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Grünstromvermarktung: BMWi veröffentlicht Eckpunkte

Das Bundeswirtschaftsministerium hat Eckpunkte für eine regionale Grünstromkennzeichnung vorgelegt. Diese greifen den verbreiteten Wunsch auf, EEG-geförderten Strom auch als regionalen Grünstrom zu vermarkten. Wirtschaftsstaatssekretär Rainer Baake zufolge solle mit dem Modell die Akzeptanz der Energiewende vor Ort erhöht werden. „Stromversorger, die die regionale Kennzeichnung nutzen wollen, dürfen ihren Kunden die konkreten Anlagen in ihrer Region benennen, aus denen sie direkt vermarkteten Grünstrom beziehen. So können Stromkunden einen direkteren Bezug zu den Anlagen und damit zum Ausbau erneuerbarer Energien in ihrer Region herstellen. Eine höhere Akzeptanz des Erneuerbaren-Ausbaus kann zum Beispiel dazu beitragen, dass vor Ort, wo die Energiewende stattfindet, Flächen für neue Anlagen ausgewiesen werden. Das ist wichtig für den weiteren Ausbaupfad, aber auch für ausreichenden Wettbewerb in den kommenden Ausschreibungen.“

Die vorgestellten Eckpunkte erweitern die bestehende Möglichkeiten zur Stromkennzeichnung. Das vorgestellte Konzept steht besonders unter vier Gesichtspunkten:

  • Energiewirtschaftliche Sinnhaftigkeit: Ziel ist eine größere Akzeptanz sowie mehr Schub für den Ausbau der Erneuerbaren. Zudem sollen keine Anreize für die Einschränkung der wettbewerblichen Preisbildung am Strommarkt gesetzt werden.
  • Keine Belastung für die EEG-Umlage: Da kein neues Vermarktungssystem implementiert wird, wird die EEG-Umlage nicht weiter unter Druck gesetzt. „Die Änderungen in der Stromkennzeichnung sind somit kostenneutral.“
  • Einfachheit: Der Aufwand soll möglichst gering sein. Je einfacher die Kennzeichnung, desto breiter ihre Nutzbarkeit. Daher werden lediglich die Möglichkeiten der Stromkennzeichnung erweitert.
  • Glaubwürdigkeit: Es darf nicht mehr regionaler Grünstrom ausgewiesen werden als tatsächlich erzeugt wurde. Das stellt das Herkunftsnachweisregister sicher. EEG-geförderter regionaler Strom darf außerdem nur als geförderter Strom gekennzeichnet werden.

Das Eckpunktepapier fließt in das Gesetzgebungsverfahren zur EEG-Novelle 2016 ein. Die Möglichkeit zur regionalen Grünstromkennzeichnung soll fester Bestandteil des EEG 2016 werden, das noch vor der Sommerpause beschlossen werden soll.

 

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