mittels Stromverteileranlage vorgenommen wird. Einen ersten Eindruck davon konnten die Anwohner bei der offiziellen Inbetriebnahme gewinnen. Stadtwerke-Geschäftsführer Wolfgang Bühring versprach den Bewohnern, dass sie nicht darunter leiden werden. In dem Projekt träfen „groß international und klein regional“ aufeinander: „Das ist eine gute Mischung, um die Energieversorgung von morgen mitzugestalten und weiter zu entwickeln“.

Nach Lyon, Málaga und Manchester haben sich die Japaner Speyer als vierten Forschungsstandort ausgesucht. Optimale Bedingungen finden sie dort angesichts der authentischen Umgebung vor, in der das sogenannte „Smart Community“-Projekt in zwei Varianten umgesetzt wird. Während im Ginsterweg einzelne Reihenhäuser simuliert werden, die den Individualverbrauch der Mieter ermitteln sollen, ist im Rainer-Maria-Rilke-Weg eine Photovoltaikanlage mit zentraler Batteriespeicherlösung installiert worden. Eine ganzheitliche Optimierung durch „HEMS“ – ein „Home Energy Management System“, das mit Batteriespeicher und Wärmepumpe verknüpft ist – wird dort erprobt. Am Ende soll sich zeigen, was der sinnvollere Weg zur Eigenstromversorgung ist.

Mit im Boot sind auch die japanischen Firmen NTT docomo, der größte Mobilfunkanbieter Japans, und der Elektrotechnik- und Maschinenbaukonzern Hitachi. Beide Partner waren für die technische Umsetzung zuständig. Kouji Furukawa, Senior Vice President von NTT, lobte Deutschland als Spitzenreiter in der Stromversorgung mittels Photovoltaik und begründete damit die Wahl Speyers als Ausführungsort des Projekts. Misao Nakagawa, Vizepräsident von Hitachi, wies vor allem auf die Umsetzung in einem tatsächlichen Wohnumfeld hin, die zu zuverlässigen und funktionalen Ergebnissen führe.

Fast eine Million Euro fließen über die Stadtwerke in den Ausbau der Photovoltaik. Im Rahmen der Kooperation planen die Stadtwerke ein Geschäftsmodell zu entwickeln, bei dem in Batteriespeicher und PV-Anlagen investiert werden soll. Laut Stadtwerke-Geschäftsführer Wolfgang Bühring wolle man den Partnern so demonstrieren, „dass mit einer innovativen Kombination aus Informationstechnik, Photovoltaikanlagen und Batteriespeichern das regionale Potenzial zur CO2-Einsparung auch nach der drastischen Reduzierung der EEG-Vergütung gehoben werden kann.“

 

www.sw-speyer.de

 



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Markus Edlinger

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