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Elektromobilität nimmt Fahrt auf

Der Markt für Elektrofahrzeuge wächst weltweit rasant – außer in der Heimat des Autos. Das geht aus einer Untersuchung des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) hervor. Danach hat sich der Bestand elektrisch betriebener PKW im vergangenen Jahr von 750.000 auf 1,3 Millionen nahezu verdoppelt. Die weltweite Produktion von E-Fahrzeugen hat um 68 Prozent auf 550.000 Stück zugelegt. Doch während von den 2015 weltweit 330.000 neu zugelassenen Elektroautos 207.000 auf chinesischen Straßen unterwegs sind, entfielen auf Deutschland gerade einmal 23.460 Fahrzeuge. Deutschland ist mit einem Anteil von 0,12 Prozent oder insgesamt 55.250 E-Fahrzeugen am Fahrzeugbestand „eher eine Elektroauto-Diaspora“.

Mit 410.000 Fahrzeugen sind nach wie vor die meisten E-Mobile in den USA registriert. Der Anteil der Elektromobilität am gesamten Fahrzeugbestand ist dagegen in Norwegen am größten. Dort fahren etwa 3 Prozent der 2,64 Millionen Autos mit Strom. Prof. Werner Tillmetz, ZSW-Vorstandsmitglied und Leiter des Geschäftsbereichs Elektrochemische Energietechnologien, sieht in den im letzten Jahr weltweit 550.000 produzierten Fahrzeugen ein deutliches Zeichen dafür, „dass die Industrialisierung in Schwung gekommen ist.“ Angesichts der anhaltend hohen Wachstumsraten gewinne die Wertschöpfung rund um die Elektromobilität schnell an Bedeutung. „Als Wirtschaftsstandort, der sehr stark von der Automobil- und deren Zulieferindustrie geprägt ist, dürfen wir in Deutschland den Anschluss nicht verpassen. Schlüsseltechnologien der Elektromobilität wie die Lithium-Ionen-Batterie müssen ihren Platz im deutschen Produktionsportfolio finden“. Der ZSW-Wissenschaftler Andreas Püttner weist zudem darauf hin, dass lediglich 1,7 Prozent des 2015 in Deutschland produzierten regenerativen Stroms ausreichen würden, um eine Million Elektrofahrzeuge zu bewegen. Demnach könne jeder Elektrofahrzeugbesitzer zur Energiewende im Verkehrssektor beitragen.

 

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